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Kunststoffe im Boden

Kunststoffe im Boden

Der Eintrag von Kunststoffen in Böden stellt ein zunehmendes Problem dar. Vom Umweltinstitut wurden mehrere Flächen im Rheintal untersucht um erste Erkenntnisse über die Verunreinigung landwirtschaftlicher Böden mit Kunststoffen zu bekommen und Rückschlüsse auf mögliche Eintragsquellen ziehen zu können.
Bildrechte: Umweltinstitut/Katharina Sexlinger
Heterogenität gefundener Kunststofffragmente
Bildrechte: Umweltinstitut/Katharina Sexlinger
Kunststofffragment im Ackerboden
Bildrechte: Umweltinstitut/Katharina Sexlinger
Kunststoffverschmutzung durch Littering
Bildrechte: Umweltinstitut/Katharina Sexlinger
Kunststofffragment im Grünlandboden

Der Eintrag von Plastikmüll in die Umwelt wurde in den letzten Jahren als zentrales Problem erkannt. Neben der Verschmutzung von Gewässern ist laut Schätzungen auch der Eintrag von Kunststoffen in den Boden beträchtlich. Zu möglichen Eintragspfaden zählen unter anderem Düngemittel aus Sekundärrohstoffen (z.B. Biomüllkompost, Klärschlammkompost oder Gärrückstände), Mulchfolien, Littering oder Reifenabrieb.
Um Informationen zur Situation von Kunststoffverunreinigungen in Böden Vorarlbergs zu bekommen wurde eine Bestimmungsmethode für Kunststoffe > 1mm erarbeitet und mehrere landwirtschaftlich genutzte Flächen im Rheintal beprobt. Was die Untersuchungen bestätigten ist, dass Düngemittel aus Sekundärrohstoffen, insbesondere Klärschlammkompost oder Gärrückstände, zu einem teilweise signifikanten Eintrag an Kunststoffen in den Boden führen. Generell wurden Kunststofffragmente in allen Größen gefunden. Die meisten gefundenen Plastikfragmente lagen im Größenbereich von Mesoplastik (5 mm – 2,5 cm), jedoch wurden auf einigen Flächen auch größere Makrokunststoffe (> 2,5 cm) gefunden. 
Bisher gab es keine rechtlich gültigen Regelungen was den Eintrag von Kunststoffen in den Boden betrifft. In der seit 1. 1. 2019 gültigen Bodenqualitätsverordnung wurden nun erstmals Grenz- und Vorsorgewerte für Kunststoffe im Boden festgelegt. 

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