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Wohnbeihilfe - Wie wird gefördert?

Wohnbeihilfe - Wie wird gefördert?

Wie wird die Wohnbeihilfe eigentlich berechnet?

Vater und Mutter spielen mit Ihrer Tochter
Bildrechte: Land Vorarlberg

Die Wohnbeihilfe errechnet sich aus dem anrechenbaren Wohnungsaufwand (Miete oder Kreditrückzahlungen für die Wohnraumschaffung bzw. -sanierung) abzüglich des zumutbaren Wohnungsaufwands (abhängig vom Haushaltseinkommen).


Was ist der anrechenbare Wohnungsaufwand?

Alle Zahlungen zur Wohnungsfinanzierung (Miete oder Kreditrückzahlung) werden zur Berechnung der Wohnbeihilfe herangezogen. Anerkannt werden maximal € 7,50 pro m² anrechenbarer Nutzfläche. Dieser Betrag enthält € 1,30 Betriebskostenpauschale. Die anrechenbare Nutzfläche beträgt laut aktueller Wohnbeihilferichtlinie bei einer Person maximal 50 m², bei zwei Personen maximal 70 m² und für jede weitere Person zusätzlich 10 m².


Was ist der zumutbare Wohnungsaufwand?

Die zumutbaren Zahlungen hängen vom Einkommen und von der Zahl der Haushaltsmitglieder ab, wie die Einkommenstabelle zeigt. Bei Überschreitung der Beträge (Ziffern in Farbe) gibt es in der Regel keine Wohnbeihilfe, außer eine Begünstigungsklausel kommt zur Anwendung.


Was ist die Begünstigungsklausel?

Der Prozentsatz des Haushaltseinkommens verringert sich um 10 Prozentpunkte, wenn ein Haushaltsmitglied mindestens 55 Prozent erwerbsunfähig ist, ein Kind behindert ist oder drei oder mehr unterhaltspflichtige Kinder im Haushalt leben. Diese Klausel kann nur einmal angewendet werden. Für alleinerziehende Personen, bei denen keine weitere erwachsene Person – außer in der Haushaltsrolle „Kind” – im gleichen Haushalt wohnt, wird der Prozentsatz der Einkommenstabelle um 5 Prozentpunkte verringert.


Welches Einkommen wird zur Wohnbeihilfeberechnung herangezogen?

Basis für die Wohnbeihilfe ist das Nettoeinkommen aller im Haushalt lebenden Personen. Als Nettoeinkommen gilt das Bruttogehalt inklusive Sonderzahlungen abzüglich Sozialversicherung und Lohnsteuer.

Zum Einkommen zählen u.a. jegliche Lohentgelte (auch geringfügig), Kranken-, Arbeitslosenund Kinderbetreuungsgeld, Notstandshilfe, Unfallrenten, jede Art von Pensionsleistungen, Waisenpensionen und Unterhaltsleistungen. Nicht zum Einkommen zählen die Familienbeihilfe, der Familienzuschuss des Landes und das Pflegegeld nach dem Bundespflegegeldgesetz. Von Kindern bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres wird das Erwerbs- bzw. Folgeeinkommen, AMS-Taggeld und Kinderbetreuungsgeld bis zu einer Höhe von monatlich € 800,- nicht berücksichtigt.


Kann ich mir das selbst ausrechnen?

Im Regelfall gilt für die Einkommensberechnung folgendes Prinzip:

  • Bei Taggeldbezug (AMS, Krankengeld...) - Nettobetrag x 365 Tage / 12 Monate
  • Bei Monatslohn (Lohnzettel) - Nettoeinkommen x 14 Monate / 12 Monate
  • Bei Jahreseinkommen (Jahreslohnzettel) -
    Gesamtjahresbruttoeinkommen 
    -  Sozialversicherung
    -  Lohnsteuer 
    = Gesamtjahresnettoeinkommen / 12 Monate

Bei Vorlage des Einkommensteuerbescheides wird der Jahresausgleich / 12 Monate hinzugerechnet.

Rechenbeispiele zur Wohnbeihilfeberechnung finden Sie auf der Seite 4 unserer Broschüre Wohnbeihilfe. Außerdem steht Ihnen unser Wohnbeihilferechner für eine unverbindliche Vorabberechnung einer möglichen Wohnbeihilfe zur Verfügung.


Weiterführende Informationen zur Wohnbeihilfe finden außerdem Sie unter folgenden Artikeln:

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Wohnbauförderung

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Standortanschrift: Landhaus, 6900 Bregenz
T +43 5574 511 8080
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