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Equine Infektöse Anämie (EIA)

Infektiöse Anämie der Einhufer (EIA)

Bildrechte: Land Vorarlberg
Sperrzone EIA in Lustenau ab 25.6.2019: roter Kreis umfasst die Sperrzone.

Die EIA, infektiöse Anämie der Einhufer (32 KB) ist gemäß § 16 Tierseuchengesetz (6.9 KB) eine anzeigepflichtige Tierseuche. Grundsätzlich ist Österreich frei von infektiöser Anämie, dennoch wurde am 25.6.2019 ein Fall von EIA bei einem Pferd in Vorarlberg vom nationalen Referenzlabor der AGES mittels Coggins-Test bestätigt. Zur Tilgung der Seuche musste die Behörde die Tötung des Pferdes anordnen. Das Pferd wurde am 25.6.2019 euthanasiert. Alle Tierärzte in Vorarlberg wurden seitens der Behörde informiert.

Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch blutsaugende Insekten (va. Bremsen). Das EIA-Virus überdauert auf den Mundwerkzeugen lediglich 30 Minuten bis einige Stunden und wird im Insekt nicht vermehrt.

Die Sperrzone (siehe Karte), dh. ein Verbringungsverbot für alle Einhufer, umfasst das Gebiet im Radius von 1 km. Es dürfen keine Einhufer aus dieser Zone herausgebracht werden und hineingebracht werden. Die Sperre besteht bis alle Pferde und Esel in der Sperrzone mittels amtstierärztlicher Blutuntersuchung zweimal im Abstand von 90 Tagen beprobt worden sind und alle Ergebnisse negativ sind. Die Dauer der Sperre beträgt mindestens 90 Tage.

Da aktuelle Standortdaten von Pferden in Österreich nicht gemeldet werden müssen, liegen den Amtstierärzten dazu keine Informationen vor. Um eine möglichst rasche Aufhebung der Sperre zu ermöglichen, bitten wir alle Pferdehalter in der Sperrzone sich unverzüglich unter der unten angegeben Kontaktdaten zu melden. Die Kosten der Untersuchung werden vom Bund gemäß § 61 lit. d Tierseuchengesetz getragen.

Anmerkung zum Fall in Lustenau: Das euthanasierte Pferd war chronisch infiziert, aber klinisch unauffällig, dh. keine Krankheitssymptome. Der Zeitpunkt der Ansteckung kann nicht ermittelt werden. Die Laborergebnisse des 2. Pferdes im Bestand sind bisher negativ verlaufen.

Menschen und andere Tierarten sind von der Krankheit nicht betroffen, es besteht daher keine Gefährdung für diese.

Kontaktdaten

Veterinärangelegenheiten

Postanschrift: Landhaus, 6901 Bregenz
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Weitere Informationen

Homepage des Bundesministerium (kgv.at):

Homepage der AGES (nationales Referenzlabor):