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025_Natürliche Bevölkerugsbewegung

Natürliche Bevölkerungsbewegung

Daten zu Geburten, Sterbefälle, Eheschließungen, eingetragene Partnerschaften und Scheidungen
Bildrechte: Foto Serra

Natürliche Bevölkerungsbewegung im Jahr 2019

In der Statistik zur natürlichen Bevölkerungsbewegung werden sowohl aktuelle als auch historische Daten über Geburten, Sterbefälle, Eheschließungen, Ehelösungen und Auflösung gleich­geschlecht­licher Partnerschaften in Vorarlberg und in anderen Bundesländern präsentiert. Im Berichtsjahr 2015 wurden die Daten erstmals aus dem Personenstandsregister durch die Statistik Austria ermittelt, was in gewisser Weise auch einen Zeitreihenbruch bedeutet.

Zur Ermittlung der Geburten-, Sterbe-, Eheschließungs- bzw. Scheidungsziffern wurde für Vorarlberg der durchschnittliche Bevölkerungsstand nach der Verwaltungszählung, bei den übrigen Bundes­län­dern aus dem Zentralen Melderegister ermittelt.

Die Wohnbevölkerung Vorarlbergs hat im Jahr 2019 um 2.840 Personen zugenommen. Zum Jahres­ende 2018 hatten 395.012 Personen einen Hauptwohnsitz in einer der Vorarlberger Gemeinden gemeldet, am 31. Dezember 2019 waren es 397.852. Die Zunahme gesamt liegt um 366 höher als jene des Jahres 2018. Die Veränderung der Einwohnerzahl im Jahr 2019 erfolgte zu rund 44% aus dem Geburtenüberschuss und zu 56% aus einem errechneten positiven Wanderungssaldo von 1.583 Personen. In diesem Jahr wurden in Vorarlberg 4.319 Kinder lebendgeboren, 3.062 Personen sind gestorben. Das ergibt einen Geburtenüberschuss von 1.257 Lebendgeborenen. Gegenüber 2018 stieg dieser um 36 Personen. Der errechnete Wanderungssaldo betrug plus 1.550 im Jahr 2013, +1.999 im Jahr 2014, +4.226 im Jahr 2015, +3.196 im Jahr 2016, +1.800 im Jahr 2017, +1.253 im Jahr 2018 und +1.257 im Jahr 2019. So erfreulich der positive Geburtenüberschuss ist, schreitet die Alterung der Vorarlberger Bevölkerung auch voran. Im 10-Jahresvergleich zeigt sich eine Bevölkerungszunahme von rund 28.000 Personen. Betrug der Anteil der 0- unter 15-Jährigen im Jahr 2009 noch 17,2%, der Anteil der 15- bis unter 35-Jährigen 26,3%, der Anteil der 35- bis unter 60-Jährigen 36,3% und die über 60-Jährigen anteilsmäßig 20,1% an der Gesamtbevölkerung, so verringerte sich die Anteile in denselben Altersgruppen im Jahresdurchschnitt 2019 auf 16,0%, 24,7% bzw. 36,0% und erhöhte sich auf 23,3%. In absoluten Zahlen ausgedrückt erhöhte sich die Zahl der Kinder und Jugendlichen (0- unter 15 Jahre) von 2009 bis 2019 um 190 Personen und im Altersbereich 15 bis unter 35 Jahre um 767 Personen. Bei den 35- bis unter 60-Jährigen erhöhte sich die Bevölkerungszahl um ca. 9.239 und bei den über 60-Jährigen um 18.163 Personen.

Dennoch steht im Berichtsjahr 2019 Vorarlberg im Bundesländervergleich wiederum an erster Stelle mit dem relativ höchsten Geburtenüberschuss und bei der Geburtenziffer. Die Zahl der Lebendgeborenen von 4.319 ist gegenüber dem vorangegan­ge­n Jahr annähernd gleichgeblieben (-2). Bei den unehelich geborenen Kindern ist eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr zu beobachten (+32). Im Vergleich zum Jahr 1980 hat sich die Zahl fast verdreifacht, gegenüber 1990 um fast das 2,5-fache, gegenüber 2000 um das 1,7-fache und gegenüber 2010 um 20% erhöht. In denselben Jahren betrug die Unehelichenquote gerundet 12%, 14%, 25% und 35%. Im Berichts­jahr 2019 beträgt sie 38,4 Prozent.

Die Zahl der Gestorbenen von 3.062 liegt um 38 unter dem Vorjahreswert. Die Sterbeziffer beträgt 7,7 auf 1.000 Einwohner. Im Bundesländervergleich (siehe Erläuterung „Bevölkerung“) weist die Sterbeziffer Vorarlbergs die niedrigste Rate auf. Im Österreichdurchschnitt beträgt sie 9,4. Beim Geschlechtervergleich sterben derzeit 49,5% Männer und 50,5% Frauen. Die Bevölkerungszusammensetzung der über 60-Jährigen weist einen Frauenanteil von 54,4% auf.

Durch kleine Fallzahlen bei den Totgeborenen sind jährlich starke Schwankungen möglich. Im 30-jährigen Durchschnitt errechnen sich rund 14 gemeldete Totgeburten pro Jahr. Im Berichtsjahr 2019 waren 12 Totgeburten zu verzeichnen. Im Jahr 2019 wurden ebenfalls 10 im ersten Lebensjahr gestorbene Säuglinge gemeldet.

Die im Jahr 2019 aus dem Personenstandsregister ermittelte Zahl der Eheschließungen beträgt 2.292. Übergeordnetes Kriterium ist der gemeinsame Wohnort. Bei verschiedengeschlechtlichen Ehen erfolgt die Zuordnung nach dem Wohnort des Mannes in Vorarlberg. Ist dieser im Ausland, wird der Wohnort der Frau in Vorarlberg herangezogen. Die Heiratsziffer steigt gering auf 5,8 Promille. Vorarlberg rangiert bei den Eheschließun­gen im Bundesländervergleich an erster Stelle. Der Österreichschnitt beträgt 5,2 Promille. Seit 1.1.2019 sind in Österreich auch gleichgeschlechtliche Ehen möglich. Im Jahr 2019 gab es in Vorarlberg 12 männliche und 19 weibliche Eheschließungen zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern.

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Weitere Informationen

Natürliche Bevölkerungsbewegung 

Bezugsebene: Land Vorarlberg

Zeitraum: Jährlich

Quelle: Landesstelle für Statisik