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Wohnhaussanierung - Voraussetzungen

Wohnhaussanierung - Voraussetzungen

Wer und was wird eigentlich gefördert?

Allgemeine Informationen

Land Vorarlberg
Bildrechte: Land Vorarlberg

Wer wir gefördert? - Förderbare Nutzung.

Eine Sanierungsförderung setzt eine ganzjährige Nutzung der zu fördernden Wohnung voraus, entweder im Eigentum oder zur Vermietung. Dabei gilt es, Einkommensobergrenzen je Haushalt zu beachten, und die Förderwerber müssen die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen bzw. den Status als „langfristig aufenthaltsberechtige Drittstaatsbürger” aufweisen.

Als Einkommensgrenze für das Haushaltseinkommen gelten monatlich netto:

  • Für eine Person € 3.100,00
  • Für zwei Personen € 5.400,00
  • Für drei und mehr Personen € 6.000,00

Im Regelfall berechnet sich das Einkommen wie folgt:
Gesamtjahresbruttoeinkommen
-  Sozialversicherung
-  Lohnsteuer
= Jahresnettobetrag dividiert durch 12 Monate

Werden die Einkommensgrenzen überschritten, erfolgt eine Förderungskürzung.
Für jeweils begonnene € 50,-, um welche die Einkommensgrenze überschritten wird, wird die Förderung um 5 % gekürzt.

Tipp:  Seit 2016 gewährt das Land an Eigentümergemeinschaften zur Sanierung von Mehrwohnungshäusern eine Objektförderung ohne Prüfung von Einkommen und Wohnungsnutzung. 

Weitere Informationen zu den personenbezogenen Voraussetzungen und den Einkommensgrenzen entnehmen Sie bitte § 6 der aktuellen Wohnhaussanierungsrichtlinie.


Was wird gefördert? - Anforderungen an das zu sanierende Objekt.

  • Das Gebäude ist mindestens 20 Jahre (gerechnet ab Baubewilligung) alt. Bei Althaussanierungen gibt es keine Nutzflächenobergrenze, allerdings ist die förderbare Fläche gedeckelt.
  • Wird im Zuge der Althaussanierung eine bestehende Wohnung oder ein bestehendes Eigenheim oder Reihenhaus erweitert, so kann die gesamteFörderung als Sanierungsförderung erfolgen, wenn die bestehende Fläche überwiegt.
  • Zubauten mit maximal 100 m² Nutzfläche können als Sanierung gefördert werden, sofern zeitgleich eine thermische Sanierung des Wohnhauses erfolgt.
  • Die Umnutzung bisher nicht für Wohnzwecke genutzter Flächen in bestehender Bausubstanz (z.B. Ausbau eines vorhandenen Dachbodens oder einer Garage, Umnutzung von Gewerbeflächen in Wohnungen) können im Rahmen der Sanierung gefördert werden, wenn deren Gesamtnutzfläche gemeinsam maximal 150 m² beträgt.

Weitere Informationen zu den objektbezogenen Voraussetzungen entnehmen Sie bitte § 7 der aktuellen Wohnhaussanierungsrichtlinie.


Was wird gefördert? - Sanierungsmaßnahmen.

Als Sanierungsmaßnahmen gelten alle thermischen Verbesserungsmaßnahmen in der Gebäudehülle:

  • Außenwand
  • Haus- und Wohnungseingangstüren gegen unbeheizte Stiegenhäuser bzw. Laubengänge und Fenster, sofern diese schwermetallfrei und chlorfrei hergestellt sind
  • Fenster- und Rollläden (außenliegender Sonnenschutz) nur im Zusammenhang mit Fenster- oder Fassadensanierung
  • Dach, oberste Geschossdecke, Terrassen, Decken gegen Außenluft
  • Unterste Geschossdecke (Boden gegen unbeheizt bzw. Erdreich) und Innenwände gegen unbeheizte Gebäudeteile

außerdem sonstige Maßnahmen wie z.B Erneuerung der Wasserinstallation, Kaminsanierung und vieles mehr.
Eine aktuelle Liste der anerkannten sonstigen Maßnahmen finden Sie hier und im Downloadbereich.

Dabei müssen folgende ökologische Mindestanforderungen für neu eingebaute Baustoffe, Materialien und Elemente berücksichtigt werden:

  • Baustoffe, Dämmstoffe und Bauelemente müssen HFKW-frei sein.
  • Rohre in Gebäuden, Folien, Abdichtungsbahnen, Fußbodenbeläge und Tapeten müssen PVC-frei sein.
  • Holz muss aus nachhaltiger Gewinnung stammen. Für außereuropäisches Holz ist ein Nachweis über ein 100 %-FSC-COC-Zertifikat oder ein 100 %-PEFC-COC-Zertifikat zu erbringen, für Fensterholz genügt auch ein SFI-Zertifikat.
  • Verputze dürfen maximal 6 % Kunststoffanteil enthalten, und es sind zementgebundene Kleber zu verwenden.

Für einen umfassenden Überblick zu allen Themen der Wohnhaussanierung sowie zum Download aller Formulare und Berechnungstools besuchen Sie bitte auch unseren Artikel "Wohnhaussanierung - Übersicht".

Termine und Fristen

Achtung: Stellen Sie den Förderungsantrag vor Durchführung der Sanierung. Rechnungen, welche mehr als sechs Monate vor Antragsstellung ausgestellt worden sind, können nicht berücksichtigt werden.

Kontaktdaten

Wohnbauförderung

Postanschrift: Landhaus, 6901 Bregenz
Standortanschrift: Landhaus, 6900 Bregenz
T +43 5574 511 8080
F +43 5574 511 923495
wohnen@vorarlberg.at

Kundenverkehr: Montag bis Freitag von 08.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 16.00 Uhr, Mittwoch-Nachmittag geschlossen!