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Fließgewässerüberwachung in Vorarlberg - Landesmonitoring Vorarlberg

Fließgewässerüberwachung in Vorarlberg - Landesmonitoring Vorarlberg

Die Bäche, Flüsse und Seen des Landes Vorarlberg werden regelmäßig überwacht. Physikalisch-chemische und biologische Untersuchungen liefern die Grundlage für wasserwirtschaftliche Fragestellungen und zur Beurteilung des ökologischen und chemischen Zustand von Fließgewässern bzw. Oberflächenwasserkörpern.
Bildrechte: Umweltinstitut / 2016
Entnahme von Proben an Gewässern.
Bildrechte: Umweltinstitut / 2017
Probenahme im Rahmen der Gewässerüberwachung.

Die Bäche, Flüsse und Seen des Landes Vorarlberg werden regelmäßig überwacht. Physikalisch-chemische und biologische Untersuchungen liefern die Grundlage für wasserwirtschaftliche Fragestellungen und zur Beurteilung des ökologischen und chemischen Zustand von Fließgewässern bzw. Oberflächenwasserkörpern.

Die Überwachung der Gewässer nach dem Wasserrechtsgesetz erfolgt in Österreich auf zwei Ebenen.

Die sogenannte überblicksweise und operative Überwachung mit Sonderuntersuchungen der Gewässer mit einem Einzugsgebiet größer 10 km²  erfolgt auf Basis der Gewässerzustandsüberwachungsverordnung (GZÜV – Link Maria) nach Vorgaben des Bundes.

Die investigative Überwachung – die Überwachung für Ermittlungszwecke - ist Aufgabe der Länder und erfolgt durch die Gewässeraufsicht. Sie wird durchgeführt, um z.B. das Ausmaß und die Auswirkungen unbeabsichtigter Verschmutzungen festzustellen oder wenn Gründe für Überschreitungen unbekannt sind. Sie ist Teil des Landesmonitoring Vorarlberg. Das Landesmonitoring Vorarlberg verdichtet durch weitere Messstellen die Informationen aus den Ergebnissen der GZÜV. Es liefert durch ergänzende Untersuchungen  - auch von kleineren Gewässern – auch die Grundlage für wasserwirtschaftliche Fragestellungen. Die Untersuchungen dienen ebenso der Sachverständigenbeurteilung in wasser- oder naturschutzrechtlichen Verhandlungen, wenn es um die Beurteilung des ökologischen und chemischen Zustands der Gewässer geht. Auch Verpflichtungen aus zwischenstaatlichen Vereinbarungen (zB Internationale Gewässerschutzkommission Bodensee, Internationale Regierungskommission Alpenrhein, …) und Sonderfragestellungen werden durch das Landesmonitoring Vorarlberg abgedeckt.

Fließgewässerkontrolle im Land Vorarlberg – lange Tradition

Die regelmäßige Kontrolle der Fließgewässer des Landes erfolgt bereits seit den 1960er Jahren. Das Messnetz für das Landesmonitoring Vorarlberg ist jedoch einem stetigen Wandel unterzogen. Änderungen bei den Belastungseinflüssen und in den gesetzlichen Vorgaben erfordern eine kontinuierliche Anpassung der Messstellen im Land.

Die Positionierung der Messstellen, die Untersuchungshäufigkeit und die Untersuchungsmethodik richten sich bei der Fließgewässerüberwachung nach den Abflussverhältnissen, der Belastungssituation und nach speziellen Wassernutzungsaspekten und Fragestellungen.

Die Untersuchungen sind angepasst an den Intervallen des 6-Jahreszyklus des Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplanes (NGP – Link). Das Messnetz des Landesmonitoring Vorarlberg besteht insgesamt aus rund 250 Messstellen. Die sogenannten Belastungsstellen der Tallagen (dzt. 10) werden fortlaufend monatlich auf allgemein physikalisch-chemische Parameter zur Langzeitdokumentation untersucht. Weitere Messstellen, die sogenannten Radstellen (dzt. ca. 60), werden monatlich über 1 Jahr innerhalb des 6-Jahrezyklus untersucht. Darüber hinaus gibt es weitere Messstellen, die unregelmäßig je nach Erfordernis und zur Verdichtung der Information zumindest 1mal im 6-Jahreszyklus untersucht werden. Weitere Erhebungen finden für spezielle Fragestellungen statt. Durch die flexible Gestaltung des Landesmonitoring Vorarlberg kann bestmöglich auf aktuelle Entwicklungen reagiert werden.

Im Regelfall werden die allgemeinen physikalisch-chemischen Grundparameter erhoben. Für Sonderfragestellungen werden weitere ausgewählte Parameter untersucht.

Biologische Erhebungen auf Basis von Kleinlebewesen (MZB) und Algen (PHB) finden an ca 20 bis 30 Stellen pro Jahr statt.

Der ökologische Zustand und der chemische Zustand eines Fließgewässers bzw. Oberflächenwasserkörpers ergeben sich erst aus der Zusammenschau aller Qualitätselemente und Befunde sowie unter Heranziehung der indikativsten Qualitätskomponenten. Der ökologische und chemische Zustand der Gewässer wird gesamthaft alle 6 Jahre im Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan (dzt. NGP 2015 – Link) dargelegt.

Nachstehend werden die zusammenfassenden Ergebnisse aus den monatlichen physikalisch-chemischen Befunden bzw. biologischen Erhebungen von den untersuchten Messstellen der einzelnen Jahre dargelegt. Die Ergebnisse stellen noch nicht den ökologischen oder chemischen Zustand der Fließgewässer bzw. Oberflächenwasserkörper dar.

Kontaktdaten

Institut für Umwelt und Lebensmittelsicherheit (Umweltinstitut)

Postanschrift: Montfortstraße 4, 6900 Bregenz
Standortanschrift: Montfortstraße 4, 6900 Bregenz
T +43 5574 511 42099
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Weitere Informationen

Gewässerzustandsüberwachung (GZÜV).