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Gentechnisch veränderte Organismen in der EU-Möglichkeit von nationalen Anbauverboten

Gentechnisch veränderte Organismen in der EU-Möglichkeit von nationalen Anbauverboten

Das bisher in vielen EU-Mitgliedstaaten bestehende Anbauverbot für gentechnisch veränderte Organismen, die auf EU-Ebene zugelassen wurden, wurde im Jahr 2015 durch neu erlassene Regelungen europarechtlich abgesichert und trägt damit den Wünschen von Konsumentinnen bzw. Konsumenten und Landwirtschaft Rechnung.
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Wie war die Zulassung von GVO in der EU ursprünglich geregelt?

Die Richtlinie 2001/18/EG über die absichtliche Freisetzung genetisch veränderter Organismen in die Umwelt regelt das Zulassungsverfahren für das Inverkehrbringen von GVO in der EU. Im Rahmen dieses Verfahrens prüft die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) auf wissenschaftlicher Grundlage, ob mit einem GVO-Produkt Gefahren für Gesundheit oder Umwelt verbunden sind.

Was hat sich durch die Neuregelung für Österreich geändert?

Einige Mitgliedstaaten, darunter auch Österreich, haben schon bisher nationale GVO-Anbauverbote erlassen. Durch die Änderung der Richtlinie 2001/18/EG wurde Rechtssicherheit geschaffen, indem den Mitgliedstaaten die Möglichkeit eingeräumt wird, den Anbau von GVO in ihrem Hoheitsgebiet zu beschränken oder zu untersagen.

Welche Zulassungen in der EU gibt es? Ist Österreich „gentechnikfrei“?

Auf EU-Ebene sind zahlreiche gentechnische veränderte Pflanzen für die Vermarktung sowie für die Verwendung als Lebens- und Futtermittel zugelassen. Die meisten werden in die EU importiert. Im Europäischen GVO-Register findet man alle zum Inverkehrbringen zugelassenen Produkte. Zum Anbau zugelassen sind derzeit nur Mais MON810 ("YieldGard") und Mais T25 ("LibertyLink"). Für beide Produkte bestehen in Österreich Anbauverbote. Zusätzlich bestehen in Österreich Verbote für das Inverkehrbringen von Mais MON863, Raps GT73 und Raps Ms8xRf3.

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