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Gewässerzustandsüberwachung der Fließgewässer und des Bodensees gemäß Gewässerzustandsüberwachungsverordnung (GZÜV) in Vorarlberg.

Gewässerzustandsüberwachung der Fließgewässer und des Bodensees gemäß Gewässerzustandsüberwachungsverordnung (GZÜV) in Vorarlberg.

Seit Anfang der 90er Jahre wird die Wasserqualität der Hauptfließgewässer des Landes nach gesetzlichen Vorgaben regelmäßig untersucht.
Bildrechte: Umweltinstitut
Argen
Bildrechte: Umweltinstitut / 2005
Neuer Rhein

Untersuchungen gemäß Gewässerzustandsüberwachungsverordnung (GZÜV) in Vorarlberg

Seit dem Jahr 1991 werden nach gesetzlichen Vorgaben die Hauptfließgewässer des Landes kontinuierlich überwacht. In der Gewässerzustandsüberwachungsverordnung werden die Messstellen, die zu erhebenden Parameter und die Häufigkeit der Untersuchungen geregelt.  Es gibt kein einheitliches Messprogramm für alle Messstellen. Jede Messstelle wird je nach den vorhandenen Gegebenheiten mit verschiedenen Parametern in unterschiedlicher Häufigkeit beprobt. Um die verschiedenen Anforderungen abdecken zu können unterscheidet die GZÜV zwischen überblicksweiser Überwachung, operativer Überwachung und Sondermessprogrammen. Durch die flexible Gestaltung kann bestmöglich auf aktuelle Entwicklungen reagiert werden.

Bei der überblicksweisen Überwachung steht die Beurteilung der Gesamtsituation im Vordergrund, wenige Messstellen an großen Flüssen und Seen bilden ein permanentes Basismessnetz. Die operative Überwachung wird an Gewässern durchgeführt, an denen Defizite im Rahmen der Ist-Bestandsanalyse festgestellt wurden  oder  an denen Ergebnisse abgesichert  werden sollen. Dieses kurzfristig eingerichtete Messnetz ist sehr flexibel, je nach Art der vorhandenen Belastung werden verschiedene physikalisch-chemische und / oder biologische Parameter untersucht.

Chemisch-physikalische Parameter werden grundsätzlich monatlich erhoben. Biologische Parameter (Kleintiere, Algen, höhere Wasserpflanzen) werden in unterschiedlichen Abständen einmal pro Jahr untersucht. Die Untersuchungen liefern Grundlagen für die Feststellung des Gewässerzustandes.

Die im Rahmen der GZÜV erhobenen Daten sind  online (Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus "Wassergütezahlen auf Knopfdruck") zugänglich.

Zur Beurteilung der Daten wird die Qualitätszielverordnung Ökologie Oberflächengewässer und die  Qualitätszielverordnung Chemie Oberflächengewässer (siehe weitere Informationen) herangezogen.

Die QZV Ökologie OG legt zur Unterscheidung des sehr guten, guten, mäßigen, unbefriedigenden und schlechten ökologischen Zustandes u.a. Werte für biologische und allgemein physikalisch-chemische Qualitätskomponenten fest. Dabei bildet die Abweichung vom gewässertypspezifischen Referenzzustand die Bewertungsgrundlage. Bei den allgemein chemisch-physikalischen Parametern erfolgt die Beurteilung der Einhaltung des Qualitätsziels überwiegend an Hand des 90%-Perzentils. Die QZV Chemie OG regelt bei Schadstoffen die Einhaltung von Qualitätszielen auf Basis vom arithmetischen Mittelwert durch sogenannte Umweltqualitätsnormen (UQN).

Der ökologische Zustand eines Fließgewässers bzw. Oberflächenwasserkörpers ergibt sich erst aus der Zusammenschau aller Qualitätselemente und unter Heranziehung der indikativsten Qualitätskomponenten. Einzelüberschreitungen sind als Momentaufnahme zu sehen, erst die Gesamtbeurteilung zeigt, ob die Zielvorgaben für den guten ökologischen Zustand erreicht oder verfehlt werden.

Die Ergebnisse der  monatlichen Untersuchungen an der GZÜV-Stelle Bodensee-Bregenzer Bucht werden regelmäßig auf der Homepage des Instituts für Umwelt und Lebensmittelsicherheit (Bodenseeüberwachung) veröffentlicht. Die Ergebnisse fließen in den jährlichen Bericht über den limnologischen Zustand des Bodensees der internationalen Gewässerschutzkommission für den Bodensee (IGKB) und in den Gesamtbericht für das Flusseinzugsgebiet Rhein (Koordinationsgruppe für das Bearbeitungsgebiet Alpenrhein/Bodensee) ein.

Der ökologische und chemische Zustand der Gewässer Österreichs ist gesamthaft im Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan 2015 dargelegt.

Kontaktdaten

Institut für Umwelt und Lebensmittelsicherheit (Umweltinstitut)

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