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Trinkwasser. Blei im Trinkwasser

Trinkwasser. Blei im Trinkwasser

Blei im Trinkwasser Bleibelastungen im Trinkwasser werden derzeit stark diskutiert. Bei den bisher vom Umweltinstitut durchgeführten Untersuchungen konnte erfreulicherweise nirgends Blei nachgewiesen werden. Weshalb Blei im Vorarlberger Trinkwasser nicht zu erwarten ist, erfahren Sie im folgenden Text.
Bildrechte: Umweltinstitut
Wasserleitung aus verschiedenen Materialien

Blei im Trinkwasser

Warum kann Blei im Trinkwasser ein Problem sein?

Früher, insbesondere in der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg wurden in vielen Gebieten Europas Bleirohre wegen der leichten Formbarkeit auch für Trinkwasserleitungen verwendet. Vor allem in England, Frankreich und in Norddeutschland wurden Hausinstallationen vielfach ausschließlich in Blei ausgeführt. In diesen Ländern liegt der Anteil der Bleileitungen in den Hausinstallationen heute noch im Bereich von 40 - 70 %. Im Vergleich dazu wurde in Süddeutschland und Österreich Blei für Trinkwasserleitungen weniger häufig verwendet. In manchen Gebieten wurden schon früh Verbote erlassen (zB im Königreich Württemberg bereits 1790). In Wien sind Bleileitungen vor allem noch in Häusern aus der Gründerzeit um 1900 in größerem Umfang vorhanden.
Aus den Bleileitungen wird laufend Blei in geringen Mengen ins Wasser abgegeben. Bei großem Trinkwasserkonsum kann es so im Laufe der Jahre zu größeren Bleiaufnahmen kommen, weil dieses Schwermetall nach dem Einbau in Knochen nur sehr langsam wieder ausgeschieden wird. 
In manchen Gebieten (auch in Österreich) kann Blei bereits geologisch bedingt im frisch geförderten oder gefassten Trinkwasser in Konzentrationen bis zu 30 µg/l vorkommen.

Grenzwerte

Der Grenzwert für den Bleigehalt im Wasser liegt bis zum Jahre 2013 bei 25 µg/l. 
Ab 1.12.2013 darf der Bleigehalt im Trinkwasser nur noch 10 µg/l betragen. 

Zur Situation in Vorarlberg

In Vorarlberg werden Bleileitungen schon seit ca 40 Jahren nicht mehr für Trinkwasserleitungen verwendet. Vorher wurde Blei gelegentlich eingesetzt, aber es war nie das allgemein übliche Material.  
Im Gegensatz zu anderen Gebieten Österreichs werden in Vorarlberg keine Quellen oder Pumpwerke mit natürlichen, geogen bedingten Bleigehalten genutzt.
Verschiedentlich gelangen aus der Bevölkerung Hinweise und Vermutungen an das Umweltinstitut, dass in einem Haus Bleileitungen in Verwendung sind. Die bisherigen Nachprüfungen ergaben ausnahmslos negative Befunde, es konnte in den jeweiligen Häusern kein Blei im Leitungswasser nachgewiesen werden.

Was tun bei Verdacht?

Falls Sie einen Verdacht haben, bitten wir Sie, Ihren Installateur oder den Wasserwart Ihrer Gemeinde zu kontaktieren und mit diesem - soweit möglich - die Leitungen zu inspizieren. Wenn sich dabei der Verdacht erhärtet, können Sie sich gerne an das Umweltinstitut wenden (Tel: 05574/511-42099), um eine Bleianalyse durchführen zu lassen.

Literatur zum Thema:

Trinkwasserverordnung, BGBl II Nr 304/2001
Richtlinie 98/83EG über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch
Lommel et al.; Bleibelastung durch Trinkwasser; Bundesgesundheitsblatt 8/2002 Seite 605; Springer-Verlag
Bundesgesundheitsblatt 6/1996 Seite 236; Springer Verlag

Kontaktdaten

Institut für Umwelt und Lebensmittelsicherheit (Umweltinstitut)

Postanschrift: Montfortstraße 4, 6900 Bregenz
Standortanschrift: Montfortstraße 4, 6900 Bregenz
T +43 5574 511 42099
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umweltinstitut@vorarlberg.at

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