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Coronavirus: Wirtschaft / Arbeit

Coronavirus: Wirtschaft / Arbeit

Mehr zu den Themen Wirtschaft und arbeitsmarktpolitische Maßnahmen
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Fotomotiv Wirtschaft - Coronavirus

Corona: Umfassende Informationen für Vorarlberger Unternehmerinnen und Unternehmer

Stand 17.09.2020
 

Empfehlungen für Schutzmaßnahmen in Vorarlbergs Unternehmen


LR Tittler: „Nützliche Hinweise zum Schutz vor Ansteckung am Arbeitsplatz“
LR Rüscher: „Hilfreicher Leitfaden für wirksamen Gesundheitsschutz“

Die Landesregierung veröffentlichte einen kompakten Überblick mit zahlreichen aktuelle Empfehlungen zum Corona-Infektionsschutz. „Unsere Unternehmen haben bewiesen, dass sie vorbildlich und sehr diszipliniert alle erforderlichen Maßnahmen umsetzen – von Hygiene- und Abstandsregeln, über Regeln für Absonderungen bis hin zur Nachverfolgbarkeit von Infektionsketten“, halten Wirtschaftslandesrat Marco Tittler und Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher fest. Das jetzt veröffentlichte Handbuch sehen sie als „zusätzliche Hilfestellung“.

Empfehlungen für Schutzmaßnahmen in Vorarlbergs Unternehmen (Handbuch als pdf)

 

Fixkostenzuschuss Phase 1 – Jetzt zweite Tranche beantragen!


Mit 19. August kann die zweite Tranche der Phase 1 des Fixkostenzuschusses und damit weitere 25% beantragt werden. Wenn zu diesem Zeitpunkt bereits die qualifizierten Daten aus dem Rechnungswesen vorliegen, haben Unternehmen die Möglichkeit, auch schon den gesamten Fixkostenzuschuss Phase I geltend zu machen und müssen damit nicht auf die dritte Tranche warten. Zudem können nun auch verderbliche Waren berücksichtigt und bei finaler Beantragung der Betrachtungszeitraum nachträglich geändert werden, sollte sich herausstellen, dass eine andere Variante für den Antragssteller günstiger wäre.

       

      
Starthilfe für Gastronomie- und Hotellerie

Der Tourismus zählt zu jenen Branchen, die die Corona-Pandemie als eine der ersten getroffen hat und die von den Auswirkungen besonders betroffen ist. Insbesondere in Talschaften und Bergregion sichert der Tourismus in Vorarlberg Arbeitsplätze und ist wirtschaftliche Lebensgrundlage für die Bevölkerung. Infolge pandemiebedingter behördlich angeordneter Betriebsschließungen und der vorzeitigen Beendigung der Wintersaison ist die anlagenintensive Tourismuswirtschaft mit erheblichen Rückgängen der Umsatzerlöse konfrontiert. Gleichzeitig ist das Wiederhochfahren der Tourismuswirtschaft aufgrund der starken Abhängigkeit insbesondere von ausländischen Gästen mit sehr hohen Unsicherheitsfaktoren verbunden. Um existenzbedrohende Liquiditätsengpässe zu vermeiden und Arbeitsplätze zu sichern wird seitens des Landes Vorarlberg als Sofortmaßnahme eine Förderung in Form eines einmaligen direkten Zuschusses in Höhe von 6 Prozent des letztjährigen Umsatzes von März bis Mai zum Wiederhochfahren der Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe bereitgestellt. Die Höhe der Förderung beträgt maximal € 50.000 pro Unternehmen. Der Förderungsantrag kann bis 30.09.2020 gestellt werden.

     
Wir lassen Sie nicht im Stich!

Fünf-Punkte-Plan für Vorarlbergs Weg aus der Corona-Krise

Die Coronakrise stellt neben vielen anderen Lebensbereichen auch die Wirtschaft vor eine nie gekannte Herausforderung. Liquidität gewährleisten, um Arbeitsplätze zu erhalten und Existenzen zu sichern, ist in der gegenwärtigen Situation das Gebot der Stunde. Von der Bundes- und Landesregierung abwärts arbeiten viele Institutionen und Einrichtungen eng abgestimmt mit der Wirtschaftskammer an Lösungen, die den Unternehmen durch diese Krise helfen sollen.

Alle ziehen an einem Strang: Anknüpfend an das vom Bund angekündigte Hilfsprogramm für die österreichische Wirtschaft setzt auch das Land Vorarlberg entsprechende Maßnahmen und stellt aus eigenen Mitteln zusätzlich bis zu 100 Millionen Euro zur Bekämpfung der Coronakrise zur Verfügung. Einrichtungen wie das AMS, die Wirtschaftskammer, die Sozialversicherungen und weitere bieten ihrerseits konkrete Hilfen an. 

Seitens des Wirtschaftsressorts wollen wir Sie bestmöglich unterstützen und haben deshalb unter anderem – neben vielen weiteren Maßnahmen - diese Informations- und Überblicksseite für betroffene Unternehmerinnen und Unternehmer ins Leben gerufen. Wir bedanken uns bei allen, die in diesen herausfordernden Zeiten großes Leisten. Vorarlberg hält zusammen!

         
Handlungsempfehlung

  • Melden Sie sich beim Coronavirus Infopoint der Wirtschaftskammer Vorarlberg (T: +43 5522 305 7755 oder info-corona@wkv.at). Besprechen Sie dort die Möglichkeiten der Hilfsprogramme und Ihre konkreten Fragen zu Arbeitsrecht, Entgeltfortzahlungen, internationalen Lieferketten, etc.
  • Prüfen Sie das Corona-Kurzarbeitsmodell des AMS, vermeiden Sie Kündigungen! Das neue Kurzarbeitsmodell bietet gegenüber dem bisherigen Modell wesentlich attraktivere Bedingungen mit dem Ziel, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter trotz der schwierigen Lage weiter in Beschäftigung zu halten.
  • Nehmen Sie Kontakt zu Ihrer Hausbank auf. Die Vorarlberger Regionalbanken haben ihrerseits versichert, dass alles unternommen wird, um gemeinsam mit den Kunden, die für die individuelle Situation beste Lösung zu finden. Reden Sie mit Ihrem Vermieter. Auch dort besteht vermutlich Interesse an einem langfristigen Mietverhältnis. Sprechen Sie mit Ihrer Versicherung und fragen nach Stundungsmöglichkeiten.

       
Überblick über Sofortmaßnahmen

Die Bundesregierung hat ein umfangreiches Hilfspaket beschlossen, um massenhafte Arbeitslosigkeit in unserem Land sowie die Zahlungsunfähigkeit von Unternehmen zu verhindern. Das Land Vorarlberg stellt ebenfalls bis zu 100 Millionen Euro für ein auf den Bund abgestimmtes Maßnahmenpaket zur Verfügung. Viele Menschen arbeiten derzeit mit Hochdruck an der Umsetzung und Weiterentwicklung der Maßnahmen, um die von Ihnen benötigte Hilfe rasch und unbürokratisch zur Verfügung stellen zu können. Wir werden diese Seite daher fortlaufend mit neuen Informationen und Details ergänzen.

       
1. Liquidität erhalten

Durch den abrupten Einbruch von Aufträgen, Betriebsschließungen u.ä. fehlt es an liquiden Mitteln, auch wenn das Unternehmen grundsätzlich gesund ist. In dieser Situation gilt es, rasch und unkompliziert Liquidität zur Verfügung zu stellen, um den Fortbestand des Unternehmens zu ermöglichen, die Auszahlung von Löhnen sicherzustellen, uvm. Im Folgenden werden Maßnahmen von verschiedenen Institutionen und Partnern aufgelistet, welche dieses Ziel unterstützen. 
 

Finanzamt

  • Herabsetzung der Einkommen-/Körperschaftsteuervorauszahlungen: 
    Um die Liquidität der Unternehmen zu verbessern, können die Vorauszahlungen für die Einkommens- oder Körperschaftsteuer bis auf null herabgesetzt werden. Ergibt sich daraus für das Jahr 2020 eine Nachforderung, werden Anspruchszinsen (Nachforderungszinsen) automatisch nicht erhoben. Für Nachforderungszinsen, welche Veranlagungszeiträume vor 2020 betreffen, besteht die Möglichkeit eines Zahlungserleichterungsansuchens.
  • Zahlungserleichterungen (Stundung oder Ratenzahlung):  
    Stundungen, die nach dem 15. März 2020 aufgrund von Covid-Betroffenheit bewilligt wurden und am 1. Oktober 2020 auslaufen, werden automatisch bis 15. Jänner 2021 verlängert. In diese Verlängerung werden auch alle Abgaben einbezogen, die bis zum 25. September 2020 auf dem Abgabenkonto verbucht wurden. Alternativ zur Stundung kann ab sofort bis zum Ende der Stundungsfrist (längstens bis 1. Oktober 2020) ein Antrag auf eine begünstigte Ratenzahlung gestellt werden. Zunächst besteht ein Anspruch auf zwölf Monate Ratenzahlung; wenn pünktlich und vollständig bezahlt wird, kann im Falle erheblicher Härte nochmals eine Ratenzahlung für sechs Monate gewährt werden. Zwischen 15. März 2020 und 15. Jänner 2021 werden keine Stundungszinsen festgesetzt. Danach beträgt der Stundungszinssatz 2 % und wird schrittweise angehoben (alle zwei Monate Erhöhung um 0,5 %).
  • Säumniszuschläge: 
    Für Abgaben mit Fälligkeit zwischen dem 15. März 2020 und 31. Oktober 2020 sind keine Säumniszuschläge festzusetzen.
  • Fristerstreckung für die Abgabe von Jahressteuererklärungen für 2019: 
    Für die Jahressteuererklärungen 2019 Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Umsatzsteuer und Feststellung der Einkünfte (§ 188 BAO) wird die Frist allgemein bis 31. August 2020 erstreckt.
  • Nichtfestsetzung von Verspätungszuschlägen: 
    Zinsen für nicht fristgerecht abgegebene Erklärungen werden bis zum 31. August 2020 automatisch nicht verhängt.
  • Zoll/Verbrauchsteuern/Altlastenbeitrag: 
    Diese Regelungen gelten auch für die Einhebung der Verbrauchsteuern und des Altlastenbeitrags. Auch im Bereich des Zolls werden Stundungszinsen und Säumniszuschläge bei konkreter Betroffenheit auf einen Betrag bis zu Null Euro herabgesetzt bzw. nicht festgesetzt. Entsprechende Anträge werden von den Zollämtern sofort bearbeitet.
  • Mehr Informationen und Antragstellung
  • Am 7. Juli 2020 zusätzlich im Nationalrat beschlossen: 
    Unternehmen erhalten die Möglichkeit eines Verlustrücktrags – das heißt, sie können Verluste aufgrund der Corona-Krise mit Gewinnen der Vorjahre gegenverrechnen. Zudem wurde eine degressive Abschreibung eingeführt, die auch für unkörperliche Wirtschaftsgüter im Bereich Digitalisierung, Ökologisierung und Gesundheit/Life Science zugänglich ist. Darüber hinaus wurden Abgabenstundungen und Zahlungserleichterungen bis 15. Jänner 2021 verlängert.
          

Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen (SVS)

  • Alle SVS-Versicherten, die durch den Corona-Virus mit finanziellen Einbußen rechnen oder durch Erkrankung bzw. Quarantäne betroffen sind, erhalten von der SVS Unterstützungen.
  • Stundung der Beiträge, Ratenzahlung der Beiträge, Herabsetzung der vorläufigen Beitragsgrundlage, gänzliche bzw. teilweise Nachsicht der Verzugszinsen.
  • Mehr Informationen und Antragstellung
         

Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK)

Stundungen für Beitragszeiträume Februar, März und April 2020:

  • Für Betriebe, die von der „Schließungsverordnung“ oder einem Betretungsverbot nach dem Epidemiegesetz betroffen sind, erfolgt eine automatische Stundung der Beiträge.
  • Sonstige Betriebe mit coronabedingten Liquiditätsproblemen können bei der ÖGK um Stundung ansuchen.
  • Für die Dauer der Stundung fallen keine Verzugszinsen an.
  • Die gestundeten Beiträge sind bis spätestens 15.1.2021 an die Österreichische Gesundheitskasse zu überweisen.
        

Stundungen für Beitragszeiträume Mai, Juni und Juli 2020:

  • Ist es wegen der Coronavirus-Pandemie aus Gründen der Unternehmensliquidität nicht möglich, die fälligen Beiträge für die Beitragszeiträume Mai, Juni und Juli 2020 zu entrichten, gewährt die ÖGK auf Antrag des Dienstgebers eine Stundung bis Ende August 2020.
  • Im Anschluss daran kann, sofern coronabedingt notwendig, eine Ratenzahlung vereinbart werden. Ratenzahlungen sind dabei bis längstens Dezember 2021 möglich. Dabei fallen Verzugszinsen an.
        

Aussetzen der Einbringungsmaßnahmen in den Monaten März, April und Mai 2020:

  • In diesen Monaten erfolgen generell keine Einbringungsmaßnahmen wie Exekutionsanträge, etc.
  • Es werden keine Insolvenzanträge gestellt.
  • Für coronabedingt verspätete Beitragsgrundlagenmeldungen werden keine Säumniszuschläge vorgeschrieben.

Mehr Informationen und Antragstellung

Bis auf weiteres erfolgen für diese Beitragszeiträume bei coronabedingten Zahlungsschwierigkeiten weder Mahnungen noch Einbringungsmaßnahmen durch die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK).
       

Gemeindeabgaben

  • Aussetzung der Einbringung sofern der Abgabepflichtige glaubhaft machen kann, dass er von einem Liquiditätsengpass betroffen ist, der konkret auf den SARS-CoV-2-Virus zurückzuführen ist.
  • Auf die Aussetzung der Einbringung als behördeninterne Maßnahme besteht kein Rechtsanspruch und sie kann auch nicht formell beantragt werden. Die Gemeinde kann der Anregung jedoch formlos (kein Bescheid) zustimmen, wodurch die gewünschte Zahlungserleichterung eintritt.
  • Im Gegensatz zu Stundungen oder Ratenzahlungen fallen dabei auch keine Stundungszinsen in Höhe von 6% an.
  • Vorgehensweise:
  1. Die Abgabe betragsmäßig erklären. D.h., dass der Gemeinde die Höhe der Abgabe innerhalb der normalen Frist/Fälligkeit mitzuteilen ist.
  2. Mit der Erklärung ist die Aussetzung der Einbringung bis zu einem bestimmten Zeitpunkt anzuregen und dabei glaubhaft zu machen, dass das Unternehmen von einem durch den SARS-CoV-2-Virus bedingten Liquiditätsengpass betroffen ist.

Wirtschaftskammer

  • In einigen Fachgruppen haben die Fachgruppentagungen eine generelle Ermäßigung der Grundumlage beschlossen, in allen anderen Fachorganisationen werden auf Antrag im Wege einer individuellen Nachsicht entsprechende Nachlässe gewährt.
  • Darüber hinaus besteht im Falle einer wirtschaftlichen Notlage aufgrund der Corona-Krise die Möglichkeit, eine Stundung bzw. eine Ratenzahlung der Steuern - darunter auch die Kammerumlage 1 und Kammerumlage 2 - zu beantragen.
  • Mehr Informationen
        

Versicherungen

Unternehmen und Privatpersonen, die von der Coronakrise betroffen sind, wird empfohlen, mit ihrer Versicherung in Kontakt zu treten und sich nach Stundungsmöglichkeiten zu erkundigen oder bei Vorliegen einer Betriebsunterbrechungsversicherung die daraus resultierenden Möglichkeiten. Vorarlberger Versicherungen wie die VLV, die Wälderversicherung oder die Walserversicherung haben darüber hinaus angekündigt, trotz Stundung, die in Kulanz bis zum 31.12.2020 möglich ist, weiterhin eine volle Aufrechterhaltung des Versicherungsschutzes zu gewährleisten.
      

Hausbank

Von der Coronakrise in Mitleidenschaft gezogenen Privatpersonen und Unternehmen wird zudem empfohlen, mit Ihrer Hausbank in Verbindung zu treten und sich nach Stundungsmöglichkeiten oder Überbrückungskrediten zu informieren. In Gesprächen mit der Landesregierung haben die Vorarlberger Regionalbanken ihrerseits versichert, dass alles unternommen wird, um gemeinsam mit den Kunden, die für die individuelle Situation beste Lösung zu finden, insbesondere auch was Wohnbaukredite betrifft.  Eine am 3. April im Nationalrat beschlossene Gesetzesnovelle brachte zudem ein Schuldenmoratorium für private Kreditnehmer und Kleinstunternehmen, sofern der Kredit vor dem 15. März 2020 aufgenommen wurde und dem Kreditnehmer durch Corona-bedingte Einkommensausfälle eine Rückzahlung nicht zumutbar ist. Bis Ende Oktober fällige Zahlungen (Kreditraten, Zinsen, Tilgungen) werden damit gestundet. Eine weitere Verlängerung des Moratoriums bis 31. Jänner 2021 wurde bereits angekündigt.
     

Wohnbauförderung

Das Land Vorarlberg gewährt auf Antrag eine Stundung der Wohnbauförderungsrückzahlung für drei Monate. Eine Verlängerung der Stundung auf weitere drei Monate ist bei Bedarf ebenfalls möglich.
     

Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft (aws)

  • Besicherung von Überbrückungsfinanzierungen der Hausbanken mit staatlichen Haftungen zwischen 80 und 100 Prozent und der teilweisen Kostenübernahme der einmaligen Bearbeitungsgebühr und der Haftungsprovision.
  • Verwendungszweck: Stärkung der Liquidität in Form von Betriebsmittelkrediten für Kosten im Zusammenhang mit der „Corona-Krise“ und Stundung von bestehenden Finanzierungen.
  • Unterstützt werden: gewerbliche und industrielle KMU nach EU-Definition, EPU, alle freien Berufe, neue Selbstständige sowie Betriebe in den Bereichen Landwirtschaft, Fischerei und Aquakultur
  • Für Unternehmen des Fischerei- und Aquakultursektors beträgt die Obergrenze des Kredites 120.000 Euro, für Unternehmen der landwirtschaftlichen Urproduktion 100.000 Euro.
  • Nicht antragsberechtigt sind KMU der Tourismus- und Freizeitwirtschaft mit einem Kreditbedarf bis 4,4 Mio Euro (hier ist die ÖHT zuständig) sowie Großbetriebe (hier ist die OeKB zuständig)
  • Anträge können nur über Banken eingereicht werden. Einlangende, vollständige Garantieanträge werden in einem Schnellverfahren genehmigt.
  • Drei Garantievarianten sind möglich, die Laufzeit für alle drei beträgt 5 Jahre.
  • Mehr Informationen
          

Garantiquote 80% (bisher angebotenes Garantiemodell):

  • Maximaler Kreditrahmen bis zu 1,5 Mio. Euro 
  • Zinssatzobergrenze: variabel
  • aws Garantieentgelt: keines
  • Ausreichender de-Minimis-Rahmen ist verfügbar
        

Garantiquote 90%:

  • Maximaler Kreditrahmen bis zu 27,7 Mio. Euro
  • Zinssatzobergrenze: 1 % p.a. fix
  • aws Garantieentgelt: 0,25 – 1 % (lt. temporären EU-beihilfenrechtlichen Bedingungen)
  • Ausnahme: mittlere Unternehmen nach KMU-Definition der EU, die "Unternehmen in Schwierigkeiten nach EU-Definition" darstellen sind nicht garantiefähig
  • Besonderheit: kann mit Kleinkredit-Variante, Garantiequote 100 % kombiniert werden.
       

Garantiquote 100%:

  • Maximaler Kreditrahmen bis zu 500.000 Euro
  • Zinssatzobergrenze: 0% p.a für die ersten zwei Jahre, danach 3-Monats-Euribor + 0,75 %.; tilgungsfrei bis 1.1.2021
  • aws Garantieentgelt: keines
  • Ausnahme: mittlere und große Unternehmen nach KMU-Definition der EU, die "Unternehmen in Schwierigkeiten nach EU-Definition" darstellen sind nicht garantiefähig
  • Besonderheit: kann mit Basis-Variante, Garantiequote 90 % kombiniert werden.
        

Österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT)

  • Besicherung von Überbrückungsfinanzierungen der Hausbanken mit staatlichen Haftungen zwischen 80 und 100 Prozent und der teilweisen Kostenübernahme der einmaligen Bearbeitungsgebühr und der Haftungsprovision.
  • Die Garantien dienen zur Besicherung von Krediten zur Sicherstellung der Liquidität und zur Aufrechterhaltung des Betriebs.
  • Antragsberechtigt sind Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) der Tourismus- und Freizeitwirtschaft mit einem Kreditbedarf bis 4,4 Mio Euro. Ist der Kreditbedarf höher oder das Unternehmen ein Großbetrieb, sind das aws bzw. die OeKB für die Abwicklung zuständig.
  • Die Antragstellung erfolgt über die Hausbank über das ÖHT-Onlineportal.
  • Einreichung bis spätestens 15. Dezember 2020
  • Mehr Informationen
         

Garantiequote 80%:

  • Maximaler Kreditrahmen 0,5 Mio. Euro
  • Garantielaufzeit: 3 Jahre
  • Zinssatz maximal 2%
  • Bearbeitungsgebühr und Haftungsprovision trägt das Tourismusministerium
  • Sicherheiten: Für ÖHT keine, für 20%iges Bankenrisiko nach Möglichkeit
  • Voraussetzung: Keine Insolvenz und keine gesetzlichen Voraussetzungen für Eröffnung des Insolvenzverfahrens erfüllt
         

Garantiequote 80%:

  • Kreditrahmen 0,5 – 1,5 Mio. Euro
  • Garantielaufzeit: 5 Jahre
  • Zinssatz maximal 2%
  • Bearbeitungsgebühr und Haftungsprovision trägt das Tourismusministerium
  • Sicherheiten: Für ÖHT keine, für 20%iges Bankenrisiko nach Möglichkeit
  • Voraussetzung: Keine Insolvenz und keine gesetzlichen Voraussetzungen für Eröffnung des Insolvenzverfahrens erfüllt
          

Garantiquote 90%:

  • Maximaler Kreditrahmen: EUR 4,4 Mio.
  • Garantiefähig sind Kleinst- und Kleine Unternehmen ohne Insolvenz und ohne die gesetzlichen Voraussetzungen für Eröffnung des Insolvenzverfahrens erfüllt zu haben sowie mittlere Unternehmen, die zum 31. Dezember 2019 nicht als „Unternehmen in Schwierigkeiten“ gemäß EU-Definition gegolten haben
  • Garantielaufzeit: 5 Jahre
  • Zinssatzobergrenze für den Bankkredit: 1% p.a.
  • Bearbeitungsgebühr wird dem Förderungsnehmer nicht in Rechnung gestellt; Haftungsprovision laufzeitabhängig zwischen 0,25% und 1%
  • Keine Sicherheiten
         

Garantiquote 100%:

  • Maximaler Kreditrahmen: EUR 0,5 Mio.
  • Garantiefähig sind Kleinst- und Kleine Unternehmen ohne Insolvenz und ohne die gesetzlichen Voraussetzungen für Eröffnung des Insolvenzverfahrens erfüllt zu haben sowie mittlere Unternehmen, die zum 31. Dezember 2019 nicht als „Unternehmen in Schwierigkeiten“ gemäß EU-Definition gegolten haben
  • Garantielaufzeit: 5 Jahre
  • Zinssatzobergrenze für den Bankkredit: 0% p.a für die ersten zwei Jahre, danach 3-Monats-Euribor + 0,75 %.
  • Bearbeitungsgebühr und Haftungsprovision trägt das Tourismusministerium
  • Keine Sicherheiten
        

Tilgungsaussetzung für bestehende Kredite:

In Ergänzung zu den von der Bundesregierung gesetzten Maßnahmen bietet die ÖHT ihren Kunden eine Tilgungsaussetzung der TOP-Tourismus-Kredite für das gesamte Jahr 2020 an.
    

Österreichischen Kontrollbank

Garantiquote 90%:

  • Antragsberechtigt: Großunternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern oder einem Jahresumsatz von mehr als 50 Millionen Euro und einer Bilanzsumme von über 43 Millionen Euro.
  • Voraussetzung: kein Insolvenzverfahren anhängig und keine gesetzlichen Voraussetzungen für die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens erfüllt
  • Die Kredithöhe orientiert sich am tatsächlichen Liquiditätsbedarf und ist in der Höhe des Zweifachen der jährlichen Lohnsumme des Unternehmens oder 25 Prozent des Jahresumsatzes gedeckelt. Dabei wird für die Beurteilung der jeweils höhere Betrag herangezogen. Alternativ gilt ein Limit der Kreditsumme von 120 Millionen Euro.
  • Zinssatzobergrenze: maximal 1%
  • Laufzeit: maximal 5 Jahre
  • Das Garantieentgelt ist abhängig von der Laufzeit: 50 bp für das erste Jahr, 100 bp für das zweite und dritte Jahr, 200 bp für das vierte und fünfte Jahr
  • Einreichung über die Hausbank
  • Mehr Informationen
        

Covid-19 Kontrollbank-Refinanzierungsrahmen

  • Betrifft alle Exportunternehmen
  • Voraussetzung ist neben einer bestehenden Exporttätigkeit der Nachweis, dass das Unternehmen bis zum Start der COVID-19-Auswirkungen in Österreich wirtschaftlich gesund war.
  • Es können Kreditrahmen in Höhe von 10 Prozent (Großunternehmen) bzw. 15 Prozent (Klein- und Mittelunternehmen) des Exportumsatzes bei der OeKB beantragt werden. Der Bund ist bereit, je nach Bonität Haftungen für 50 bis 70 Prozent dieser Kredite zu übernehmen.
  • Die primären Ziele sind die Liquidität der Exportunternehmen sicherzustellen und Arbeitsplätze zu sichern.
  • Die Höchstgrenze liegt pro Kunde bei 60 Millionen Euro.
  • Die Finanzierungen sind vorerst auf zwei Jahre befristet mit der Möglichkeit, diese zu verlängern.
  • Das Wechselbürgschaftsentgelt beträgt 0,3 % p.a. des ausgenützten Betrags für den Teil, soweit die Hausbank das Insolvenzrisiko trägt, sowie 0,6 % p.a. für den Teil, für den der Bund das Risiko trägt. Die Finanzierung erfolgt über den KRR mit dem aktuellen Zinssatz (zurzeit 0,5 %).
  • Anträge hierfür können über die jeweilige Hausbank des Exporteurs eingereicht werden.
  • Mehr Informationen


2. Arbeitsplätze sichern

Kurzarbeit vor Kündigung. Durch das neue Kurzarbeitsmodell wurde eine attraktive Möglichkeit geschaffen, damit keine krisenbedingte Freisetzung von Arbeitskräften erfolgen muss.
   

COVID-19-Kurzarbeitsmodell

  • Bei betriebswirtschaftlicher Notwendigkeit kann auf Basis einer Sozialpartnervereinbarung eine Kürzung der Arbeitszeit von 10 - 90% beantragt werden. Im Durchrechnungszeitraum kann diese sogar phasenweise auf 0% gesenkt werden.
  • Der entstandene Entgeltausfall wird durch das AMS in Form einer Kurzarbeitsbeihilfe so ausgeglichen, dass sich ein Nettogehalt von 80 - 90%, gestaffelt nach Einkommenshöhe, ergibt. Ebenfalls ersetzt werden dem Arbeitgeber die anteiligen Arbeitgeber-Sozialversicherungsbeiträge bereits ab dem ersten Monat.
  • Schnelle Bearbeitung: Die Sozialpartner haben zugesagt, ab Abschluss der Gespräche auf betrieblicher Ebene (Vorliegen einer unterschriftsreifen Betriebsvereinbarung/Einzelvereinbarung) eine Sozialpartnervereinbarung innerhalb von 48 Stunden zu ermöglichen.
  • Förderdauer: Zunächst drei Monate, bei Bedarf kann das Modell um weitere drei Monate verlängert werden.
  • Die Auszahlung der Kurzarbeitsbeihilfe erfolgt im Nachhinein pro Kalendermonat nach Vorlage und Prüfung der Teilabrechnung. Die Möglichkeit einer kurzfristigen Zwischenfinanzierung der Löhne und Gehälter in einer wirtschaftlichen Notlage und bei Vorliegen des AMS-Bescheids wurde als Vorarlberger Lösung von heimischen Regionalbanken in Kulanz bereits angekündigt und soll verhindern, dass das Unternehmen mit Zahlungsschwierigkeiten in Vorleistung gehen müssen. Inzwischen wurde dazu auch eine bundesweite Lösung erreicht.
  • Vor Beginn der Kurzarbeit sind Alturlaube und Zeitguthaben zur Gänze zu konsumieren.
  • Der Beschäftigtenstand muss während der Kurzarbeit und mindestens 1 Monat darüber hinaus aufrechterhalten werden.
  • Mehr Informationen und Antragstellung
        

Informationen zur Kurzarbeit NEU ab 01. Oktober 2020:

  • Das neue Kurzarbeitsmodell gilt ab 1. Oktober und kann von Unternehmen für sechs Monate beantragt werden.
  • Die Mindestarbeitszeit wird von zehn auf 30 Prozent angehoben, sie kann jedoch mit Zustimmung der Sozialpartner in Sonderfällen unterschritten werden.
  • Die Höchstarbeitszeit beträgt 80 Prozent.
  • Beschäftigte in Kurzarbeit bekommen weiterhin 80 bis 90 Prozent des Nettoeinkommens.
  • Es muss seitens der Mitarbeiter eine Weiterbildungsbereitschaft geben. Sie müssen bereit sein, in der Kurzarbeitszeit eine Weiterbildung zu machen, wenn das vom Unternehmen angeboten wird.

   
3. Härtefälle abfedern

Gerade für EPUs und Kleinstunternehmen ist die Übernahme von Krediten oder Haftungen nicht immer das geeignete Mittel. Häufig wird auch eine rasche Überbrückung für Akutsituationen benötigt, um grundlegende Bedürfnisse abdecken zu können. Dies soll über den Härtefallfonds des Bundes passieren.

Ergänzend dazu gibt es im Schulterschluss mit den Sozialpartnern einen Vorarlberger Soforthilfefonds (COVID-19 Unterstützungsfonds), welcher zusätzlich Härtefälle abfedern soll und auf besondere Situationen Rücksicht nimmt. Wer zu dieser Förderung weitere liquide Mittel benötigt, soll möglichst einfach und unkompliziert Mikrokredite erhalten. Dabei handelt es sich um ein Modell, welches ebenfalls von den Sozialpartnern, den Vorarlberger Banken sowie der Landesregierung getragen wird.

    
Härtefallfonds

  • Beim Härtefall-Fonds wird auf den Unternehmer bzw. die Unternehmerin abgestellt. Er unterstützt also insbesondere Selbständige, die jetzt keine oder erheblich weniger Umsätze haben, bei der Bestreitung ihrer Lebenshaltungskosten.
  • Antragsberechtigt sind folgende Gruppen: Ein-Personen-Unternehmer, Kleinstunternehmer (die weniger als 10 Vollzeit-Äquivalente beschäftigen), Erwerbstätige Gesellschafter (die nach GSVG/FSVG pflichtversichert sind), Neue Selbständige (wie z.B. Vortragende und Künstler, Journalisten, Psychotherapeuten), Freie Dienstnehmer (wie Trainer oder Vortragende), Freie Berufe (z.B. im Gesundheitsbereich)
  • Die Antragstellung für land- und forstwirtschaftliche Betriebe sowie Non-Profit-Organisationen und Vereine aus dem Härtefall-Fonds erfolgt anhand eigener Förderrichtlinien.
  • Abgewickelt durch die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) im Auftrag des Bundes

    
Der Härtefall-Fonds bringt einen Zuschuss,
der auch später nicht zurückgezahlt werden muss und besteht aus zwei Phasen:

  • Phase 1 (abgeschlossen) – Soforthilfe bis zu 1.000 Euro
  • Phase 2 – ursprünglich Zuschuss von max. 2.000 Euro pro Monat auf maximal 3 Monate (abzüglich 1.000 Euro, sofern bereits in Phase 1 bezogen). Nachträglich wurde der Kreis der Anspruchsberechtigten in der zweiten Phase weiter ausgeweitet, damit auch Mehrfachversicherte, Jungunternehmer, die erst 2020 gegründet haben und Unternehmer, die die Einkommenskriterien bisher nicht erfüllten, anspruchsberechtigt sind. Die Mindestauszahlung wurde zudem auf 500 Euro erhöht. Eine Antragstellung für Phase 2 ist seit 20. April möglich.
         

Mit der neuen Richtlinie des BMF vom 27. Mai 2020 wurden schließlich weitere, wesentlichen Verbesserungen für Phase 2 umgesetzt:

  • Die Förderdauer wird von drei auf sechs Monate erhöht und der Betrachtungszeitraum wird bis Mitte Dezember ausgedehnt. Somit werden bei Erfüllung der Voraussetzungen bis zu sechs Monate lang zwischen 500 und 2000 Euro ausbezahlt.
  • Förderhöhe wird durch einen Comeback-Bonus weiter erhöht (500 Euro pro Bezugsmonat, bei sechsmonatigem Bezug also maximal 3000 Euro zusätzlich zur Basisförderung)
  • Geringfügig unternehmerisch tätige Pensionisten künftig antragsberechtig (SV aus eigener beruflicher Tätigkeit nicht mehr Voraussetzung)

Mehr Informationen und Antragstellung

       
COVID-19 Unterstützungsfonds

  • Der Vorarlberg-Soforthilfefonds richtet sich an jene Personen und Unternehmen, die beim Härtefallfonds des Bundes aufgrund der dort geltenden Bestimmungen nicht berücksichtigt werden oder die sich trotzdem weiterhin in einer existentiellen Notlage befinden. Anträge können bis 30. September 2020 gestellt werden.
  • Arbeitnehmer:
    Antragsberechtigt sind etwa Arbeitnehmer mit gravierenden Einkommenseinbußen, die coronabedingt nach dem 15. März dieses Jahres eingetreten sind. Für sie sind pro Einzelpersonen für drei Monate Unterstützungsgelder in Höhe von bis zu 750 Euro (250 Euro pro Monat) vorgesehen. Für Paare können bis zu 350 Euro pro Monat zur Auszahlung kommen, für jedes im gemeinsamen Haushalt lebende Kind noch einmal 50 Euro. Die Förderabwicklung erfolgt über die Arbeiterkammer Vorarlberg (www.ak-vorarlberg.at), die in Absprache mit der Abteilung Wohnbauförderung des Landes zudem den temporären Anspruch auf Wohnbeihilfe prüft und für diesen Zeitraum abwickelt.
  • Arbeitgeber:
    Unternehmer sind dazu angehalten, zuerst die Mittel aus dem Härtefonds des Bundes zu beantragen. Wenn trotz dieser Unterstützung weiterhin eine existenzielle Notlage besteht, können Mittel aus dem Soforthilfefonds angefragt werden. Diese Anträge sind an die Wirtschaftskammer zu richten. Bei dieser werden die eingereichten Anträge anschließend von einer Kommission in Einzelfallbetrachtung bearbeitet.

Infos dazu:

    
4. Betriebe absichern

Der mit 15 Mrd. Euro dotierte Corona-Hilfs-Fonds soll mit einer Mischung aus Krediten und Zuschüssen für Unternehmen, deren Umsätze plötzlich wegbrechen, Liquidität in Unternehmen sichern.
 

Corona-Hilfs-Fonds

Geschaffen für Unternehmen und Branchen, die durch Maßnahmen wie Betretungsverbote, Reisebeschränkungen oder Versammlungsbeschränkungen besonders betroffen sind oder/und in Folge der Corona Krise mit großen Umsatzeinbußen und der Gefährdung ihrer Geschäftsgrundlage konfrontiert sind. Der Corona-Hilfs-Fonds besteht aus Kreditgarantien der Republik sowie aus dem Fixkostenzuschuss des Bundes.


Garantie der Republik mit bis zu 100% Haftung für die Kreditsumme:

Mit den Garantien sollen Betriebsmittelkredite von Banken an Unternehmen mit bis zu 120 Millionen Euro besichert werden. Die Laufzeit beträgt maximal 5 Jahre, der Kreditzinssatz höchstens 1 Prozent. Die Garantieentgelte bewegen sich je nach Größe des Unternehmens, Laufzeit der Haftung und Garantiehöhe zwischen 0 und 2 Prozent. Voraussetzung für die Beantragung der Garantie ist eine Geschäftstätigkeit und ein entsprechender Liquiditätsbedarf in Österreich, zudem dürfen nur stark begrenzte Boni an Vorstände ausgeschüttet und keine Dividendenzahlungen von 16.3.2020 – 16.3.2021 aus dieser Liquiditätshilfe getätigt werden. Ansprechpartner für die Unternehmen ist die Hausbank, diese kümmert sich in weiterer Folge um die Abwicklung. Je nach Unternehmen wird der Antrag dann an die Oesterreichische Kontrollbank (Großunternehmen), an die Austria Wirtschaftsservice GmbH (Klein- und Mittelbetriebe) oder an die Österreichische Hotel- und Tourismusbank GmbH (Tourismusunternehmen) weitergeleitet, die ihr bisheriges Haftungsangebot entsprechend erweitern. Über diese drei Förderstellen werden von der neugegründeten COFAG (Covid-19 Finanzierungsagentur) Kreditgarantien für von Banken an Unternehmen vergebene Kredite ausgestellt. Näheres zu den Angeboten unter Punkt 1 „Liquidität sichern“.
 

Fixkostenzuschuss - Phase 1

  • Steuerfreier, nicht rückzahlbarer Zuschuss zu den angefallenen Betriebskosten
  • Gestaffelt nach der Höhe des Umsatzausfalls: 25 Prozent Fixkostenzuschuss (max. 30 Mio) bei Umsatzausfall von 40 bis 60 Prozent, 50 Prozent Fixkostenzuschuss (max. 60 Mio) bei Umsatzausfall von über 60 bis 80 Prozent, 75 Prozent Fixkostenzuschuss (max. 90 Mio) bei Umsatzausfall von über 80 bis 100 Prozent
  • kann für bis zu 3 zusammenhängende Monate geltend gemacht werden
  • Abrechenbare Fixkosten sind beispielsweise Geschäftsraummieten und Pacht, betriebliche Versicherungsprämien, Zinsaufwendungen, Zahlungen für Strom / Gas / Telekommunikation, etc., aber auch Wertverlust von verderblicher oder saisonaler Ware, sofern diese aufgrund der COVID-19-Krise mindestens 50% des Wertes verliert.
  • Ausgeschlossen sind Unternehmen mit aggressiver Steuerplanung und über die rechtskräftig eine Finanzstrafe verhängt wurde sowie Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeiter, die im Betrachtungszeitraum mehr als 3 % der Mitarbeiter gekündigt haben, statt die Kurzarbeit in Anspruch zu nehmen (Eine Ausnahme kann auf begründeten Antrag gewährt werden)
  • Bisherige Unterstützungen von Gebietskörperschaften im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise werden mit dem Fixkostenzuschuss gegengerechnet. Dies gilt auch für etwaige Entschädigungen nach dem Epidemiegesetz. Ausgenommen davon sind nur Zahlungen aus den Härtefallfonds. Zahlungen im Zusammenhang mit Kurzarbeit sind ebenfalls nicht in Abzug zu bringen.
  • Die Förderung wird in drei Tranchen ausgezahlt. Die zweite Tranche und somit insgesamt höchstens 75% des voraussichtlichen Fixkostenzuschusses kann seit 19. August über FinanzOnline beantragt werden. Liegen die qualifizierten Daten aus dem Rechnungswesen bereits bei Beantragung der zweiten Tranche vor, kann der gesamte Fixkostenzuschuss bereits mit dieser Tranche beantragt werden.
  • Die Auszahlung des Fixkostenzuschusses muss spätestens bis 31. August 2021 beantragt werden.

Weitere Informationen
Fixkostenzuschuss-Richtlinie

    
       

Beratungszuschuss

Für Unternehmen gibt es zudem ein Beratungsangebot durch einen von der Wirtschaftskammer Vorarlberg namhaft gemachten Unternehmensberater. Dieses vom Land Vorarlberg und der Wirtschaftskammer zu gleichen Teilen getragene Angebot umfasst acht Stunden Beratung durch einen Experten und inkludiert eine Analyse, die Erstberatung und die Erarbeitung von individuellen Lösungsvorschlägen für Unternehmen in Schieflage. Darauf aufbauend werden zudem die passenden Unterstützungsmaßnahmen abgeklärt. Weitere Beratungen werden bis zu einem Ausmaß von 16 Stunden mit 50 Prozent, unterstützt.

Weitere Informationen
     

Tourismus-Sonderförderung des Landes Vorarlberg

Infolge pandemiebedingter behördlich angeordneter Betriebsschließungen und der vorzeitigen Beendigung der Wintersaison ist die Tourismuswirtschaft mit erheblichen Rückgängen der Umsatzerlöse konfrontiert. Gleichzeitig ist das Wiederhochfahren der Tourismuswirtschaft aufgrund der starken Abhängigkeit insbesondere von ausländischen Gästen mit sehr hohen Unsicherheitsfaktoren verbunden. Um existenzbedrohende Liquiditätsengpässe zu vermeiden und Arbeitsplätze zu sichern, wird deshalb seitens des Landes Vorarlberg als Sofortmaßnahme eine Förderung in Form eines einmaligen direkten Zuschusses zum Wiederhochfahren der Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe bereitgestellt.

  • Basis für die Berechnung der Förderung ist der erzielte Umsatz im Zeitraum 01.03.2019 bis 31.05.2019. Der Förderzuschuss beträgt 6 Prozent (max. 50.000 Euro) des in diesem Betrachtungszeitraum insgesamt erzielten Umsatzes (netto).
  • Gefördert werden Lebensmittel (unter der Voraussetzung, dass die Produkte nicht nur regional eingekauft werden, sondern auch aus heimischer Produktion stammen), Getränke, Werbe- und Marketingkosten, Waren- und Betriebsmittel sowie Kosten für externe Dienstleistungen, die im Zeitraum 1.6.2020 bis 31.03.2021 anfallen.
  • Die Förderung ist ausdrücklich kein Ersatz für einen entstandenen Schaden. Gefördert werden nur Kosten, die durch laufenden Betrieb anfallen und auch ohne die Corona-Pandemie entstanden wären.
  • Die Förderung wird im Vorhinein auf Grundlage des vollständig ausgefüllten und durch den Förderungswerber und Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer unterfertigten Förderantrag ausbezahlt.

       
5. Sonderprojekte

Trotz eines engmaschigen Netzes gibt es dennoch Maßnahmen, die nicht durch Richtlinien abgebildet werden können, aber dennoch einen wertvollen und wichtigen Beitrag leisten. Innovative Projekte mit F&E-Charakter und/oder hohem technologischem Anspruch, können als Sonderprojekte beim Land Vorarlberg eingebracht und damit Innovationen wie „Schutzmasken made in Vorarlberg“ und der Abstandswarner „SAFEDI“ unterstützt und rasch umgesetzt werden können.     

     
6. Startup-Förderungen

Die Corona-Krise hat auch die österreichische Startup-Szene stark getroffen. Neben Auswirkungen, mit denen auch andere Unternehmen zu kämpfen haben, trifft sie besonders die Zurückhaltung am Kapitalmarkt. Geldgeber, die mit ihren Investments in neue Geschäftsmodelle, innovative Ideen und Technologietrends investieren, sind vorsichtig geworden und haben ihre Investitionen oftmals abgesagt oder nach hinten verschoben. Die Corona-Pandemie entzieht damit dem Ökosystem der zunehmend den finanziellen Boden. Die Bundesregierung hat aus diesem Grund ein COVID-Paket für Startups angekündigt, das sich den Finanzierungs- und Liquiditätsproblemen widmen soll.
 

Covid-Start-up-Hilfsfonds

Mit diesem Covid-Startup-Hilfsfonds bekommen innovative Startups einen Zuschuss auf private Investments, die seit Ausbruch der COVID-Krise getätigt werden. Das bedeutet, bekommt ein Startup-Unternehmen frisches Eigenkapital oder eigenkapitalähnliche Einlagen von Investoren von mindestens 10.000 Euro, so werden diese Mittel durch einen Zuschuss verdoppelt (bis zu einer Höhe von 800.000 Euro). Dieser Zuschuss muss im Erfolgsfall zurückgezahlt werden. Das Zuschussvolumen der aws in Höhe von 50 Millionen Euro bedeutet zusammen mit privatem Kapital von Investoren insgesamt 100 Millionen Euro für Startups.

Mehr Informationen und Antragstellung
   

Venture Capital Fonds

Zur Mobilisierung von zusätzlichem Risikokapital wird die aws Kapitalgarantie eingesetzt. Mittels Ausschreibung wird ein oder mehrere private Fondsmanagements ausgewählt, welche Venture Capital Fonds mit Investitionsfokus auf österreichische Startups errichten. Zur Mobilisierung von Investoren, die seit dem Ausbruch der COVID-Krise frisches Geld für diese Fonds bereitstellen, übernimmt die aws eine Kapitalgarantie in Höhe von bis zu 50 Prozent des Fondsvolumens. Der Gesamtrahmen der Kapitalgarantien ist mit 25 Millionen Euro festgelegt. Der oder die Venture Capital Fonds investiert/en in Startups, um deren krisenbedingt verzögerte Umsetzung von Geschäftsmodellen besser zu ermöglichen. Je Startup ist ein Investitionsbetrag von 200.000 Euro bis 1 Million Euro vorgesehen.
     

7. Wirtshaus-Paket

Die Gastronomie ist besonders durch die Folgen der Coronakrise betroffen. Einerseits mussten die Betriebe sehr lange geschlossen bleiben und andererseits werden die Wirtinnen und Wirte die Auswirkungen noch länger stark spüren. Mit dem Wirtshaus-Paket wurde ein Maßnahmenbündel bestehend aus steuerlichen Entlastungen, Unterstützungen sowie Anreizen zur Steigerung des Konsums geschnürt.

Die Maßnahmen im Detail:

  • Das Paket beinhaltet eine Senkung der Steuer auf nichtalkoholische Getränke in Wirtshäusern auf 10 Prozent bis Ende 2020. Dies entspricht einer Entlastung in Höhe von rund 200 Mio Euro. – Mit der am 30.6. beschlossenen Mehrwertsteuersenkung für Getränke auf 5 Prozent bis Ende des Jahres wurde sogar eine darüber hinaus gehende Regelung beschlossen.
  • Ebenso wurde eine Vereinfachung und Entlastung durch höhere Pauschalierung angekündigt. Die Pauschalierungsgrenze wird dabei von 255.000 Euro auf 400.000 Euro Jahresumsatz erhöht.
  • Durch eine Erhöhung der Mobilitätspauschale von 2 Prozent auf 6 Prozent für Gasthäuser in Gemeinden bis 5.000 Einwohner und 4 Prozent für Gasthäuser in Gemeinden bis 10.000 Einwohner wird es außerdem steuerliche Entlastungen für Dorfwirtshäuser geben.
  • Weiters wird die Höchstgrenze für steuerfreie Essensgutscheine von 4,4 Euro auf 8 Euro angehoben, die Absetzbarkeit von Geschäftsessen in Wirtshäusern von 50 auf 75 Prozent erhöht und die Schaumweinsteuer ab 1. Juli 2020 abgeschafft.

      
8. Mehrwertsteuersenkung für Gastronomie und Kultur

In der Nationalratssitzung vom 30. Juni wurde eine Novelle des Umsatzsteuergesetzes beschlossen, die insbesondere die Gastronomie sowie die Kultur- und Medienbranche entlasten soll.
Demnach wird der Steuersatz unter anderem für Getränke und Speisen in der Gastronomie, Theater- und Kinokarten, aber auch für Kunstwerke, Bücher, Zeitungen, Zoos und Naturparks bis Jahresende auf 5% reduziert. Der Anwendungsbereich wurde mittels einer Abänderung auf die Beherbergung bzw. Nächtigungen, auf andere gewerbliche Gastronomietätigkeiten, etwa von Fleischern, Bäckern oder Buschenschanken, sowie für Schausteller und E-Publikationen ausgedehnt. Außerdem wurde eine Entschließung gefasst, um sicherzustellen, dass das Auslaufen der Regelung nicht zu einer Preiserhöhung für die Konsument führt.

      
9. Zuschuss für Reisebüros

Vorarlberger Reisebranche war und ist von den Folgen der Coronapandemie besonders hart betroffen. Durch Corona sind die Umsätze für diese Unternehmen komplett weggebrochen und für das Wiederhochfahren sind zusätzliche Marketingmaßnahmen notwendig. Die weltweit gültigen Reisebeschränkungen und die weitgehenden Einschränkungen aus den Covid-19-Sicherheitsvorschriften im weltweiten Reiseverkehr und in den Zielländern tragen zudem dazu bei, dass es eine längere Zeit dauern wird, bis an die Umsätze des Vorjahres angeschlossen werden kann. Es sind daher in der jetzigen Phase des Wiederbeginnes Unterstützungen seitens des Landes notwendig.

  • Förderbar sind Unternehmungen der Fachgruppe Reisebüros Vorarlberg, die im Bereich der Reiseveranstaltung und Vermittlung von Linienflügen und Flugpauschalreisen tätig sind und die ihren Hauptbetrieb und ihre  Betriebsstätte in Vorarlberg haben.
  • Gefördert werden 50 % der Kosten für Marketingmaßnahmen im Zusammenhang mit der Vermittlung von Linienflügen und Flugpauschalreisen (z.B. Inserate, Prospekte, Werbekampagnen, Digital Marketing, PR, Directmailings usw.), die im Zeitraum 15.3. bis 31.12.2020 anfallen.
  • Die Höhe der Förderung beträgt maximal € 40.000 pro Unternehmen.
  • Die Förderung für Betriebe, welche im Rahmen der Förderung für Unternehmungen im Gelegenheitsverkehr mit Autobussen gefördert wurden, wird angerechnet.
  • Die Mindestkosten für Marketingmaßnahmen müssen € 5.000,- betragen.
  • Die Einreichung hat bis 31.12.2020 und ausschließlich elektronisch per E-Mail an folgende Mailadresse zu erfolgen: wirtschaft@vorarlberg.at

      
Überblick über Kontakte und Hotlines

Wirtschaftskammer Vorarlberg: Coronavirus Infopoint
T: 05522 305 7755
Montag - Sonntag: 08:00 - 18:00 Uhr
E-Mail: info-corona@wkv.at


Wirtschaftskammer Österreich: Coronavirus Infopoint
T: 0590900 4352
Montag - Freitag: 08:00 - 20:00 Uhr; Samstag: 10:00 – 16:00 Uhr
E-Mail: infopoint_Coronavirus@wko.at


AMS Vorarlberg
T: 05574 691
E-Mail: ams.vorarlberg@ams.at


Finanzministerium
Auskünfte zu steuerrechtlichen Erleichterungen (wie z.B. Stundungen und Gebührenbefreiungen), Kurzarbeit, Härtefallfonds & Corona Hilfs-Fonds: T: 050 233 770
Montag - Donnerstag: 07:30 - 15:30 Uhr; Freitag: 07:30 - 12:00 Uhr


aws - Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft
Hotline für Überbrückungsgarantien: T: +43 1 501 75-500
E-Mail: coronagarantie@aws.at


ÖHT - Österreichische Hotel- und Tourismusbank
Covid-19 Hotline: T: +43 720 301 355
E-Mail: hotline@oeht.at


Sozialversicherungsanstalt für Selbständige (SVS) 
Für Fragen zu Beitragszahlungen für Unternehmen: T: +43 50 808 808
Montag - Donnerstag: 07:30 - 16:00 Uhr; Freitag: 07:30 - 14:00 Uhr


Vorarlberger Gemeindeverband
T: 05572 55450
E-Mail: vorarlberg@gemeindeverband.at


OeKB – Österreichische Kontrollbank
T +43 1 53127-2600
E-Mail: exportservices@oekb.at


Arbeiterkammer Vorarlberg
T: 050 258 4444
E-Mail: kontakt@ak-vorarlberg.at


AGES - Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit
Corona-Hotline T: +43 800 555 621
Expertinnen und Experten der AGES beantworten in einem 24h-Betrieb fachliche Fragen rund um das Corona-Virus.


Abteilung Landwirtschaft und ländlicher Raum des Landes Vorarlberg:
Für alle Fragen zum Thema Land- und Forstwirtschaft: T: +43 5574 511 25120           

       
Mehrsprachige Informationen finden sie unter:



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