Zurück

Coronavirus: Wirtschaft / Arbeit

Coronavirus: Wirtschaft / Arbeit

Mehr zu den Themen Wirtschaft und arbeitsmarktpolitische Maßnahmen
Bildrechte: © dusanpetkovic1/ stock.adobe.com
Fotomotiv Wirtschaft - Coronavirus

Corona: Umfassende Informationen für Vorarlberger Unternehmerinnen und Unternehmer


Stand 25. Juni 2020
 

NEU: Starthilfe für Gastronomie- und Hotellerie
 

Der Tourismus zählt zu jenen Branchen, die die Corona-Pandemie als eine der ersten getroffen hat und die von den Auswirkungen besonders betroffen ist. Insbesondere in Talschaften und Bergregion sichert der Tourismus in Vorarlberg Arbeitsplätze und ist wirtschaftliche Lebensgrundlage für die Bevölkerung. Infolge pandemiebedingter behördlich angeordneter Betriebsschließungen und der vorzeitigen Beendigung der Wintersaison ist die anlagenintensive Tourismuswirtschaft mit erheblichen Rückgängen der Umsatzerlöse konfrontiert. Gleichzeitig ist das Wiederhochfahren der Tourismuswirtschaft aufgrund der starken Abhängigkeit insbesondere von ausländischen Gästen mit sehr hohen Unsicherheitsfaktoren verbunden. Um existenzbedrohende Liquiditätsengpässe zu vermeiden und Arbeitsplätze zu sichern wird seitens des Landes Vorarlberg als Sofortmaßnahme eine Förderung in Form eines einmaligen direkten Zuschusses in Höhe von 6 Prozent des letztjährigen Umsatzes von März bis Mai zum Wiederhochfahren der Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe bereitgestellt.

Corona-Tourismusförderung Antrag

Corona-Tourismusförderung Richtlinien

Corona-Tourismusförderung FAQ

Corona-Tourismusförderung Kostenaufstellung

 

NEU: Fixkostenzuschuss bis zu 75%


Mit dem Fixkostenzuschuss ersetzt der Staat für maximal drei Monate bis zu 75 Prozent der Fixkosten für Unternehmen, die aufgrund der Corona-Krise einen Umsatzeinbruch erlitten haben. Der Zuschuss ist gestaffelt und abhängig vom Umsatzausfall des Unternehmens. Je härter ein Unternehmen von der Corona-Krise betroffen ist, desto mehr Geld wird ausbezahlt: 

• Bei 40-60% Ausfall: 25% Ersatzleistung

• Bei 60 -80% Ausfall: 50% Ersatzleistung

• Bei 80-100% Ausfall: 75% Ersatzleistung

• Der Vorschuss von bis zu 50% des voraussichtlichen Fixkostenzuschusses kann seit 20. Mai beantragt werden (Auszahlung Ende Mai/Anfang Juni)

• Die zweite Tranche kann ab 19. August beantragt werden – entweder weitere 25 Prozent oder der vollständige Betrag, wenn bereits alle Daten vorhanden sind.
 

Weitere Informationen
 

Richtlinie
 

Hotline des Finanzministeriums für Rückfragen:

050 233 770 von Mo. bis Do. von 7.30 bis 15.30 und am Fr. von 7.30 bis 12 Uhr.


Wir lassen Sie nicht im Stich!


Fünf-Punkte-Plan für Vorarlbergs Weg aus der Corona-Krise


Die Coronakrise stellt neben vielen anderen Lebensbereichen auch die Wirtschaft vor eine nie gekannte Herausforderung. Liquidität gewährleisten, um Arbeitsplätze zu erhalten und Existenzen zu sichern, ist in der gegenwärtigen Situation das Gebot der Stunde. Von der Bundes- und Landesregierung abwärts arbeiten viele Institutionen und Einrichtungen eng abgestimmt mit der Wirtschaftskammer an Lösungen, die den Unternehmen durch diese Krise helfen sollen.

Alle ziehen an einem Strang: Anknüpfend an das vom Bund angekündigte Hilfsprogramm für die österreichische Wirtschaft setzt auch das Land Vorarlberg entsprechende Maßnahmen und stellt aus eigenen Mitteln zusätzlich bis zu 100 Millionen Euro zur Bekämpfung der Coronakrise zur Verfügung. Einrichtungen wie das AMS, die Wirtschaftskammer, die Sozialversicherungen und weitere bieten ihrerseits konkrete Hilfen an. 

Seitens des Wirtschaftsressorts wollen wir Sie bestmöglich unterstützen und haben deshalb unter anderem – neben vielen weiteren Maßnahmen - diese Informations- und Überblicksseite für betroffene Unternehmerinnen und Unternehmer ins Leben gerufen. Wir bedanken uns bei allen, die in diesen herausfordernden Zeiten großes Leisten. Vorarlberg hält zusammen!


Handlungsempfehlung


• Melden Sie sich beim Coronavirus Infopoint der Wirtschaftskammer Vorarlberg (T: +43 5522 305 7755 oder info-corona@wkv.at). Besprechen Sie dort die Möglichkeiten der Hilfsprogramme und Ihre konkreten Fragen zu Arbeitsrecht, Entgeltfortzahlungen, internationalen Lieferketten, etc.

• Prüfen Sie das Corona-Kurzarbeitsmodell des AMS, vermeiden Sie Kündigungen! Das neue Kurzarbeitsmodell bietet gegenüber dem bisherigen Modell wesentlich attraktivere Bedingungen mit dem Ziel, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter trotz der schwierigen Lage weiter in Beschäftigung zu halten.

• Nehmen Sie Kontakt zu Ihrer Hausbank auf. Die Vorarlberger Regionalbanken haben ihrerseits versichert, dass alles unternommen wird, um gemeinsam mit den Kunden, die für die individuelle Situation beste Lösung zu finden. Reden Sie mit Ihrem Vermieter. Auch dort besteht vermutlich Interesse an einem langfristigen Mietverhältnis. Sprechen Sie mit Ihrer Versicherung und fragen nach Stundungsmöglichkeiten.


Überblick über Sofortmaßnahmen


Die Bundesregierung hat ein Hilfspaket von bis zu 38 Milliarden Euro beschlossen, um massenhafte Arbeitslosigkeit in unserem Land sowie die Zahlungsunfähigkeit von Unternehmen zu verhindern. Das Land Vorarlberg stellt ebenfalls bis zu 100 Millionen Euro für ein auf den Bund abgestimmtes Maßnahmenpaket zur Verfügung. Viele Menschen arbeiten derzeit mit Hochdruck an der Ausarbeitung und Umsetzung der angekündigten Maßnahmen, um die von Ihnen benötigte Hilfe rasch und unbürokratisch zur Verfügung stellen zu können. Wir werden diese Seite daher fortlaufend mit neuen Informationen und Details ergänzen.


1. Liquidität erhalten


Durch den abrupten Einbruch von Aufträgen, Betriebsschließungen u.ä. fehlt es an liquiden Mitteln, auch wenn das Unternehmen grundsätzlich gesund ist. In dieser Situation gilt es, rasch und unkompliziert Liquidität zur Verfügung zu stellen, um den Fortbestand des Unternehmens zu ermöglichen, die Auszahlung von Löhnen sicherzustellen, uvm. Im Folgenden werden Maßnahmen von verschiedenen Institutionen und Partnern aufgelistet, welche dieses Ziel unterstützen. 
 

Finanzamt


• Herabsetzung der Einkommen-/Körperschaftsteuervorauszahlungen: Um die Liquidität der Unternehmen zu verbessern, können die Vorauszahlungen für die Einkommens- oder Körperschaftsteuer bis auf null herabgesetzt werden. Ergibt sich daraus für das Jahr 2020 eine Nachforderung, werden Anspruchszinsen (Nachforderungszinsen) automatisch nicht erhoben.

• Zahlungserleichterungen (Stundung oder Ratenzahlung): Der Zeitpunkt der Entrichtung von Abgaben kann bis 30. September 2020 hinausgeschoben werden (Stundung) oder es kann die Entrichtung in Raten bis 30. September 2020 beantragt werden.

• Nichtfestsetzung von bereits festgesetzten Säumniszuschlägen: Wurde für eine nicht fristgerecht entrichtete Abgabe ein Säumniszuschlag festgesetzt, können betroffene Unternehmen beantragen, dass dieser storniert wird.

• Fristerstreckung für die Abgabe von Jahressteuererklärungen für 2019: Für die Jahressteuererklärungen 2019 Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Umsatzsteuer und Feststellung der Einkünfte (§ 188 BAO) wird die Frist allgemein bis 31. August 2020 erstreckt.

• Nichtfestsetzung von Verspätungszuschlägen: Zinsen für nicht fristgerecht abgegebene Erklärungen werden bis zum 31. August 2020 automatisch nicht verhängt.

• Zoll/Verbrauchsteuern/Altlastenbeitrag: Diese Regelungen gelten auch für die Einhebung der Verbrauchsteuern und des Altlastenbeitrags. Auch im Bereich des Zolls werden Stundungszinsen und Säumniszuschläge bei konkreter Betroffenheit auf einen Betrag bis zu Null Euro herabgesetzt bzw. nicht festgesetzt. Entsprechende Anträge werden von den Zollämtern sofort bearbeitet.

Mehr Informationen und Antragstellung

 

Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen (SVS)


• Alle SVS-Versicherten, die durch den Corona-Virus mit finanziellen Einbußen rechnen oder durch Erkrankung bzw. Quarantäne betroffen sind, erhalten von der SVS Unterstützungen.

• Stundung der Beiträge, Ratenzahlung der Beiträge, Herabsetzung der vorläufigen Beitragsgrundlage, gänzliche bzw. teilweise Nachsicht der Verzugszinsen

• Mehr Informationen und Antragstellung

 

Österreichische Gesundheitskasse
 

Stundungen für Beitragszeiträume Februar, März und April 2020:

• Für Betriebe, die von der „Schließungsverordnung“ oder einem Betretungsverbot nach dem Epidemiegesetz betroffen sind, erfolgt eine automatische Stundung der Beiträge.

• Sonstige Betriebe mit coronabedingten Liquiditätsproblemen können bei der ÖGK um Stundung ansuchen.

• Für die Dauer der Stundung fallen keine Verzugszinsen an.

• Die gestundeten Beiträge sind bis spätestens 15.1.2021 an die Österreichische Gesundheitskasse zu überweisen.

Stundungen für Beitragszeiträume Mai, Juni und Juli 2020:

• Ist es wegen der Coronavirus-Pandemie aus Gründen der Unternehmensliquidität nicht möglich, die fälligen Beiträge für die Beitragszeiträume Mai, Juni und Juli 2020 zu entrichten, gewährt die ÖGK auf Antrag des Dienstgebers eine Stundung bis Ende August 2020.

• Im Anschluss daran kann, sofern coronabedingt notwendig, eine Ratenzahlung vereinbart werden. Ratenzahlungen sind dabei bis längstens Dezember 2021 möglich. Dabei fallen Verzugszinsen an.

Aussetzen der Einbringungsmaßnahmen in den Monaten März, April und Mai 2020:

• In diesen Monaten erfolgen generell keine Einbringungsmaßnahmen wie Exekutionsanträge, etc.

• Es werden keine Insolvenzanträge gestellt.

• Für coronabedingt verspätete Beitragsgrundlagenmeldungen werden keine Säumniszuschläge vorgeschrieben.


• Mehr Informationen und Antragstellung

 

Gemeindeabgaben


•Aussetzung der Einbringung sofern der Abgabepflichtige glaubhaft machen kann, dass er von einem Liquiditätsengpass betroffen ist, der konkret auf den SARS-CoV-2-Virus zurückzuführen ist.

•Auf die Aussetzung der Einbringung als behördeninterne Maßnahme besteht kein Rechtsanspruch und sie kann auch nicht formell beantragt werden. Die Gemeinde kann der Anregung jedoch formlos (kein Bescheid) zustimmen, wodurch die gewünschte Zahlungserleichterung eintritt.

•Im Gegensatz zu Stundungen oder Ratenzahlungen fallen dabei auch keine Stundungszinsen in Höhe von 6% an.

•Vorgehensweise:

1) Die Abgabe betragsmäßig erklären. D.h., dass der Gemeinde die Höhe der Abgabe innerhalb der normalen Frist/Fälligkeit mitzuteilen ist

2) Mit der Erklärung ist die Aussetzung der Einbringung bis zu einem bestimmten Zeitpunkt anzuregen und dabei glaubhaft zu machen, dass das Unternehmen von einem durch den SARS-CoV-2-Virus bedingten Liquiditätsengpass betroffen ist.

• Mehr Informationen und Antragstellung

 

Wirtschaftskammer


• Die Grundumlagen werden den Kammermitgliedern für das Jahr 2020 bis auf Weiteres nicht vorgeschrieben. Bereits erfolgte Vorschreibungen für das Jahr 2020 sind als gegenstandslos zu betrachten.

• Darüber hinaus besteht im Falle einer wirtschaftlichen Notlage aufgrund der Corona-Krise die Möglichkeit, eine Stundung bzw. eine Ratenzahlung der Steuern - darunter auch die Kammerumlage 1 und Kammerumlage 2 - zu beantragen.

• Mehr Informationen

 

Versicherungen


• Unternehmen und Privatpersonen, die von der Coronakrise betroffen sind, wird empfohlen, mit ihrer Versicherung in Kontakt zu treten und sich nach Stundungsmöglichkeiten zu erkundigen oder bei Vorliegen einer Betriebsunterbrechungsversicherung die daraus resultierenden Möglichkeiten. Vorarlberger Versicherungen wie die VLV, die Wälderversicherung oder die Walserversicherung haben darüber hinaus angekündigt, trotz Stundung, die in Kulanz bis zum 31.12.2020 möglich ist, weiterhin eine volle Aufrechterhaltung des Versicherungsschutzes zu gewährleisten.

 

Hausbank


• Von der Coronakrise in Mitleidenschaft gezogenen Privatpersonen und Unternehmen wird zudem empfohlen, mit Ihrer Hausbank in Verbindung zu treten und sich nach Stundungsmöglichkeiten oder Überbrückungskrediten zu informieren. In Gesprächen mit der Landesregierung haben die Vorarlberger Regionalbanken ihrerseits versichert, dass alles unternommen wird, um gemeinsam mit den Kunden, die für die individuelle Situation beste Lösung zu finden, insbesondere auch was Wohnbaukredite betrifft.  Eine am 3. April im Nationalrat beschlossene Gesetzesnovelle brachte zudem ein dreimonatiges Schuldenmoratorium für private Kreditnehmer und Kleinstunternehmen, sofern der Kredit vor dem 15. März 2020 aufgenommen wurde und dem Kreditnehmer durch Corona-bedingte Einkommensausfälle eine Rückzahlung nicht zumutbar ist. Bis Ende Juni fällige Zahlungen (Kreditraten, Zinsen, Tilgungen) werden damit gestundet.

 

Wohnbauförderung


Das Land Vorarlberg gewährt auf Antrag eine Stundung der Wohnbauförderungsrückzahlung für drei Monate. Eine Verlängerung der Stundung auf weitere drei Monate ist bei Bedarf ebenfalls möglich.

 

Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft (aws)


• Besicherung von Überbrückungsfinanzierungen der Hausbanken mit staatlichen Haftungen zwischen 80 und 100 Prozent und der teilweisen Kostenübernahme der einmaligen Bearbeitungsgebühr und der Haftungsprovision.

• Verwendungszweck: Stärkung der Liquidität in Form von Betriebsmittelkrediten für Kosten im Zusammenhang mit der „Corona-Krise“ und Stundung von bestehenden Finanzierungen.

• Unterstützt werden: gewerbliche und industrielle KMU nach EU-Definition, EPU, alle freien Berufe, neue Selbstständige sowie Betriebe in den Bereichen Landwirtschaft, Fischerei und Aquakultur

• Für Unternehmen des Fischerei- und Aquakultursektors beträgt die Obergrenze des Kredites 120.000 Euro, für Unternehmen der landwirtschaftlichen Urproduktion 100.000 Euro.

• Nicht antragsberechtigt sind KMU der Tourismus- und Freizeitwirtschaft mit einem Kreditbedarf bis 1,5 Mio Euro (hier ist die ÖHT zuständig) sowie Großbetriebe (hier ist die OeKB zuständig)

• Anträge können nur über Banken eingereicht werden. Einlangende, vollständige Garantieanträge werden in einem Schnellverfahren genehmigt.

• Drei Garantievarianten sind möglich, die Laufzeit für alle drei beträgt 5 Jahre.

Mehr Informationen


Garantiquote 80% (bisher angebotenes Garantiemodell):

• Maximaler Kreditrahmen bis zu 1,5 Mio. Euro 

• Zinssatzobergrenze: variabel

• aws Garantieentgelt: keines

• Nicht garantiefähig: Unternehmen, für die ein Reorganisationsbedarf (URG-Kriterien) und/oder für die ein Insolvenztatbestand vorliegt

• Weitere Voraussetzung: Ausreichender de-Minimis-Rahmen ist verfügbar


Garantiquote 90%:

• Maximaler Kreditrahmen bis zu 27,7 Mio. Euro

• Zinssatzobergrenze: 1 % p.a. fix

• aws Garantieentgelt: 0,25 – 1 % (lt. temporären EU-beihilfenrechtlichen Bedingungen)

• Ausgenommen: Unternehmen in Schwierigkeiten nach EU-Definition

• Besonderheit: kann mit Kleinkredit-Variante, Garantiequote 100 % kombiniert werden.


Garantiquote 100%:

• Maximaler Kreditrahmen bis zu 500.000 Euro

• Zinssatzobergrenze: 0% p.a für die ersten zwei Jahre, danach 3-Monats-Euribor + 0,75 %.; tilgungsfrei bis 1.1.2021

• aws Garantieentgelt: keines

• Ausgenommen: Unternehmen in Schwierigkeiten nach EU-Definition

• Besonderheit: kann mit Basis-Variante, Garantiequote 90 % kombiniert werden.

 

Österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT)


• Besicherung von Überbrückungsfinanzierungen der Hausbanken mit staatlichen Haftungen zwischen 80 und 100 Prozent und der teilweisen Kostenübernahme der einmaligen Bearbeitungsgebühr und der Haftungsprovision.

• Die Garantien dienen zur Besicherung von Krediten zur Sicherstellung der Liquidität und zur Aufrechterhaltung des Betriebs.

• Antragsberechtigt sind Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) der Tourismus- und Freizeitwirtschaft mit einem Kreditbedarf bis 4,4 Mio Euro. Ist der Kreditbedarf höher oder das Unternehmen ein Großbetrieb, sind das aws bzw. die OeKB für die Abwicklung zuständig.

• Voraussetzung für die Übernahme einer Haftung für einen Überbrückungskredit ist ein erwarteter Rückgang der Umsatzerlöse von mindestens 15% im Vergleich zum Vorjahr.

• Die Antragstellung erfolgt über die Hausbank über das ÖHT-Onlineportal.

Mehr Informationen


Garantiquote 80% (bisher angebotenes Garantiemodell):

• Maximaler Kreditrahmen 1,5 Mio. Euro

• Garantiefähig sind Kredite von Kreditinstituten

• Garantielaufzeit: max. 5 Jahre

• Zinssatz maximal 2%

• Bearbeitungsgebühr und Haftungsprovision werden bis zu einer Haftungssumme von EUR 400.000 nicht in Rechnung gestellt

• Sicherheiten: Für ÖHT keine, für 20%iges Bankenrisiko nach Möglichkeit

• Einreichung bis spätestens 15. Dezember 2020


Garantiquote 90%:

• Maximaler Kreditrahmen: EUR 4,4 Mio.

• Garantiefähig sind Kredite für alle Unternehmen der Tourismus- und Freizeitwirtschaft, die zum 31. Dezember 2019 nicht als „Unternehmen in Schwierigkeiten“ gemäß EU-Definition gegolten haben

• Garantielaufzeit: max. 5 Jahre (Laufzeit der Überbrückungsfinanzierung ohne Vorgabe)

• Zinssatzobergrenze für den Bankkredit: 1% p.a.

• Bearbeitungsgebühr wird dem Förderungsnehmer nicht in Rechnung gestellt; Haftungsprovision laufzeitabhängig zwischen 0,25% und 1%

• Keine Sicherheiten

• Einreichung über die Hausbank bis spätestens 15. Dezember 2020


Garantiquote 100%:

• Maximaler Kreditrahmen: 500.000 Euro

• Garantiefähig sind Kredite für alle Unternehmen der Tourismus- und Freizeitwirtschaft, die zum 31. Dezember 2019 nicht als „Unternehmen in Schwierigkeiten“ gemäß EU-Definition gegolten haben

• Garantielaufzeit: max. 5 Jahre (Laufzeit der Überbrückungsfinanzierung ohne Vorgabe)

• Zinssatzobergrenze: 0% p.a für die ersten zwei Jahre, danach 3-Monats-Euribor + 0,75 %.

• Keine Sicherheiten

• Bearbeitungsgebühr und Haftungsprovision werden nicht in Rechnung gestellt

• Einreichung über die Hausbank bis 15. Dezember 2020


Tilgungsaussetzung für bestehende Kredite:

• In Ergänzung zu den von der Bundesregierung gesetzten Maßnahmen bietet die ÖHT ihren Kunden eine Tilgungsaussetzung der TOP-Tourismus-Kredite für das gesamte Jahr 2020 an.

 

Österreichischen Kontrollbank


Garantiquote 90%:

• Antragsberechtigt: Großunternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern oder einem Jahresumsatz von mehr als 50 Millionen Euro und einer Bilanzsumme von über 43 Millionen Euro.

• Voraussetzung: kein Insolvenzverfahren anhängig und keine gesetzlichen Voraussetzungen für die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens erfüllt

• Die Kredithöhe orientiert sich am tatsächlichen Liquiditätsbedarf und ist in der Höhe des Zweifachen der jährlichen Lohnsumme des Unternehmens oder 25 Prozent des Jahresumsatzes gedeckelt. Dabei wird für die Beurteilung der jeweils höhere Betrag herangezogen. Alternativ gilt ein Limit der Kreditsumme von 120 Millionen Euro.

• Zinssatzobergrenze: maximal 1%

• Laufzeit: maximal 5 Jahre

• Das Garantieentgelt ist abhängig von der Laufzeit: 50 bp für das erste Jahr, 100 bp für das zweite und dritte Jahr, 200 bp für das vierte und fünfte Jahr

• Einreichung über die Hausbank

Mehr Informationen


Covid-19 Kontrollbank-Refinanzierungsrahmen

• Betrifft alle Exportunternehmen

• Voraussetzung ist neben einer bestehenden Exporttätigkeit der Nachweis, dass das Unternehmen bis zum Start der COVID-19-Auswirkungen in Österreich wirtschaftlich gesund war.

• Es können Kreditrahmen in Höhe von 10 Prozent (Großunternehmen) bzw. 15 Prozent (Klein- und Mittelunternehmen) des Exportumsatzes bei der OeKB beantragt werden. Der Bund ist bereit, je nach Bonität Haftungen für 50 bis 70 Prozent dieser Kredite zu übernehmen.

• Die primären Ziele sind die Liquidität der Exportunternehmen sicherzustellen und Arbeitsplätze zu sichern.

• Die Höchstgrenze liegt pro Kunde bei 60 Millionen Euro.

• Die Finanzierungen sind vorerst auf zwei Jahre befristet mit der Möglichkeit, diese zu verlängern.

• Das Wechselbürgschaftsentgelt beträgt 0,3 % p.a. des ausgenützten Betrags für den Teil, soweit die Hausbank das Insolvenzrisiko trägt, sowie 0,6 % p.a. für den Teil, für den der Bund das Risiko trägt. Die Finanzierung erfolgt über den KRR mit dem aktuellen Zinssatz (zurzeit 0,5 %).

• Anträge hierfür können über die jeweilige Hausbank des Exporteurs eingereicht werden.
 

Mehr Informationen

 

2. Arbeitsplätze sichern


Kurzarbeit vor Kündigung. Durch das neue Kurzarbeitsmodell wurde eine attraktive Möglichkeit geschaffen, damit keine krisenbedingte Freisetzung von Arbeitskräften erfolgen muss.

 

COVID-19-Kurzarbeitsmodell


• Bei betriebswirtschaftlicher Notwendigkeit kann auf Basis einer Sozialpartnervereinbarung eine Kürzung der Arbeitszeit von 10 - 90% beantragt werden. Im Durchrechnungszeitraum kann diese sogar phasenweise auf 0% gesenkt werden.

• Der entstandene Entgeltausfall wird durch das AMS in Form einer Kurzarbeitsbeihilfe so ausgeglichen, dass sich ein Nettogehalt von 80 - 90%, gestaffelt nach Einkommenshöhe, ergibt. Ebenfalls ersetzt werden dem Arbeitgeber die anteiligen Arbeitgeber-Sozialversicherungsbeiträge bereits ab dem ersten Monat.

• Schnelle Bearbeitung: Die Sozialpartner haben zugesagt, ab Abschluss der Gespräche auf betrieblicher Ebene (Vorliegen einer unterschriftsreifen Betriebsvereinbarung/Einzelvereinbarung) eine Sozialpartnervereinbarung innerhalb von 48 Stunden zu ermöglichen.

• Förderdauer: Zunächst drei Monate, bei Bedarf kann das Modell um weitere drei Monate verlängert werden.

• Die Auszahlung der Kurzarbeitsbeihilfe erfolgt im Nachhinein pro Kalendermonat nach Vorlage und Prüfung der Teilabrechnung. Die Möglichkeit einer kurzfristigen Zwischenfinanzierung der Löhne und Gehälter in einer wirtschaftlichen Notlage und bei Vorliegen des AMS-Bescheids wurde als Vorarlberger Lösung von heimischen Regionalbanken in Kulanz bereits angekündigt und soll verhindern, dass das Unternehmen mit Zahlungsschwierigkeiten in Vorleistung gehen müssen. Inzwischen wurde dazu auch eine bundesweite Lösung erreicht.

• Vor Beginn der Kurzarbeit sind Alturlaube und Zeitguthaben zur Gänze zu konsumieren.

• Der Beschäftigtenstand muss während der Kurzarbeit und mindestens 1 Monat darüber hinaus aufrechterhalten werden. 

• Ab dem 1. Juni 2020 ist eine rückwirkende Erstbegehrensstellung nicht mehr möglich.

• Mehr Informationen und Antragstellung

 

3. Härtefälle abfedern


Gerade für EPUs und Kleinstunternehmen ist die Übernahme von Krediten oder Haftungen nicht immer das geeignete Mittel. Häufig wird auch eine rasche Überbrückung für Akutsituationen benötigt, um grundlegende Bedürfnisse abdecken zu können. Dies soll über den Härtefallfonds des Bundes passieren.

Ergänzend dazu gibt es im Schulterschluss mit den Sozialpartnern einen Vorarlberger Soforthilfefonds (COVID-19 Unterstützungsfonds), welcher zusätzlich Härtefälle abfedern soll und auf besondere Situationen Rücksicht nimmt. Wer zu dieser Förderung weitere liquide Mittel benötigt, soll möglichst einfach und unkompliziert Mikrokredite erhalten. Dabei handelt es sich um ein Modell, welches ebenfalls von den Sozialpartnern, den Vorarlberger Banken sowie der Landesregierung getragen wird.

Härtefallfonds


• Beim Härtefall-Fonds wird auf den Unternehmer bzw. die Unternehmerin abgestellt. Er unterstützt also insbesondere Selbständige, die jetzt keine oder erheblich weniger Umsätze haben, bei der Bestreitung ihrer Lebenshaltungskosten.

• Antragsberechtigt sind folgende Gruppen: Ein-Personen-Unternehmer, Kleinstunternehmer (die weniger als 10 Vollzeit-Äquivalente beschäftigen), Erwerbstätige Gesellschafter (die nach GSVG/FSVG pflichtversichert sind), Neue Selbständige (wie z.B. Vortragende und Künstler, Journalisten, Psychotherapeuten), Freie Dienstnehmer (wie Trainer oder Vortragende), Freie Berufe (z.B. im Gesundheitsbereich)

• Die Antragstellung für land- und forstwirtschaftliche Betriebe sowie Non-Profit-Organisationen aus dem Härtefall-Fonds erfolgt anhand eigener Förderrichtlinien.

• Abgewickelt durch die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) im Auftrag des Bundes

Der Härtefall-Fonds bringt einen Zuschuss, der auch später nicht zurückgezahlt werden muss und besteht aus zwei Phasen:

• Phase 1 (abgeschlossen) – Soforthilfe bis zu 1.000 Euro

• Phase 2 – ursprünglich Zuschuss von max. 2.000 Euro pro Monat auf maximal 3 Monate (abzüglich 1.000 Euro, sofern bereits in Phase 1 bezogen). Nachträglich wurde der Kreis der Anspruchsberechtigten in der zweiten Phase weiter ausgeweitet, damit auch Mehrfachversicherte, Jungunternehmer, die erst 2020 gegründet haben und Unternehmer, die die Einkommenskriterien bisher nicht erfüllten, anspruchsberechtigt sind. Die Mindestauszahlung wurde zudem auf 500 Euro erhöht. Eine Antragstellung für Phase 2 ist seit 20. April möglich.

Mit der neuen Richtlinie des BMF vom 27. Mai 2020 wurden schließlich weitere, wesentlichen Verbesserungen für Phase 2 umgesetzt:

• Die Förderdauer wird von drei auf sechs Monate erhöht und der Betrachtungszeitraum wird bis Mitte Dezember ausgedehnt. Somit werden bei Erfüllung der Voraussetzungen bis zu sechs Monate lang zwischen 500 und 2000 Euro ausbezahlt.

• Förderhöhe wird durch einen Comeback-Bonus weiter erhöht (500 Euro pro Bezugsmonat, bei sechsmonatigem Bezug also maximal 3000 Euro zusätzlich zur Basisförderung)

• Geringfügig unternehmerisch tätige Pensionisten künftig antragsberechtig (SV aus eigener beruflicher Tätigkeit nicht mehr Voraussetzung)
 

Mehr Informationen und Antragstellung

 

Vorarlberg-Soforthilfefonds


• Der Vorarlberg-Soforthilfefonds richtet sich an jene Personen und Unternehmen, die beim Härtefallfonds des Bundes aufgrund der dort geltenden Bestimmungen nicht berücksichtigt werden oder die sich trotzdem weiterhin in einer existentiellen Notlage befinden.

• Arbeitnehmer:

Antragsberechtigt sind etwa Arbeitnehmer mit gravierenden Einkommenseinbußen, die coronabedingt nach dem 15. März dieses Jahres eingetreten sind. Für sie sind pro Einzelpersonen für drei Monate Unterstützungsgelder in Höhe von bis zu 750 Euro (250 Euro pro Monat) vorgesehen. Für Paare können bis zu 350 Euro pro Monat zur Auszahlung kommen, für jedes im gemeinsamen Haushalt lebende Kind noch einmal 50 Euro. Die Förderabwicklung erfolgt über die Arbeiterkammer Vorarlberg (www.ak-vorarlberg.at), die in Absprache mit der Abteilung Wohnbauförderung des Landes zudem den temporären Anspruch auf Wohnbeihilfe prüft und für diesen Zeitraum abwickelt.

• Arbeitgeber:

Unternehmer sind dazu angehalten, zuerst die Mittel aus dem Härtefonds des Bundes zu beantragen. Wenn trotz dieser Unterstützung weiterhin eine existenzielle Notlage besteht, können Mittel aus dem Soforthilfefonds angefragt werden. Diese Anträge sind an die Wirtschaftskammer zu richten. Bei dieser werden die eingereichten Anträge anschließend von einer Kommission in Einzelfallbetrachtung bearbeitet.

Infos dazu:
Richtlinien Soforthilfefonds Arbeitnehmer
Richtlinien Soforthilfefonds Unternehmen
Antrag Soforthilfefonds Unternehmen

 

Kleinkredite für ArbeitnehmerInnen


Das Land Vorarlberg übernimmt gemeinsam mit der Arbeiterkammer Vorarlberg die Haftung für Kleinkredite für Personen, welche die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme des Härtefonds für Vorarlberger ArbeitnehmerInnen und ihre Familien erfüllen und im Rahmen dieser Maßnahme einen Kleinkredit beantragen. 

Förderungsgegenstand und Finanzierung: Der Antrag auf Garantieübernahme ist über die kreditgewährende Hausbank (bestehendes Gehaltskonto ist Voraussetzung) beim Amt der Vorarlberger Landesregierung einzureichen. Die Arbeiterkammer übermittelt die Bestätigung über die Förderfähigkeit an die Hausbank. Diese gewährt dann den Kredit, das Land Vorarlberg übernimmt dann die Haftung für diesen Kredit. Nähere Informationen erhalten Sie bei ua Link:

https://vbg.arbeiterkammer.at/ueberuns/kontakt/Formulare/Haertefonds_neu.html

Gewährt werden Haftungen zu Kleinkrediten bis zur Höhe von max. € 5.000. Die Haftung wird zu je 40% von Land und der Arbeiterkammer getragen. Die Laufzeit der Kredite beträgt max. 36 Monate (davon max. 6 Monate tilgungsfrei).  Voraussetzung für die Gewährung der Haftung des Landes ist, dass die Bank die Haftung für die restlichen 20 % des Kredites übernimmt und sich der Zinssatz für den Kredit auf max. 1,50 % p.a. beläuft.

Anträge können ab sofort gestellt werden. Infos dazu: Richtlinie Kleinkredite

Weitere Kontaktinformationen
Jürgen De Costa
Amt der Vorarlberger Landesregierung
Landhaus A-6901 Bregenz
T +43 5574 511 26112
F +43 5574 511 926195
juergen.decosta@vorarlberg.at

 

Mikrokredite zur Sicherung der Liquidität


Gerade Einpersonenunternehmen (EPU) und Kleinstbetriebe sind von der Corona-Krise stark betroffen. Neben dem Härtefallfonds des Bundes, der Unternehmen mit Einmalzuschüssen unterstützt, sorgen Land und Wirtschaftskammer Vorarlberg mit Haftungen für Mikrokredite für zusätzliche Liquidität.

Förderbar sind EPU´s, Kleinstunternehmen bis max. 9 Mitarbeiter, neue Selbstständige und freiberuflich Tätige, deren Betriebsstätte sich in Vorarlberg befindet.

Gewährt werden Haftungen zu Mikrokrediten bis zur Höhe von jeweils max. 10.000 Euro für Unternehmen. Die Haftung für diese Kredite wird zu je 40 Prozent von Land und Wirtschaftskammer getragen. Die Laufzeit der Kredite beträgt max. 36 Monate (davon max. 6 Monate tilgungsfrei).  Voraussetzung für die Gewährung der Haftung des Landes ist, dass die Bank die Haftung für die restlichen 20 % des Kredites übernimmt und sich der Zinssatz für den Kredit auf max. 1,50 % p.a. beläuft.

Unternehmen können Anträge ab sofort und ausschließlich über die Vorarlberger Regionalbanken (BTV, Hypo, Raiffeisen, Sparkassen, Volksbank) gestellt werden. Informationen dazu:
 

Corona_Antrag_Unternehmen_Mikrokredit.pdf (0.13 MB)
Corona_Richtlinie_Unternehmen_Mikrokredit_02042020.pdf (0.11 MB)
 

Weitere Kontaktinformationen
Jürgen De Costa
Amt der Vorarlberger Landesregierung
Landhaus A-6901 Bregenz
T +43 5574 511 26112
F +43 5574 511 926195
juergen.decosta@vorarlberg.at

 

4. Betriebe absichern


Der mit 15 Mrd. Euro dotierte Corona-Hilfs-Fonds soll mit einer Mischung aus Krediten und Zuschüssen für Unternehmen, deren Umsätze plötzlich wegbrechen, Liquidität in Unternehmen sichern.
 

Corona-Hilfs-Fonds


Geschaffen für Unternehmen und Branchen, die durch Maßnahmen wie Betretungsverbote, Reisebeschränkungen oder Versammlungsbeschränkungen besonders betroffen sind oder/und in Folge der Corona Krise mit großen Umsatzeinbußen und der Gefährdung ihrer Geschäftsgrundlage konfrontiert sind. Der Corona-Hilfs-Fonds besteht aus Kreditgarantien der Republik sowie aus dem Fixkostenzuschuss des Bundes.


1. Garantie der Republik mit bis zu 100% Haftung für die Kreditsumme:


Mit den Garantien sollen Betriebsmittelkredite von Banken an Unternehmen mit bis zu 120 Millionen Euro besichert werden. Die Laufzeit beträgt maximal 5 Jahre, der Kreditzinssatz höchstens 1 Prozent. Die Garantieentgelte bewegen sich je nach Größe des Unternehmens, Laufzeit der Haftung und Garantiehöhe zwischen 0 und 2 Prozent. Voraussetzung für die Beantragung der Garantie ist eine Geschäftstätigkeit und ein entsprechender Liquiditätsbedarf in Österreich, zudem dürfen nur stark begrenzte Boni an Vorstände ausgeschüttet und keine Dividendenzahlungen von 16.3.2020 – 16.3.2021 aus dieser Liquiditätshilfe getätigt werden. Ansprechpartner für die Unternehmen ist die Hausbank, diese kümmert sich in weiterer Folge um die Abwicklung. Je nach Unternehmen wird der Antrag dann an die Oesterreichische Kontrollbank (Großunternehmen), an die Austria Wirtschaftsservice GmbH (Klein- und Mittelbetriebe) oder an die Österreichische Hotel- und Tourismusbank GmbH (Tourismusunternehmen) weitergeleitet, die ihr bisheriges Haftungsangebot entsprechend erweitern. Über diese drei Förderstellen werden von der neugegründeten COFAG (Covid-19 Finanzierungsagentur) Kreditgarantien für von Banken an Unternehmen vergebene Kredite ausgestellt. Näheres zu den Angeboten unter Punkt 1 „Liquidität sichern“.
 

2. Fixkostenzuschuss

•Steuerfreier, nicht rückzahlbarer Zuschuss zu den angefallenen Betriebskosten
•Gestaffelt nach der Höhe des Umsatzausfalls: 25 Prozent Fixkostenzuschuss (max. 30 Mio) bei Umsatzausfall von 40 bis 60 Prozent, 50 Prozent Fixkostenzuschuss (max. 60 Mio) bei Umsatzausfall von über 60 bis 80 Prozent, 75 Prozent Fixkostenzuschuss (max. 90 Mio) bei Umsatzausfall von über 80 bis 100 Prozent
•kann für bis zu 3 zusammenhängende Monate geltend gemacht werden
•Abrechenbare Fixkosten sind beispielsweise Geschäftsraummieten und Pacht, betriebliche Versicherungsprämien, Zinsaufwendungen, Zahlungen für Strom / Gas / Telekommunikation, etc., aber auch Wertverlust von verderblicher oder saisonaler Ware, sofern diese aufgrund der COVID-19-Krise mindestens 50% des Wertes verliert.
•Ausgeschlossen sind Unternehmen mit aggressiver Steuerplanung und über die rechtskräftig eine Finanzstrafe verhängt wurde sowie Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeiter, die im Betrachtungszeitraum mehr als 3 % der Mitarbeiter gekündigt haben, statt die Kurzarbeit in Anspruch zu nehmen (Eine Ausnahme kann auf begründeten Antrag gewährt werden)
•Das Unternehmen darf sich außerdem am 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gemäß EU-Definition befunden haben.
•Bisherige Unterstützungen von Gebietskörperschaften im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise werden mit dem Fixkostenzuschuss gegengerechnet. Dies gilt auch für etwaige Entschädigungen nach dem Epidemiegesetz. Ausgenommen davon sind nur Zahlungen aus den Härtefallfonds. Zahlungen im Zusammenhang mit Kurzarbeit sind ebenfalls nicht in Abzug zu bringen.
•Die Förderung wird in drei Tranchen ausgezahlt, bei ausreichender Dokumentation aus dem Rechnungswesen in zwei Tranchen. Die erste Tranche kann ab sofort über FinanzOnline beantragt werden.
•Die Auszahlung des Fixkostenzuschusses muss spätestens bis 31. August 2021 beantragt werden.

Weitere Informationen

Fixkostenzuschuss-Richtlinie

 

Beratungszuschuss


Für Unternehmen gibt es zudem ein Beratungsangebot durch einen von der Wirtschaftskammer Vorarlberg namhaft gemachten Unternehmensberater. Dieses vom Land Vorarlberg und der Wirtschaftskammer zu gleichen Teilen getragene Angebot umfasst acht Stunden Beratung durch einen Experten und inkludiert eine Analyse, die Erstberatung und die Erarbeitung von individuellen Lösungsvorschlägen für Unternehmen in Schieflage. Darauf aufbauend werden zudem die passenden Unterstützungsmaßnahmen abgeklärt. Weitere Beratungen werden bis zu einem Ausmaß von 20 Stunden mit 50 Prozent, unterstützt.

Weitere Informationen

 

Tourismus-Sonderförderung des Landes Vorarlberg


Infolge pandemiebedingter behördlich angeordneter Betriebsschließungen und der vorzeitigen Beendigung der Wintersaison ist die Tourismuswirtschaft mit erheblichen Rückgängen der Umsatzerlöse konfrontiert. Gleichzeitig ist das Wiederhochfahren der Tourismuswirtschaft aufgrund der starken Abhängigkeit insbesondere von ausländischen Gästen mit sehr hohen Unsicherheitsfaktoren verbunden. Um existenzbedrohende Liquiditätsengpässe zu vermeiden und Arbeitsplätze zu sichern, wird deshalb seitens des Landes Vorarlberg als Sofortmaßnahme eine Förderung in Form eines einmaligen direkten Zuschusses zum Wiederhochfahren der Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe bereitgestellt.

•Basis für die Berechnung der Förderung ist der erzielte Umsatz im Zeitraum 01.03.2019 bis 31.05.2019. Der Förderzuschuss beträgt 6 Prozent (max. 50.000 Euro) des in diesem Betrachtungszeitraum insgesamt erzielten Umsatzes (netto).

•Gefördert werden Lebensmittel (unter der Voraussetzung, dass die Produkte nicht nur regional eingekauft werden, sondern auch aus heimischer Produktion stammen), Getränke, Werbe- und Marketingkosten, Waren- und Betriebsmittel sowie Kosten für externe Dienstleistungen, die im Zeitraum 1.6.2020 bis 31.03.2021 anfallen.

•Die Förderung ist ausdrücklich kein Ersatz für einen entstandenen Schaden. Gefördert werden nur Kosten, die durch laufenden Betrieb anfallen und auch ohne die Corona-Pandemie entstanden wären.

•Die Förderung wird im Vorhinein auf Grundlage des vollständig ausgefüllten und durch den Förderungswerber und Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer unterfertigten Förderantrag ausbezahlt.

 

5. Sonderprojekte


Trotz eines engmaschigen Netzes gibt es dennoch Maßnahmen, die nicht durch Richtlinien abgebildet werden können, aber dennoch einen wertvollen und wichtigen Beitrag leisten. Innovative Projekte mit F&E-Charakter und/oder hohem technologischem Anspruch, können als Sonderprojekte beim Land Vorarlberg eingebracht und damit Innovationen wie „Schutzmasken made in Vorarlberg“ und der Abstandswarner „SAFEDI“ unterstützt und rasch umgesetzt werden können.

 

6. Startup-Förderungen


Die Corona-Krise hat auch die österreichische Startup-Szene stark getroffen. Neben Auswirkungen, mit denen auch andere Unternehmen zu kämpfen haben, trifft sie besonders die Zurückhaltung am Kapitalmarkt. Geldgeber, die mit ihren Investments in neue Geschäftsmodelle, innovative Ideen und Technologietrends investieren, sind vorsichtig geworden und haben ihre Investitionen oftmals abgesagt oder nach hinten verschoben. Die Corona-Pandemie entzieht damit dem Ökosystem der zunehmend den finanziellen Boden. Die Bundesregierung hat aus diesem Grund ein COVID-Paket für Startups angekündigt, das sich den Finanzierungs- und Liquiditätsproblemen widmen soll. Die Details zu den Startup-Hilfsmaßnahmen werden derzeit ausgearbeitet, der Rahmen steht aber bereits fest.
 

Covid-Start-up-Hilfsfonds


Mit diesem Covid-Startup-Hilfsfonds bekommen innovative Startups einen Zuschuss auf private Investments, die seit Ausbruch der COVID-Krise getätigt werden. Das bedeutet, bekommt ein Startup-Unternehmen frisches Eigenkapital oder eigenkapitalähnliche Einlagen von Investoren von mindestens 10.000 Euro, so werden diese Mittel durch einen Zuschuss verdoppelt (bis zu einer Höhe von 800.000 Euro). Dieser Zuschuss muss im Erfolgsfall zurückgezahlt werden. Das Zuschussvolumen der aws in Höhe von 50 Millionen Euro bedeutet zusammen mit privatem Kapital von Investoren insgesamt 100 Millionen Euro für Startups.
 

Mehr Informationen und Antragstellung

 

Venture Capital Fonds


Zur Mobilisierung von zusätzlichem Risikokapital wird die aws Kapitalgarantie eingesetzt. Mittels Ausschreibung wird ein oder mehrere private Fondsmanagements ausgewählt, welche Venture Capital Fonds mit Investitionsfokus auf österreichische Startups errichten. Zur Mobilisierung von Investoren, die seit dem Ausbruch der COVID-Krise frisches Geld für diese Fonds bereitstellen, übernimmt die aws eine Kapitalgarantie in Höhe von bis zu 50 Prozent des Fondsvolumens. Der Gesamtrahmen der Kapitalgarantien ist mit 25 Millionen Euro festgelegt. Der oder die Venture Capital Fonds investiert/en in Startups, um deren krisenbedingt verzögerte Umsetzung von Geschäftsmodellen besser zu ermöglichen. Je Startup ist ein Investitionsbetrag von 200.000 Euro bis 1 Million Euro vorgesehen.

 

7. Wirtshaus-Paket


Die Gastronomie ist besonders durch die Folgen der Coronakrise betroffen. Einerseits mussten die Betriebe sehr lange geschlossen bleiben und andererseits werden die Wirtinnen und Wirte die Auswirkungen noch länger stark spüren. Mit dem Wirtshaus-Paket wurde ein Maßnahmenbündel bestehend aus steuerlichen Entlastungen, Unterstützungen sowie Anreizen zur Steigerung des Konsums geschnürt.

Die Maßnahmen im Detail

•Das Paket beinhaltet eine Senkung der Steuer auf nichtalkoholische Getränke in Wirtshäusern auf 10 Prozent bis Ende 2020. Dies entspricht einer Entlastung in Höhe von rund 200 Mio Euro.

•Ebenso wurde eine Vereinfachung und Entlastung durch höhere Pauschalierung angekündigt. Die Pauschalierungsgrenze wird dabei von 255.000 Euro auf 400.000 Euro Jahresumsatz erhöht.

•Durch eine Erhöhung der Mobilitätspauschale von 2 Prozent auf 6 Prozent für Gasthäuser in Gemeinden bis 5.000 Einwohner und 4 Prozent für Gasthäuser in Gemeinden bis 10.000 Einwohner wird es außerdem steuerliche Entlastungen für Dorfwirtshäuser geben.

•Weiters wird die Höchstgrenze für steuerfreie Essensgutscheine von 4,4 Euro auf 8 Euro angehoben, die Absetzbarkeit von Geschäftsessen in Wirtshäusern von 50 auf 75 Prozent erhöht und die Schaumweinsteuer ab 1. Juli 2020 abgeschafft.

 

Überblick über Kontakte und Hotlines


Wirtschaftskammer Vorarlberg: Coronavirus Infopoint
T: 05522 305 7755
Mo-So 8:00 - 18:00 Uhr
E-Mail: info-corona@wkv.at


Wirtschaftskammer Österreich: Coronavirus Infopoint
T: 0590900 4352
Mo-Fr 8:00 - 20:00 Uhr, Sa 10:00 – 16:00 Uhr
E-Mail: infopoint_Coronavirus@wko.at


AMS Vorarlberg
T: 05574 691
E-Mail: ams.vorarlberg@ams.at


Finanzministerium
Auskünfte zu steuerrechtlichen Erleichterungen (wie z.B. Stundungen und Gebührenbefreiungen), Kurzarbeit, Härtefallfonds & Corona Hilfs-Fonds: T: 050 233 770
Montag bis Donnerstag von 7.30 bis 15.30 Uhr und Freitag von 7.30 bis 12 Uhr


aws - Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft
Hotline für Überbrückungsgarantien: T: +43 1 501 75-500
E-Mail: coronagarantie@aws.at


ÖHT - Österreichische Hotel- und Tourismusbank
Covid-19 Hotline: T: +43 720 301 355
E-Mail: hotline@oeht.at


Sozialversicherungsanstalt für Selbständige (SVS) 
Für Fragen zu Beitragszahlungen für Unternehmen: T: +43 50 808 808
Mo-Do 07:30 bis 16:00 Uhr; Fr 07:30 bis 14:00 Uhr


Vorarlberger Gemeindeverband
T: 05572 55450
E-Mail: vorarlberg@gemeindeverband.at


OeKB – Österreichische Kontrollbank
T +43 1 53127-2600
E-Mail: exportservices@oekb.at


Arbeiterkammer Vorarlberg
T: 050 258 4444
E-Mail: kontakt@ak-vorarlberg.at


AGES - Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit
Corona-Hotline T: +43 800 555 621
Expertinnen und Experten der AGES beantworten in einem 24h-Betrieb fachliche Fragen rund um das Corona-Virus.


Abteilung Landwirtschaft und ländlicher Raum des Landes Vorarlberg:
für alle Fragen zum Thema Land- und Forstwirtschaft: +43 5574 511 25120

             

Mehrsprachige Informationen finden sie unter:
 
• Handlungsanleitungen, wie Sie mehrsprachige Informationen weitervermitteln können, finden Sie bei okay.zusammen leben 
• Informationen des AMS in mehreren Sprachen -  Bitte beschriebene Kontaktaufnahme beachten! (in DeutschEnglischFarsi/Polnisch/Russisch/Türkisch/Arabisch Bosnisch- Kroatisch-Serbisch)



Zurück zum Hauptartikel "Coronavirus: Aktueller Sachstand in Vorarlberg"