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Legionellen

Legionellen

Vorsicht bei schlecht gewarteten Warmwasserboilern und Klimaanlagen.
Bildrechte: Umweltinstitut/Herbert Heim
Legionella pneumophila Kolonien

Beim Duschen können über Aerosole (Wassersprühnebel) krankheitserregende Legionellen eingeatmet werden. Diese Bakterien können bei Personen mit einem immunschwachen Gesundheitszustand zu schweren Lungenentzündungen führen. Legionellen kommen im Grund- und Quellwasser als auch im Oberflächengewässer vor. Sie besiedeln auch haustechnische Anlagen (z.B.: Warmwasserboiler, Klimaanlagen, Luftbefeuchter), in die sie mit der direkten Wasserzufuhr gelangen können. Legionellen vermehren sich bei Wassertemperaturen zwischen 25°C und 50°C, sterben jedoch bei Temperaturen über 60°C ab.

Kontaminationsquellen und Übertragungsweg
Legionellen sind weltweit verbreitete Bakterien, die in geringer Zahl in Oberflächengewässern und im Grund- und Quellwasser vorhanden sein können. Von dort aus können sie in Trinkwassersysteme und sonstige wasserführende Systeme gelangen. Ihre Konzentration im Wasser hängt von der Länge der Verweilzeiten im Leitungssystem, den geeigneten Nahrungsgrundlagen (z.B. Sedimente im Behälter), dem Säuregrad und vor allem von der Temperatur ab. Legionellen vermehren sich bei Wassertemperaturen zwischen 25°C und 50°C, sterben jedoch bei Temperaturen über 60°C ab.

Eine Infektion durch Legionellen geschieht am häufigsten durch Einatmen der Erreger aus Wassersprühnebel, z.B. beim Duschen, Baden in Whirlwannen.

Krankheitsbild
Erkrankungen beim Menschen sind trotz der weiten Verbreitung selten. Generell sind Personen mit einem immunschwachen Gesundheitszustand, als gefährdeter Kreis anzusehen. Dazu gehören vor allem ältere Menschen, Raucher und chronisch Kranke. Eine Legionellen-Infektion kann sich als Pontiac-Fieber oder Legionellen-Pneumonie zeigen. Es kommt zu grippeähnlichen Erscheinungen mit Abgeschlagenheit, Husten, Atemnot, Fieber und Lungenentzündung. Ohne Antibiotikabehandlung kann die Erkrankung zu schweren gesundheitlichen Schäden bis hin zum Tod führen.

Vorbeugende Maßnahmen
Vorsorglich sollten Heißwasserboiler oder Durchlauferhitzer regelmäßig auf  Temperaturen von über 70°C bis zum Leitungsende erhitzt und dann gründlich durchspült werden.

Genauere Informationen sind in der ÖNORM B 5019 („Hygienerelevante Planung, Ausführung, Betrieb, Wartung, Überwachung und Sanierung von zentralen Trinkwasser-Erwärmungsanlagen“) bzw. im Arbeitsblatt W 551 des DVGW (Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V.) zu finden.

Kontaktdaten

Institut für Umwelt und Lebensmittelsicherheit (Umweltinstitut)

Postanschrift: Montfortstraße 4, 6900 Bregenz
Standortanschrift: Montfortstraße 4, 6900 Bregenz
T +43 5574 511 42099
F +43 5574 511 942095
umweltinstitut@vorarlberg.at

Kundenverkehr: Montag bis Donnerstag von 08.00 - 12.00 Uhr und von 14.00 - 16.00 Uhr Freitag von 08.00 - 12.00 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung

Weitere Informationen

bereitgestellt durch: AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH) und Sozialministerium (Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz)
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