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Düngung mit Klärschlammkomposten in der Landwirtschaft

Düngung mit Klärschlammkomposten in der Landwirtschaft

Seit Ende der 90er Jahre ist in Vorarlberg das Ausbringen von Klärschlamm nach der Klärschlammverordnung geregelt und nur in Form von qualitativ einwandfreien Klärschlammkomposten zulässig.
Bildrechte: Umweltinstitut/Herbert Heim
Kompostausbringung mit Kompoststreuer
Bildrechte: Umweltinstitut/Monika Humer
Klärschlammkomposthaufen bei der ARA Bregenz
Bildrechte: Umweltinstitut
Klärschlammkompostmiete der ARA Bregenz
Bildrechte: Umweltinstitut/Monika Humer
kompostgedüngter Maisacker
Bildrechte: Umweltinstitut/Monika Humer
Bodenprobenahme mit Pürckhauer-Bohrstock

Im Jahr 2018 wurde in Vorarlberg insgesamt etwa 4.000 m³ Klärschlammkompost als Dünger in der Landwirtschaft eingesetzt. Umgerechnet entspricht das etwa 33.000 kg Phosphat (berechnet als P2O5), welches auf etwa 400 ha Fläche im Rheintal und Walgau ausgebracht wurde. 

Für eine Düngung mit Klärschlammkomposten kommen im Landwirtschaftsbereich nur Flächen in Betracht, für die ein Bodengutachten vorliegt und die auf Grund ihrer Bodeneigenschaften für eine Kompostausbringung geeignet sind. Durch ein Datenverbundsystem, die so genannte Klärschlammbuchhaltung, können fachliche Auswertungen zu ausgebrachten Kompostmengen und Qualitäten getätigt werden.

Schwerpunkt des Klärschlammkontrollberichts 2018 liegt auf den Auswertungen der jährlich vom Umweltinstitut durchgeführten Kontrolluntersuchungen von langjährig mit Klärschlammkompost gedüngten Böden. Im Labor des Umweltinstituts wurden neben Düngeparametern auch anorganische und organische Schadstoffe untersucht und ausgewertet. 

Die Ergebnisse zeigen, dass es auch bei langjährigem Klärschlammkomposteinsatz zu keinen Grenzwertüberschreitungen bei den untersuchten Schwermetallen gekommen ist. Überdurchschnittlich hoch sind jedoch die Gehalte von Mineralölkohlenwasserstoffen (KW-Index) in Oberböden, die langjährig mit Klärschlammkompost gedüngt wurden. Die gemessenen KW-Gehalte lagen zwischen 50 und 170 mg/kg Boden. Sehr hoch sind auch die Phosphatgehalte in Ackerböden. Diese hohen P-Gehalte lassen sich nur durch eine zusätzliche Phosphat-Düngung mit Mineraldüngern erklären. Da die gesetzliche Vorgabe nur dann eine Klärschlammkompostverwendung vorsieht, wenn der Boden einen Phosphordüngerbedarf aufzeigt, sind diese überversorgten Ackerböden nicht mehr für eine Düngung mit Klärschlammkompost geeignet.

Weitere aktuelle Informationen zum Kontrollsystem, zur regionalen Verteilung und zur Qualität der Klärschlammkomposte finden Sie im Klärschlammkompost Bericht 2018.

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