Zurück

Liste der Naturschutz-Schutzgebiete in Vorarlberg

Liste der Naturschutz-Schutzgebiete in Vorarlberg

Von Pflanzenschutzgebieten über Biosphären- und Naturparks bis hin zu Ruhezonen – die unterschiedlichen Schutzgebietskategorien dienen alle dem erklärten Ziel, unsere Naturschätze zu erhalten.
Bildrechte: Marlies Sperandio
Bregenzerachschlucht
Bildrechte: Katrin Löning
Alter Rhein in Hohenems
Bildrechte: Marlies Sperandio
Klostertaler Bergwälder
Bildrechte: Thomas Rainer
Drei Schwestern
Bildrechte: Thomas Rainer
Farnach
Bildrechte: Marlies Sperandio
Bangs-Matschels

Schutzgebiete werden zur Erhaltung und Sicherung der Schönheit, Eigenart und Vielfalt der Natur- und Kulturlandschaft ausgewiesen. Die Voraussetzungen für eine Ausweisung sind sehr hoch. Ein Schutzgebiet muss sich zum Beispiel durch seine Ursprünglichkeit auszeichnen und gefährdete Tier- und Pflanzenarten beherbergen. Oder es enthält seltene Mineralien und Fossilien oder ist von besonderer landschaftlicher Schönheit. Auch die Erholung der Bevölkerung kann von besonderer und schützenswerter Bedeutung sein.

Je nach Schutzzweck und Schutzinhalt werden Gebiete als Naturschutzgebiet, Europaschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, geschützter Landschaftsteil, Ruhezone u.a. ausgewiesen und per Verordnung der Vorarlberger Landesregierung beschlossen.

Ein Schutzgebiet schließt land- oder forstwirtschaftliche Nutzung nicht aus. In vielen Naturschutzgebieten ist sogar die traditionelle Bewirtschaftung die Voraussetzung für ihre Schutzwürdigkeit z. B. die extensive Bewirtschaftung von Streu- und Magerwiesen.

    

Naturschutzgebiete

Ein Naturschutzgebiet ist ein weitgehend natürliches oder naturnahes Gebiet, das sich durch schützenswerte Lebensräume und/oder seltene bzw. gefährdete Tier- und Pflanzenarten des Landes auszeichnet. Der Schutz der Naturgüter und der Ablauf einer natürlichen Entwicklung stehen im Vordergrund.

⇒ Für die aktuelle Verordnung klicken Sie auf den Schutzgebietsnamen

Alter Rhein seit 2013 in Hohenems 4,32 ha
Amatlina-Vita seit 1991 in Zwischenwasser 48,34 ha
Auer Ried seit 1993 in Au 89,29 ha
Bangser Ried seit 1974 in Feldkirch 58,17 ha
Birken – Schwarzes Zeug – Mäander der Dornbirnerach seit 1987 in Dornbirn, Wolfurt 70,93 ha
Bludescher Magerwiesen seit 1995 in Bludesch 32,50 ha
Bödener Magerwiesen seit 1991 in Innerbraz 16,35 ha
Faludriga-Nova seit 1995 in Raggal 981,32 ha
Farnacher Moos seit 1976 in Alberschwende, Bildstein 15,67 ha
Fohramoos seit 1974 in Dornbirn, Schwarzenberg 53,14 ha
Gadental seit 1987 in Sonntag 1.328,94 ha
Gasserplatz seit 1986 in Göfis 4,73 ha
Gipslöcher seit 1988 in Lech 36,58 ha
Gsieg – Obere Mähder seit 1989 in Lustenau 73,80 ha
Hirschberg seit 1974 in Langen bei Bregenz 329,61 ha
Hohe Kugel – Hoher Freschen – Mellental seit 1979 in Damüls, Dornbirn, Fraxern, Götzis, Hohenems, Klaus, Koblach, Laterns, Mellau, Viktorsberg 7.668,05 ha
Kojen-Moos seit 1978 in Riefensberg 52,98 ha
Maria-Grüner Ried seit 1994 in Frastanz 6,04 ha
Matschels seit 1974 in Feldkirch 387,74 ha
Mehrerauer Seeufer – Bregenzerachmündung seit 1991 in Bregenz, Hard 118,03 ha
Rheindelta seit 1976 in Fußach, Gaißau, Hard, Höchst 2.086,11 ha
Rohrach seit 1992 in Hohenweiler, Möggers 48,19 ha
Rossbad seit 1973 in Krumbach 123,15 ha
Schlosshügel seit 1971 in Koblach 14,97 ha
Streuewiesenbiotopverbund Rheintal-Walgau seit 1995 in Rheintal, Walgau (Tallagen) 607,68 ha

   

Europaschutzgebiet

Jedes Mitgliedsland der EU ist verpflichtet, besondere Tier- und Pflanzenarten sowie Lebensräume zu schützen. Gesetzliche Grundlage für die Ausweisung von Europaschutzgebieten, auch Natura 2000-Gebiete genannt, sind die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und die Vogelschutzrichtlinie.

⇒ Für die aktuelle Verordnung klicken Sie auf den Schutzgebietsnamen

Alpenmannstreu Gamperdonatal seit 2002 in Nenzing 37,61 ha
Bangs-Matschels seit 1995 in Feldkirch 447,42 ha
Klostertaler Bergwälder seit 1995 in Bludenz, Dalaas, Innerbraz, Klösterle 2.143,30 ha
Bregenzerachschlucht seit 1995 in Alberschwende, Bregenz, Buch, Doren, Kennelbach, Langen, Wolfurt 434,02 ha
Davenna seit 2016 in Bartholomäberg, St. Anton 112,46 ha
Fohramoos seit 1995 in Dornbirn, Schwarzenberg 54,30 ha
Frastanzer Ried seit 2016 in Frastanz 39,21 ha
Gadental seit 1995 in Sonntag 1.543,77 ha
Gortniel seit 2016 in St. Gallenkirch 12,71 ha
Gsieg-Obere Mähder seit 2002 in Lustenau 73,13 ha
Ifen seit 2016 in Egg, Mittelberg, Sibratsgfäll 2.466,72 ha
Lauteracher Ried seit 1995 in Hard, Lauterach 579,71 ha
Leiblach seit 2002 in Bregenz, Hörbranz, Lochau 21,45 ha
Ludescherberg seit 1995 in Ludesch 377,35 ha
Mehrerauer Seeufer – Mündung der Bregenzerach seit 1995 in Bregenz, Hard 118,03 ha
Rohrach seit 1995 in Hohenweiler, Möggers 48,19 ha
Rheindelta seit 1995 in Fußach, Gaißau, Hard, Höchst 2.065,65 ha
Rifa seit 2016 in Gaschurn 12,63 ha
Roßbündta seit 2016 in St. Gallenkirch 12,62 ha
Schöneberg seit 2016 in Lech 47,40 ha
Schuttfluren Tafamunt seit 2002 in Gaschurn 68,43 ha
Soren, Gleggen-Köblern, Schweizer Ried und Birken-Schwarzes Zeug seit 2006 in Dornbirn, Lauterach, Lustenau, Wolfurt 317,62 ha
Spirkenwälder Brandnertal seit 2002 in Bürserberg 104,74 ha
Spirkenwälder Innergamp seit 2002 in Nenzing 43,87 ha
Spirkenwälder Oberer Tritt seit 2002 in Nenzing 12,70 ha
Spirkenwälder Saminatal seit 2002 in Frastanz 477,57 ha
Spona seit 2016 in St. Gallenkirch 25,77 ha
Übersaxen-Satteins seit 2016 in Satteins und Übersaxen 60,05 ha
Üble Schlucht seit 2016 in Laterns 7,59 ha
Unterargenstein seit 2016 in Au 68,70 ha
Unter der Winterstaude seit 2016 in Egg 25,80 ha
Unter Stellerhöhe seit 2016 in Egg 28,93 ha
Unter-Überlutt seit 2002 in Sonntag 22,85 ha
Verwall seit 1995 in Gaschurn, Klösterle, Silbertal und
St. Gallenkirch
12.057,22 ha
Waldbäche im Walgau seit 2016 in Röns, Satteins und Schlins 26,59 ha
Widdersteinmähder seit 2016 in Warth 54,12 ha
Wiegensee seit 2016 in Gaschurn 64,74 ha
Witmoos seit 1995 in Langen bei Bregenz 18,19 ha

   

Biosphärenpark und Naturpark

Ein Biosphärenpark und ein Naturpark sind großräumige und vielfältige Natur- und Kulturlandschaften, die für die Erholung und Vermittlung von Wissen über die Natur besonders geeignet sind. Die biologische Vielfalt soll erhalten bleiben und die regionale Entwicklung für nachhaltiges Handeln gefördert werden. Eine Einteilung in Kern- und Pufferzonen lässt unterschiedliche Grade der Bewirtschaftung oder auch an die Schutzan-forderungen im Gebiet zu. Biosphärenparks werden von der UNESCO weltweit nach einheitlichen Kriterien ausgewiesen und durch die UNESCO anerkannt.

⇒ Für die aktuelle Verordnung klicken Sie auf den Schutzgebietsnamen

Biosphärenpark Großes Walsertal (UNESCO) seit 2000 in Blons, Fontanella, Raggal, St. Gerold,
Sonntag, Thüringerberg
19.231 ha
Naturpark Nagelfluhkette seit 2014 in Doren, Hittisau, Krumbach, Langenegg, Lingenau, Riefensberg, Sibratsgfäll, Sulzberg 15.410 ha

   

Landschaftsschutzgebiet

Ein Landschaftsschutzgebiet ist ein weitgehend naturnahes Gebiet mit einer besonderen landschaftlichen Vielfalt und Schönheit, das einen hohen ästhetischen Wert oder Erholungswert bietet. Der Schutzzweck dient vorwiegend der Erhaltung des Landschaftsbildes sowie der Sicherung des Gebietes für die Bevölkerung

⇒ Für die aktuelle Verordnung klicken Sie auf den Schutzgebietsnamen

Lauteracher Ried seit 1996 in Hard, Lauterach 579,71 ha
Kanisfluh seit 2020 in Au, Mellau und Schnepfau 811,44 ha
Sandgrube seit 1976 in Mäder 4,24 ha

   

Geschützter Landschaftsteil

In diesen Schutzgebieten sind Veränderungen untersagt, welche die Natur schädigen, das Landschaftsbild verunstalten oder den Naturgenuss beeinträchtigen. Diese Schutzgebietskategorie wurde 1969 erlassen und ist vergleichbar mit der Kategorie der Landschaftsschutzgebiete.

⇒ Für die aktuelle Verordnung klicken Sie auf den Schutzgebietsnamen

Drei Schwestern seit 1976 in Frastanz 498,40 ha
Erawäldele seit 1996 in Bregenz 2,30 ha
Haslach-Breitenberg seit 1975 in Dornbirn 128,92 ha
Klien seit 1980 in Hohenems 36,06 ha
Lehrbiotop an den Alten Rüttenen seit 1984 in Feldkirch 0,62 ha
Maihof seit 1992 in Hörbranz 0,37 ha
Montiola seit 1992 in Thüringen 156,99 ha
Rellstal und Lünerseegebiet seit 1966 in Brand, Vandans 3.561,13 ha
Schurreloch seit 1978 in Hittisau 3,52 ha

    

Ruhezone

Eine Ruhezone wird für relativ unerschlossene und wenig genutzte Landschaften erlassen, in der störungsarme und natürliche Lebensbedingungen für die Tierwelt ermöglicht werden, indem übermäßige Störungen durch Freizeit- und Erholungsbetrieb zu vermeiden sind. Eine artgerechte und naturnahe Jagdwirtschaft und eine rücksichtsvolle Freizeitnutzung bleiben erhalten. In Teilgebieten können ganzjährige oder zeitlich begrenzte Betretungsverbote gelten.

⇒ Für die aktuelle Verordnung klicken Sie auf den Schutzgebietsnamen

Vergaldatal seit 2009 in St. Gallenkirch 1.949,11 ha

    

Pflanzenschutzgebiet

In Pflanzenschutzgebieten bezieht sich der Schutz vorwiegend auf die alpine Gebirgspflanzenwelt in touristisch und durch Naherholung stark genutzten Gebieten. Um die Pflanzenwelt vor direkten Zugriffen und Schädigungen zu bewahren, ist es untersagt Alpenpflanzen jeder Art zu beschädigen, auszureißen oder auszugraben.

⇒ Für die aktuelle Verordnung klicken Sie auf den Schutzgebietsnamen

Hochifen und Gottesacker-Plateau seit 1964 in Bezau, Egg, Mittelberg 2.920,50 ha
Körbersee seit 1958 in Schröcken 308,75 ha
Nenzinger Himmel seit 1958 in Nenzing 1.074,31 ha

    

Örtliches Schutzgebiet

In Vorarlberg können Schutzbestimmungen für Gebiete und Bereiche innerhalb eines Gemeindegebietes erlassen werden, denen eine naturschutzfachliche Bedeutung zukommt. Die Ausweisung eines örtlichen Schutzgebietes erfolgt per Verordnung durch die Gemeindevertretung.

Bengerpark seit 1999 in Bregenz 0,22 ha
Brunnengarten seit 2003 in Ludesch 1,44 ha
Gasserweiher seit 1998 in Götzis 0,95 ha
Halbenstein seit 2002 in Hörbranz 10,91 ha
Langenegg Nord seit 2003 in Langenegg 38,86 ha
Langwies seit 2003 in Göfis 1,43 ha
Paspels KG seit 1997 in Rankweil 2,94 ha
Schollaschopf seit 2000 in Hohenems 3,18 ha
Sonderberg seit 1998 in Götzis 2,47 ha

    

Sonstige Schutzgebiete

⇒ Für die aktuelle Verordnung klicken Sie auf den Schutzgebietsnamen

Pufferzonen zum Schutz von Gebietsteilen außerhalb des Natura 2000 Gebietes "Soren, Gleggen - Köblern, Schweizer Ried und Birken - Schwarzes Zeug" seit 2007 in Dornbirn 91 ha
Moorgebiet "Bizau-Stocka-
Untere Moos"
seit 2017 in Bizau 18 ha

Kontaktdaten

Postanschrift: Landhaus, 6901 Bregenz
Standortanschrift: Jahnstraße 13-15, 6900 Bregenz
T +43 5574 511 24505
F +43 5574 511 924595
umwelt@vorarlberg.at

Kundenverkehr: Montag bis Freitag von 08.00 -12.00 Uhr und 14.00 - 17.00 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung