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Geschlechtsspezifische Bildung

Geschlechtsspezifische Bildung

Berufswahlprozesse

Was das Bildungsniveau betrifft, haben Frauen aufgeholt. In der jüngeren Generation ist es zum Teil sogar höher als jenes der Männer. Von den 1.980 Vorarlberger MaturantInnen des Jahres 2014 waren 60,6 Prozent Frauen und nur 39,4 Prozent Männer. In den höheren Schulen überwiegen die Mädchen. Sowohl in den allgemein bildenden höheren Schulen als auch in den berufsbildenden liegt der Mädchenanteil über 55 Prozent. Deutliche Unterschiede allerdings gibt es bei der Wahl der Fachrichtungen – beginnend bei den Lehrberufen über die berufsbildenden mittleren bis zu den berufsbildenden höheren Schulen. Weit mehr als die Hälfte der Mädchen, die eine weiterführende Schule besuchen, wählt eine typisch weibliche Schulform (in den Bereichen Gesundheit, Soziales, Pädagogik, Tourismus) und mehr als die Hälfte der Burschen wählt eine typisch männliche (gewerblich-technischer Bereich). Allerdings ist in Vorarlberg der Anteil der Mädchen in Höheren technischen und gewerblichen Lehranstalten (im engeren Sinn) höher (19,3 %) als im Österreichdurchschnitt (13,5 %). Die Bildungschancen von SchülerInnen mit nicht deutscher Umgangssprache sind – österreichweit – geringer als jene der SchülerInnnen mit deutscher Umgangssprache. Während von den SchülerInnen mit deutscher Umgangssprache in Vorarlberg 3,8 Prozent keine weiterführende Ausbildung erhalten, sind es von den SchülerInnen mit nicht deutscher Muttersprache 9,6 Prozent (Österreich: 11,2 %). Ein unverhältnismäßig hoher Anteil von SchülerInnen mit nicht deutscher Umgangssprache besucht in Vorarlberg Sonderschulen (37,8 %). 70,1 Prozent der an Vorarlbergs Schulen tätigen Lehrpersonen sind Frauen. Diese geschlechtsspezifische Ungleichheit ist an Landesschulen stärker ausgeprägt als an Bundesschulen.

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