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Badegewässer. Kontrollprogramm.

Badegewässer. Kontrollprogramm.

Was wird untersucht; wo wird untersucht; wie kommen die Untersuchungsergebnisse zustande?
Bildrechte: Sylvia Lutz / Umweltinstitut / 2007
Badestelle am Bodensee

Während der Sommermonate wird an den behördlich festgelegten Badestellen regelmäßig die Qualität der Badegewässern nach rechtlichen Vorgaben untersucht. Für eine hygienische Einstufung einer Einzelprobe werden die beiden Fäkalkeimarten Escherichia coli und Intestinale Enterokokken im Labor analysiert. Diese  aktuellen Einzelergebnisse werden in der Badegütekarte mit entsprechenden Signalfarben ausgewiesen (ausgezeichnet – gut bzw. ausreichend – mangelhaft).

Während diese Einzelbefunde eine Momentaufnahme der Badegewässerqualität repräsentieren, gibt die Einstufung über einen Bewertungszeitraum von vier Jahre einen Hinweis über die Stabilität des Badegewässers. Dafür werden die Einzelergebnisse der letzten Jahre erfasst und mittels einer statistischen Berechnungsmethode ausgewertet. Eine einheitliche Signatur weist die jeweiligen Badegewässer aus. Diese Gesamteinstufung wird jährlich aktualisiert und in den sogenannten „Badegewässerprofilen“ veröffentlicht, die an den jeweiligen Badegewässern ausgehängt und im Internet veröffentlicht werden. 

Die Badequalität eines Gewässers wird mitunter auch durch natürliche biologische Phänomene beeinflusst. So kann etwa in nährstoffreicheren Gewässern das verstärkte Wachstum mikroskopisch kleiner im Freiwasser schwebender Algen eine deutliche Färbung des Wassers (z.B. grün, gelb) und eine entsprechende Verringerung der Transparenz verursachen.

Auch die sogenannte „Blaualgen“ können die Sichttiefe eines Gewässers stark reduzieren. Bei hohen Wassertemperaturen kann es in nährstoffreichen Gewässern zu rasanten Vermehrungen der Blaualgen kommen, es bilden sich sogenannten „Algenblüten“. Dabei handelt es sich nicht um Algen, sondern um Bakterien, den sogenannten Cyanobakterien, die natürlicherweise in Gewässern vorkommen.  Manche Arten der Cyanobakterien können Toxine (Gifte) bilden, die bei hohen Konzentrationen schädlich für Mensch und Tier sein können, wenn Wasser verschluckt wird oder in die Atemwege gelangt.

Weiters kann es beim Baden in seichten, warmen, stark mit Wasserpflanzen bewachsenen Uferbereichen zu massivem Auftreten von Zerkarien (Larven von Saugwürmern) kommen. Diese Parasiten können bei Hautkontakt Juckreiz auslösen, der jedoch in der Regel harmlos ist (Badedermatitis). 

Allfällige Sonderereignisse, z.B. Hochwässer, starke Algenentwicklungen oder Fischsterben, werden im Anlassfall auf der Homepage veröffentlicht.

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