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Trinkwasser. Glyphosat in Trinkwasser

Trinkwasser. Glyphosat in Trinkwasser

Seit rund 15 Jahren wird das Vorarlberger Trinkwasser vom Umweltinstitut schwerpunktmäßig auch auf Glyphosat und auf die Glyphosat-Abbauprodukte Glyphosinat und AMPA (Amino-Methyl-Phosphonsäure) untersucht. Bei Glyphosat handelt es sich um die biologisch wirksame Hauptkomponente einiger Breitbandherbizide, die unter anderem im Maisanbau zur Anwendung gelangen.
Die Untersuchungen erfolgen im Rahmen der nach der Trinkwasserverordnung vorgeschriebenen Trinkwasservolluntersuchungen für Wasserversorgungen mit mehr als 100 m³ Tagesabgabe. Unter diese Kategorie fallen landesweit 103 Wasserversorgungen. Bisher wurden 543 Trinkwasserproben auf Glyphosat und auf Glyphosat-Abbauprodukte analysiert, bei 13 Proben konnten Spuren des Herbizids nachgewiesen werden:

Positive Befunde:
Glyphosat:        2    an zwei Stellen (0,018 und 0,024 µg/l)
Glyphosinat:     1     an einer Stelle (0,02 µg/l)
AMPA:           10     an 4 Stellen (Werte von < 0,03  – 0,09 µg/l)

Der Trinkwassergrenzwert für Glyphosat und Glyphosinat beträgt 0,1 µg/l, der Richtwert für AMPA liegt bei 3 µg/l. Die bisherigen Nachweise von Glyphosat und von Glyphosat-Abbauprodukten im Vorarlberger Trinkwasser liegen ausnahmslos unterhalb des Grenz- bzw. Richtwerts.