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Mineralölrückstände in Lebensmitteln

Mineralölrückstände in Lebensmitteln

Übergang von Mineralölkomponenten aus Verpackungsmaterialien in Lebensmittel. Die Ergebnisse der im Dezember 2011 durchgeführten Untersuchung werden vorgestellt und Ergebnissen aus anderen Mitgliedstaaten gegenübergestellt.
Bildrechte: Herbert Heim / Umweltinstitut
Symbolfoto: Mineralöl, Ölkännchen, Lebensmittel

Die Verpackung eines Lebensmittels ist von entscheidender Bedeutung für die Haltbarkeit eines Lebensmittels. Sie entscheidet nicht nur über Qualitätseinbußen durch den Verlust wertbestimmenden Bestandteilen wie Aromen oder Vitaminen sondern verhindert auch Kontaminationen während Transport und Lagerung.

Eine Vielzahl von Lebensmitteln wie Kindernahrungsmittel, Reis, Semmelbrösel, Nudeln oder auch Cerealien werden oftmals direkt oder in Verbindung mit einem Innenbeutel in Kartons verpackt. Durch die Verwendung von Recyclingmaterial bei den Verpackungs- und Transportkartons und dem Bedrucken der Verpackungsgebinde kann es aber auch zum Eintrag von mitunter toxikologisch bedenklichen Kontaminanten aus der Verpackung in das Lebensmittel kommen. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass die für die Herstellung von Recyclingkartons verwendeten Fasern Mineralölanteile in unterschiedlicher Menge und Zusammensetzung enthalten. Diese stammen vorwiegend aus den bei Printmedien  eingesetzten Druckfarben. Eine genaue toxikologische Bewertung der nachgewiesenen Mineralölgemische liegt noch nicht vor. Basierend auf einem JECFA- Bericht1 wurde für Mineralöle mittlerer und niedriger Viskosität, ein temporärer SML (specific migration limit) von 0,6 mg/kg Lebensmittel abgeleitet.

In der aktuellen Untersuchung wurden MOSH (mineral oil saturated hydrocarbons) und MOAH (mineral oil aromatic hydrocarbons) in 40 in Österreich gezogenen Lebensmitteln und 9 Verpackungskartons bestimmt. Mit der von K. Grob2 am kantonalen Labor Zürich entwickelten Methode werden die beiden Kohlenwasserstofffraktionen flüssigchromatographisch aus den Probenextrakten abgetrennt und in weiterer Folge gaschromatographisch charakterisiert.

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