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Coronapage-Artikel: Wirtschaft/Arbeit & Förderungen

Coronavirus: Wirtschaft/Arbeit & Förderungen

Mehr zu den Themen Wirtschaft und arbeitsmarktpolitische Maßnahmen
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Fotomotiv Wirtschaft - Coronavirus

Corona: Umfassende Informationen für Vorarlberger Unternehmerinnen und Unternehmer


Stand: 7. Jänner 2021


Neu: Hilfe für vom Lockdown indirekt Betroffene

Für Betriebe, die direkt von der Lockdown-Schließung betroffen sind, wurden inzwischen eigene Unterstützungsmaßnahmen umgesetzt. An diesen Unternehmen hängen aber auch viele indirekt betroffene Unternehmen, etwa Zulieferer, Dienstleister wie Textilreinigungen oder Bühnenbauer. Nun hat die Bundesregierung gemeinsam mit der Wirtschaftskammer auch für diese Betriebe eine eigene Hilfe konzipiert, um Umsatzeinbußen abzufedern und Arbeitsplätze zu retten. Um diese Hilfen auszuzahlen, muss jedoch zunächst die Abrechnung für den Umsatzersatz für den Dezember abgewickelt sein. Daher wird die Beantragung für die indirekt betroffenen Unternehmen ab Ende Jänner über FinanzOnline möglich sein.

Mehr Informationen unter Punkt 4 – Betriebe Absichern.


Lockdown-Umsatzersatz für Dezember bis 20.1. beantragen!

Zur Unterstützung der österreichischen Wirtschaft stellt die Bundesregierung im Rahmen des Corona Hilfsfonds einen neuerlichen Lockdown-Umsatzersatz als Hilfsmaßnahme bereit, der bis 31. Dezember 2020 erweitert wurde. Die Hilfsmaßnahme des Bundes für direkt vom Lockdown betroffene Branchen ersetzt bis zu 50 Prozent des Netto-Umsatzes (im Vergleich zum Dezember 2019) bis 800.000 Euro. Für Handelsunternehmen kommt es zu einer Staffelung. Beantragt werden kann der Umsatzersatz bis 20. Jänner 2021 über Finanzonline.

Mehr Informationen unter Punkt 4 – Betriebe Absichern oder hier.


Bis zu 3 Millionen Euro Verlustersatz!

Anspruchsberechtigt sind alle Unternehmen, die durch die Corona-Krise im Zeitraum zwischen 16. September 2020 und 30. Juni 2021 Umsatzausfälle von mindestens 30 Prozent haben. Große und mittlere Unternehmen erhalten bis zu 70% ihres Verlustes, kleine und Kleinst-Unternehmen (bis 49 Mitarbeiter) bis zu 90% ihres Verlustes des Vergleichszeitraumes. Für denselben Zeitraum kann kein Umsatzersatz oder Fixkostenzuschuss Phase 2 (Deckel 800.000 Euro) bezogen werden, ein Umstieg vom Fixkostenzuschuss ist jedoch einmalig möglich, um den Unternehmen die Möglichkeit zu geben die günstigste Variante zu wählen.

Mehr Informationen unter Punkt 4 – Betriebe Absichern oder hier.


Corona-Handbuch

Die Landesregierung veröffentlichte einen kompakten Überblick mit zahlreichen aktuelle Empfehlungen zum Corona-Infektionsschutz.
► Empfehlungen für Schutzmaßnahmen in Vorarlbergs Unternehmen


Wirtschaftsmonitoring

Als Grundlage für vorausschauende und sachorientierte Planungen und Entscheidungen hat das Land ein Analysetool mit wesentlichen Kennzahlen für Vorarlberg erstellt. 
Das Vorarlberger Wirtschaftsmonitoring ist unter www.vorarlberg.at/monitoring erreichbar.


Wir lassen Sie nicht im Stich!

Fünf-Punkte-Plan für Vorarlbergs Weg aus der Corona-Krise

Die Coronakrise stellt neben vielen anderen Lebensbereichen auch die Wirtschaft vor eine nie gekannte Herausforderung. Liquidität gewährleisten, um Arbeitsplätze zu erhalten und Existenzen zu sichern, ist in der gegenwärtigen Situation das Gebot der Stunde. Von der Bundes- und Landesregierung abwärts arbeiten viele Institutionen und Einrichtungen eng abgestimmt mit der Wirtschaftskammer an Lösungen, die den Unternehmen durch diese Krise helfen sollen.

Alle ziehen an einem Strang:

Anknüpfend an das vom Bund ins Leben gerufene Hilfsprogramm für die österreichische Wirtschaft hat auch die Vorarlberger Landesregierung angekündigt, dass das Land entsprechende Maßnahmen setzen und aus eigenen Mitteln zusätzlich bis zu 100 Millionen Euro zur Bekämpfung der Coronakrise zur Verfügung stellen wird. Unterstützung seitens des Landes soll es dort geben, wo die Hilfe des Bundes nicht oder nur unzureichend greift. Einrichtungen wie das AMS, die Wirtschaftskammer, die Sozialversicherungen und weitere bieten ihrerseits konkrete Hilfen an.

Seitens des Wirtschaftsressorts wollen wir Sie bestmöglich unterstützen und haben deshalb unter anderem – neben vielen weiteren Maßnahmen - diese Informations- und Überblicksseite für betroffene Unternehmerinnen und Unternehmer ins Leben gerufen. Wir bedanken uns bei allen, die in diesen herausfordernden Zeiten großes Leisten. Vorarlberg hält zusammen!        


Handlungsempfehlung

  • Melden Sie sich beim Coronavirus Infopoint der Wirtschaftskammer Vorarlberg (T: +43 5522 305 7755 oder info-corona@wkv.at). Besprechen Sie dort die Möglichkeiten der Hilfsprogramme und Ihre konkreten Fragen zu Arbeitsrecht, Entgeltfortzahlungen, internationalen Lieferketten, etc.
  • Prüfen Sie das Corona-Kurzarbeitsmodell des AMS, vermeiden Sie Kündigungen! Das neue Kurzarbeitsmodell bietet gegenüber dem bisherigen Modell wesentlich attraktivere Bedingungen mit dem Ziel, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter trotz der schwierigen Lage weiter in Beschäftigung zu halten.
  • Nehmen Sie Kontakt zu Ihrer Hausbank auf. Die Vorarlberger Regionalbanken haben ihrerseits versichert, dass alles unternommen wird, um gemeinsam mit den Kunden, die für die individuelle Situation beste Lösung zu finden. Reden Sie mit Ihrem Vermieter. Auch dort besteht vermutlich Interesse an einem langfristigen Mietverhältnis. Sprechen Sie mit Ihrer Versicherung und fragen nach Stundungsmöglichkeiten.

Überblick über Sofortmaßnahmen

Die Bundesregierung hat ein umfangreiches Hilfspaket beschlossen, um massenhafte Arbeitslosigkeit in unserem Land sowie die Zahlungsunfähigkeit von Unternehmen zu verhindern. Das Land Vorarlberg stellt ebenfalls bis zu 100 Millionen Euro für ein auf den Bund abgestimmtes Maßnahmenpaket zur Verfügung. Viele Menschen arbeiten derzeit mit Hochdruck an der Umsetzung und Weiterentwicklung der Maßnahmen, um die von Ihnen benötigte Hilfe rasch und unbürokratisch zur Verfügung stellen zu können. Wir werden diese Seite daher fortlaufend mit neuen Informationen und Details ergänzen.

       
1. Liquidität erhalten

Durch den abrupten Einbruch von Aufträgen, Betriebsschließungen u.ä. fehlt es an liquiden Mitteln, auch wenn das Unternehmen grundsätzlich gesund ist. In dieser Situation gilt es, rasch und unkompliziert Liquidität zur Verfügung zu stellen, um den Fortbestand des Unternehmens zu ermöglichen, die Auszahlung von Löhnen sicherzustellen, uvm. Im Folgenden werden Maßnahmen von verschiedenen Institutionen und Partnern aufgelistet, welche dieses Ziel unterstützen. 
 

Finanzamt

  • Zahlungserleichterungen (Stundung):  
    Stundungen, die nach dem 15. März 2020 aufgrund von Covid-Betroffenheit bewilligt wurden und am 1. Oktober 2020 ausgelaufen wären, wurden automatisch bis 31. März 2021 verlängert. In diese Verlängerung werden auch alle Abgaben einbezogen, die bis zum 25. September 2020 auf dem Abgabenkonto verbucht wurden. 
  • Ratenzahlung über längere Zeiträume und zu niedrigeren Zinssätzen
    Bisher sah das gesetzliche Ratenzahlungskonzept eine Gesamtdauer von maximal 12 Monaten mit 4,5 % über dem Basiszinssatz vor. Durch eine Änderung der Bundesabgabenordnung wird einerseits die Dauer der Rückzahlung von 12 auf maximal 36 Monate verlängert, andererseits werden die Zinssätze gesenkt. So wird für die Ratenzahlungen nun ein stark reduzierter Zinssatz berechnet, der 2 % über dem Basiszinssatz liegt.
    In der Phase 1 des Ratenzahlungsmodells können die Rückstände binnen 15 Monaten, das ist der Zeitraum von Ende März 2021 bis Ende Juni 2022, beglichen werden. Ist die Rückzahlung des gesamten ausstehenden Betrags bis Ende Juni 2022 nicht möglich, aber wurden zumindest 40 % davon beglichen, so kann in der Phase 2 dieses Modells die Rückzahlung binnen weiterer 21 Monate, das bedeutet bis längstens Ende März 2024, erfolgen. Das Modell gilt grundsätzlich nur für „COVID-bedingte Rückstände“, kann sich aber auch auf „Vor-COVID-Zeiten“ erstrecken, sofern die Rückstände aus diesem Zeitraum nicht überwiegen.
  • Am 7. Juli 2020 zusätzlich im Nationalrat beschlossen:
    Unternehmen erhalten die Möglichkeit eines Verlustrücktrags – das heißt, sie können Verluste aufgrund der Corona-Krise mit Gewinnen der Vorjahre gegenverrechnen. Zudem wurde eine degressive Abschreibung eingeführt, die auch für unkörperliche Wirtschaftsgüter im Bereich Digitalisierung, Ökologisierung und Gesundheit/Life Science zugänglich ist.   


Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen (SVS)

  • Alle SVS-Versicherten, die durch den Corona-Virus mit finanziellen Einbußen rechnen oder durch Erkrankung bzw. Quarantäne betroffen sind, erhalten von der SVS Unterstützungen.
  • Stundung der Beiträge, Ratenzahlung der Beiträge, Herabsetzung der vorläufigen Beitragsgrundlage, gänzliche bzw. teilweise Nachsicht der Verzugszinsen.
  • Mehr Informationen und Antragstellung
         

Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK)

Das neue Maßnahmenpaket gliedert sich in zwei Phasen der Konsolidierung. Phase 1 dient im Wesentlichen dazu, die aufgelaufenen Beitragsrückstände bis einschließlich 31.3.2021 zu begleichen bzw. weitgehend zu reduzieren. Dies erfolgt je nach finanzieller Leistungsfähigkeit des jeweils betroffenen Unternehmens bis 30.6.2022. Phase 2 zielt in weiterer Folge darauf ab, etwaig noch verbleibende Beitragsrückstände mittelfristig abzubauen. Hierfür steht ein zeitlicher Rahmen bis längstens 31.3.2024 zur Verfügung.

Phase 1

  • Beitragszeiträume Februar bis April 2020
    Das gesetzliche Zahlungsziel für verzugszinsenfrei gestundete Beiträge der Beitragszeiträume Februar bis April 2020 wird auf den 31.3.2021 verlängert (ursprünglich 15.1.2021).
  • Beitragszeiträume Mai bis Dezember 2020
    Aktuell wurden mit den Dienstgebern entsprechend dem gesetzlichen Handlungsspielraum individuelle Stundungs- und Ratenvereinbarungen getroffen. Beiträge, für die bereits Ratenzahlungen gewährt wurden, können nunmehr abweichend von der jeweils bereits getroffenen Vereinbarung bis spätestens 31.3.2021 eingezahlt werden. Den Dienstgebern steht es jedoch im Hinblick auf ihre bisherig angestellten Planungen und wirtschaftlichen Überlegungen frei (z. B. um Verzugszinsen zu vermeiden), bereits bestehende früher auslaufende Ratenvereinbarungen unverändert aufrecht zu lassen.
  • Beitragszeiträume Jänner bis Februar 2021
    Für die Beitragszeiträume Jänner bis Februar 2021 ist es bei glaubhaften coronabedingten Liquiditätsproblemen nunmehr ebenfalls möglich, Stundungen bis 31.3.2021 in Anspruch zu nehmen.
  • Beitragszeiträume ab März 2021
    Für die Beiträge ab dem Beitragszeitraum März 2021 gelten wieder die herkömmlichen Fälligkeiten und Zahlungsfristen. Die laufenden Beiträge sind somit unaufgefordert bis zum 15. des Folgemonates unter Berücksichtigung einer dreitägigen Respirofrist zu entrichten.
  • Ratenvereinbarungen für Phase 1
    Ist absehbar, dass das gesetzliche Zahlungsziel per 31.3.2021 nicht erfüllt werden kann, sind Ratenzahlungen bis längstens 30.6.2022 (ursprünglich nur bis 31.12.2021) möglich. Das Vorliegen von coronabedingten Liquiditätsproblemen ist dabei gegenüber der ÖGK glaubhaft zu machen.
    Der Verzugszinsensatz wird für den Zeitraum ab 1.4.2021 bis 30.6.2022 (Ratenvereinbarungen Phase 1) temporär um 2 Prozent verringert (Reduzierung von derzeit 3,38 auf 1,38 Prozent). Das gemeinsame Ziel, die finanziellen Folgen der Corona-Krise abzufedern, wird dadurch unterstützt.

Phase 2

Bestehen trotz nachweislicher intensiver Bemühungen der Unternehmen zum 30.6.2022 noch teilweise Beitragsrückstände aus den Beitragszeiträumen Februar 2020 bis Februar 2021, können diese in der Phase 2 sukzessive beglichen werden. Ziel ist es, betroffene Unternehmen weiterhin zu unterstützen und ihren wirtschaftlichen Fortbestand so weit wie möglich zu sichern.

Zu diesem Zweck ist es der ÖGK für weitere 21 Monate - also bis maximal 31.3.2024 - möglich, weiterführende Zahlungserleichterungen in Form von Ratenvereinbarungen anzubieten. Folgende gesetzliche Voraussetzungen sind hierfür zu erfüllen:

  • Im Zeitraum vom 1.4.2021 bis 30.6.2022 wurden zumindest bereits 40 % des ursprünglichen Beitragsrückstandes beglichen.
  • Es sind ausschließlich Beiträge betroffen, die auf Grund einer bis 30.6.2022 gültigen Ratenzahlungsvereinbarung nicht vollständig entrichtet werden konnten.
  • Im Ratenzahlungszeitraum bis 30.6.2022 ist kein Terminverlust eingetreten.
  • Es ist glaubhaft zu machen, dass der zum 30.6.2022 verbliebene Beitragsrückstand zusätzlich zu den laufend anfallenden Beiträgen entrichtet werden kann.
  • Der Antrag langt spätestens bis zum 30.6.2022 ein.


Gemeindeabgaben

  • Aussetzung der Einbringung sofern der Abgabepflichtige glaubhaft machen kann, dass er von einem Liquiditätsengpass betroffen ist, der konkret auf den SARS-CoV-2-Virus zurückzuführen ist.
  • Auf die Aussetzung der Einbringung als behördeninterne Maßnahme besteht kein Rechtsanspruch und sie kann auch nicht formell beantragt werden. Die Gemeinde kann der Anregung jedoch formlos (kein Bescheid) zustimmen, wodurch die gewünschte Zahlungserleichterung eintritt.
  • Im Gegensatz zu Stundungen oder Ratenzahlungen fallen dabei auch keine Stundungszinsen in Höhe von 6% an.
  • Vorgehensweise:        
  1. Die Abgabe betragsmäßig erklären. D.h., dass der Gemeinde die Höhe der Abgabe innerhalb der normalen Frist/Fälligkeit mitzuteilen ist.
  2. Mit der Erklärung ist die Aussetzung der Einbringung bis zu einem bestimmten Zeitpunkt anzuregen und dabei glaubhaft zu machen, dass das Unternehmen von einem durch den SARS-CoV-2-Virus bedingten Liquiditätsengpass betroffen ist. 


Wirtschaftskammer

  • In einigen Fachgruppen haben die Fachgruppentagungen eine generelle Ermäßigung der Grundumlage beschlossen, in allen anderen Fachorganisationen werden auf Antrag im Wege einer individuellen Nachsicht entsprechende Nachlässe gewährt.
  • Darüber hinaus besteht im Falle einer wirtschaftlichen Notlage aufgrund der Corona-Krise die Möglichkeit, eine Stundung bzw. eine Ratenzahlung der Steuern - darunter auch die Kammerumlage 1 und Kammerumlage 2 - zu beantragen.
     

Hausbank

  • Von der Coronakrise in Mitleidenschaft gezogenen Privatpersonen und Unternehmen wird zudem empfohlen, mit Ihrer Hausbank in Verbindung zu treten und sich nach Stundungsmöglichkeiten oder Überbrückungskrediten zu informieren. In Gesprächen mit der Landesregierung haben die Vorarlberger Regionalbanken ihrerseits versichert, dass alles unternommen wird, um gemeinsam mit den Kunden, die für die individuelle Situation beste Lösung zu finden, insbesondere auch was Wohnbaukredite betrifft.  Eine im Nationalrat beschlossene Gesetzesnovelle brachte zudem ein Schuldenmoratorium für private Kreditnehmer und Kleinstunternehmen, sofern der Kredit vor dem 15. März 2020 aufgenommen wurde und dem Kreditnehmer durch Corona-bedingte Einkommensausfälle eine Rückzahlung nicht zumutbar ist. Bis 31. Jänner 2021 fällige Zahlungen (Kreditraten, Zinsen, Tilgungen) werden damit gestundet.
       

Wohnbauförderung

  • Das Land Vorarlberg gewährt auf Antrag eine Stundung der Wohnbauförderungsrückzahlung für drei Monate. Eine Verlängerung der Stundung auf weitere drei Monate ist bei Bedarf ebenfalls möglich.
        

Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft (aws)

  • Besicherung von Überbrückungsfinanzierungen der Hausbanken mit staatlichen Haftungen zwischen 80 und 100 Prozent und der teilweisen Kostenübernahme der einmaligen Bearbeitungsgebühr und der Haftungsprovision.
  • Verwendungszweck: Stärkung der Liquidität in Form von Betriebsmittelkrediten für Kosten im Zusammenhang mit der „Corona-Krise“ und Stundung von bestehenden Finanzierungen.
  • Unterstützt werden: gewerbliche und industrielle KMU nach EU-Definition, EPU, alle freien Berufe, neue Selbstständige sowie Betriebe in den Bereichen Landwirtschaft, Fischerei und Aquakultur
  • Für Unternehmen des Fischerei- und Aquakultursektors beträgt die Obergrenze des Kredites 120.000 Euro, für Unternehmen der landwirtschaftlichen Urproduktion 100.000 Euro.
  • Nicht antragsberechtigt sind KMU der Tourismus- und Freizeitwirtschaft mit einem Kreditbedarf bis 4,4 Mio Euro (hier ist die ÖHT zuständig) sowie Großbetriebe (hier ist die OeKB zuständig)
  • Anträge können nur über Banken eingereicht werden. Einlangende, vollständige Garantieanträge werden in einem Schnellverfahren genehmigt.
  • Drei Garantievarianten sind möglich, die Laufzeit für alle drei beträgt 5 Jahre.
  • Mehr Informationen
          

Garantiequote 80%:

  • Maximaler Kreditrahmen bis zu 1,5 Mio. Euro 
  • Zinssatzobergrenze: variabel
  • aws Garantieentgelt: keines
  • Ausreichender de-Minimis-Rahmen ist verfügbar
        

Garantiequote 90%:

  • Maximaler Kreditrahmen bis zu 27,7 Mio. Euro
  • Zinssatzobergrenze: 1 % p.a. fix
  • aws Garantieentgelt: 0,25 – 1 % (lt. temporären EU-beihilfenrechtlichen Bedingungen)
  • Ausnahme: mittlere Unternehmen nach KMU-Definition, die "Unternehmen in Schwierigkeiten nach EU-Definition" darstellen sind nicht garantiefähig
  • Besonderheit: kann mit Garantiequote 100 % bis 1,5 Mio. kombiniert werden.
       

Garantiequote 100%:

  • Maximaler Kreditrahmen bis zu 500.000 Euro
  • Zinssatzobergrenze: 0% p.a für die ersten zwei Jahre, danach 3-Monats-Euribor + 0,75 %.; tilgungsfrei bis 1.1.2021
  • aws Garantieentgelt: keines
  • Ausnahme: mittlere und große Unternehmen nach KMU-Definition die "Unternehmen in Schwierigkeiten nach EU-Definition" darstellen sind nicht garantiefähig
  • Besonderheit: kann mit Garantiequote 90 % bis 1,5 Mio. kombiniert werden.
        

Österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT)

  • Besicherung von Überbrückungsfinanzierungen der Hausbanken mit staatlichen Haftungen zwischen 80 und 100 Prozent und der teilweisen Kostenübernahme der einmaligen Bearbeitungsgebühr und der Haftungsprovision.
  • Die Garantien dienen zur Besicherung von Krediten zur Sicherstellung der Liquidität und zur Aufrechterhaltung des Betriebs.
  • Antragsberechtigt sind Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) der Tourismus- und Freizeitwirtschaft mit einem Kreditbedarf bis 4,4 Mio Euro. Ist der Kreditbedarf höher oder das Unternehmen ein Großbetrieb, sind das aws bzw. die OeKB für die Abwicklung zuständig.
  • Die Antragstellung erfolgt über die Hausbank über das ÖHT-Onlineportal.
  • Einreichung bis spätestens 15. Dezember 2020
  • Mehr Informationen
         

Garantiequote 80%:

  • Maximaler Kreditrahmen 0,5 Mio. Euro
  • Garantielaufzeit: 3 Jahre
  • Zinssatz maximal 2%
  • Bearbeitungsgebühr und Haftungsprovision trägt das Tourismusministerium
  • Sicherheiten: Für ÖHT keine, für 20%iges Bankenrisiko nach Möglichkeit
  • Voraussetzung: Keine Insolvenz und keine gesetzlichen Voraussetzungen für Eröffnung des Insolvenzverfahrens erfüllt
         

Garantiequote 80%:

  • Kreditrahmen 0,5 – 1,5 Mio. Euro
  • Garantielaufzeit: 5 Jahre
  • Zinssatz maximal 2%
  • Bearbeitungsgebühr und Haftungsprovision trägt das Tourismusministerium
  • Sicherheiten: Für ÖHT keine, für 20%iges Bankenrisiko nach Möglichkeit
  • Voraussetzung: Keine Insolvenz und keine gesetzlichen Voraussetzungen für Eröffnung des Insolvenzverfahrens erfüllt
          

Garantiquote 90%:

  • Maximaler Kreditrahmen: EUR 4,4 Mio.
  • Garantiefähig sind Kleinst- und Kleine Unternehmen ohne Insolvenz und ohne die gesetzlichen Voraussetzungen für Eröffnung des Insolvenzverfahrens erfüllt zu haben sowie mittlere Unternehmen, die zum 31. Dezember 2019 nicht als „Unternehmen in Schwierigkeiten“ gemäß EU-Definition gegolten haben
  • Garantielaufzeit: 5 Jahre
  • Zinssatzobergrenze für den Bankkredit: 1% p.a.
  • Bearbeitungsgebühr wird dem Förderungsnehmer nicht in Rechnung gestellt; Haftungsprovision laufzeitabhängig zwischen 0,25% und 1%
  • Keine Sicherheiten
         

Garantiquote 100%:

  • Maximaler Kreditrahmen: EUR 0,5 Mio.
  • Garantiefähig sind Kleinst- und Kleine Unternehmen ohne Insolvenz und ohne die gesetzlichen Voraussetzungen für Eröffnung des Insolvenzverfahrens erfüllt zu haben sowie mittlere Unternehmen, die zum 31. Dezember 2019 nicht als „Unternehmen in Schwierigkeiten“ gemäß EU-Definition gegolten haben
  • Garantielaufzeit: 5 Jahre
  • Zinssatzobergrenze für den Bankkredit: 0% p.a für die ersten zwei Jahre, danach 3-Monats-Euribor + 0,75 %.
  • Bearbeitungsgebühr und Haftungsprovision trägt das Tourismusministerium
  • Keine Sicherheiten
  • Im Zuge des 2. Lockdowns bietet die ÖHT zudem nun den Förderungsnehmern die Möglichkeit, ihre COVID-19-100%-Haftungen in Absprache mit ihren Hausbanken auf das tatsächlich benötigte Ausmaß einzuschränken oder innerhalb des Optionenmodells umzusteigen, um den Lockdown-Umsatzersatz bestmöglich nützen zu können.
     

Tilgungsaussetzung für bestehende Kredite:

  • In Ergänzung zu den von der Bundesregierung gesetzten Maßnahmen bietet die ÖHT ihren Kunden eine Tilgungsaussetzung der TOP-Tourismus-Kredite für das gesamte Jahr 2020 an.
       

Österreichischen Kontrollbank

Garantiquote 90%:

  • Antragsberechtigt: Großunternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern oder einem Jahresumsatz von mehr als 50 Millionen Euro und einer Bilanzsumme von über 43 Millionen Euro.
  • Voraussetzung: kein Insolvenzverfahren anhängig und keine gesetzlichen Voraussetzungen für die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens erfüllt
  • Die Kredithöhe orientiert sich am tatsächlichen Liquiditätsbedarf und ist in der Höhe des Zweifachen der jährlichen Lohnsumme des Unternehmens oder 25 Prozent des Jahresumsatzes gedeckelt. Dabei wird für die Beurteilung der jeweils höhere Betrag herangezogen. Alternativ gilt ein Limit der Kreditsumme von 120 Millionen Euro.
  • Zinssatzobergrenze: maximal 1%
  • Laufzeit: maximal 5 Jahre
  • Das Garantieentgelt ist abhängig von der Laufzeit: 50 bp für das erste Jahr, 100 bp für das zweite und dritte Jahr, 200 bp für das vierte und fünfte Jahr
  • Einreichung über die Hausbank
  • Mehr Informationen
        

COVID-19 Kontrollbank-Refinanzierungsrahmen:

  • Betrifft alle Exportunternehmen
  • Voraussetzung ist neben einer bestehenden Exporttätigkeit der Nachweis, dass das Unternehmen bis zum Start der COVID-19-Auswirkungen in Österreich wirtschaftlich gesund war.
  • Es können Kreditrahmen in Höhe von 10 Prozent (Großunternehmen) bzw. 15 Prozent (Klein- und Mittelunternehmen) des Exportumsatzes bei der OeKB beantragt werden. Der Bund ist bereit, je nach Bonität Haftungen für 50 bis 70 Prozent dieser Kredite zu übernehmen.
  • Die primären Ziele sind die Liquidität der Exportunternehmen sicherzustellen und Arbeitsplätze zu sichern.
  • Die Höchstgrenze liegt pro Kunde bei 60 Millionen Euro.
  • Die Finanzierungen sind vorerst auf zwei Jahre befristet mit der Möglichkeit, diese zu verlängern.
  • Das Wechselbürgschaftsentgelt beträgt 0,3 % p.a. des ausgenützten Betrags für den Teil, soweit die Hausbank das Insolvenzrisiko trägt, sowie 0,6 % p.a. für den Teil, für den der Bund das Risiko trägt. Die Finanzierung erfolgt über den KRR mit dem aktuellen Zinssatz (zurzeit 0,5 %).
  • Anträge hierfür können über die jeweilige Hausbank des Exporteurs eingereicht werden.
  • Mehr Informationen


2. Arbeitsplätze sichern

Kurzarbeit vor Kündigung. Durch das neue Kurzarbeitsmodell wurde eine attraktive Möglichkeit geschaffen, damit keine krisenbedingte Freisetzung von Arbeitskräften erfolgen muss.
   

COVID-19-Kurzarbeitsmodell

  • Bei betriebswirtschaftlicher Notwendigkeit kann auf Basis einer Sozialpartnervereinbarung eine Kürzung der Arbeitszeit von 20 - 80% (in Sonderfällen 90%) beantragt werden. Im Durchrechnungszeitraum kann diese sogar phasenweise auf 0% gesenkt werden.
  • Der entstandene Entgeltausfall wird durch das AMS in Form einer Kurzarbeitsbeihilfe so ausgeglichen, dass sich ein Nettogehalt von 80 - 90%, gestaffelt nach Einkommenshöhe, ergibt. Ebenfalls ersetzt werden dem Arbeitgeber die anteiligen Arbeitgeber-Sozialversicherungsbeiträge bereits ab dem ersten Monat.
  • Die Dauer der Beihilfengewährung ist mit höchstens sechs Monaten begrenzt und muss spätestens am 31.3.2021 enden.
  • Die Auszahlung der Kurzarbeitsbeihilfe erfolgt im Nachhinein pro Kalendermonat nach Vorlage und Prüfung der Teilabrechnung. Die Möglichkeit einer kurzfristigen Zwischenfinanzierung der Löhne und Gehälter in einer wirtschaftlichen Notlage und bei Vorliegen des AMS-Bescheids wurde als Vorarlberger Lösung von heimischen Regionalbanken in Kulanz bereits angekündigt und soll verhindern, dass das Unternehmen mit Zahlungsschwierigkeiten in Vorleistung gehen müssen. Inzwischen wurde dazu auch eine bundesweite Lösung erreicht.
  • Das Unternehmen muss sich ernstlich um den Abbau von Alturlaubsansprüchen bemühen. Für den Fall, das Alturlaube und Zeitguthaben bereits abgebaut wurden, sollen Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer/Lehrlinge tunlichst eine Woche ihres laufenden Urlaubes innerhalb des Kurzarbeitszeitraumes konsumieren, sofern sie über ein solches Urlaubsguthaben bzw. Zeitguthaben verfügen.
  • ► Mehr Informationen und Antragstellung
      
    ⇒ Sonderregelung aufgrund des November/Dezember-Lockdowns:
  • Unternehmen, die unmittelbar vom Lockdown betroffen sind (z. B. Gasthäuser, Hotels), können die Arbeitszeit im November und Dezember 2020 bzw. für die Dauer des Lockdowns auf 0% senken. Dadurch ist auch eine Unterschreitung von 30 bzw. 10% Arbeitsleistung zulässig.
  • Unternehmen, die unmittelbar vom Lockdown betroffen sind, oder Unternehmen, die die Corona-Kurzarbeit nur für den Monat November und Dezember 2020 beantragen, müssen nicht begründen, warum sie Kurzarbeit beantragen. Sie benötigen daher auch keine Bestätigung eines Steuerberaters.

   
3. Härtefälle abfedern

Gerade für EPUs und Kleinstunternehmen ist die Übernahme von Krediten oder Haftungen nicht immer das geeignete Mittel. Häufig wird auch eine rasche Überbrückung für Akutsituationen benötigt, um grundlegende Bedürfnisse abdecken zu können. Dies soll über den Härtefallfonds des Bundes passieren.

Ergänzend dazu gibt es im Schulterschluss mit den Sozialpartnern einen Vorarlberger Soforthilfefonds (COVID-19 Unterstützungsfonds), welcher zusätzlich Härtefälle abfedern soll und auf besondere Situationen Rücksicht nimmt. 

    
Härtefallfonds

  • Beim Härtefall-Fonds wird auf den Unternehmer bzw. die Unternehmerin abgestellt. Er unterstützt also insbesondere Selbständige, die jetzt keine oder erheblich weniger Umsätze haben, bei der Bestreitung ihrer Lebenshaltungskosten.
  • Antragsberechtigt sind folgende Gruppen: Ein-Personen-Unternehmer, Kleinstunternehmer (die weniger als 10 Vollzeit-Äquivalente beschäftigen), Erwerbstätige Gesellschafter (die nach GSVG/FSVG pflichtversichert sind), Neue Selbständige (wie z.B. Vortragende und Künstler, Journalisten, Psychotherapeuten), Freie Dienstnehmer (wie Trainer oder Vortragende), Freie Berufe (z.B. im Gesundheitsbereich)
  • Die Antragstellung für land- und forstwirtschaftliche Betriebe sowie Non-Profit-Organisationen und Vereine aus dem Härtefall-Fonds erfolgt anhand eigener Förderrichtlinien.
  • Abgewickelt durch die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) im Auftrag des Bundes

    
Der Härtefall-Fonds bringt einen Zuschuss,
der auch später nicht zurückgezahlt werden muss und besteht aus zwei Phasen:

  • Phase 1 (abgeschlossen) – Soforthilfe bis zu 1.000 Euro
  • Phase 2 – Zuschuss von max. 2.000 Euro pro Monat (plus 500 Euro Comeback-Bonus monatlich, abzüglich einmalig 1.000 Euro, sofern bereits in Phase 1 bezogen) auf maximal 12 Monate zwischen März 2020 und März 2021. Nachträglich wurde der Kreis der Anspruchsberechtigten in der zweiten Phase weiter ausgeweitet, damit auch Mehrfachversicherte, geringfügig unternehmerisch tätige Pensionisten (SV aus eigener beruflicher Tätigkeit nicht mehr Voraussetzung), Jungunternehmer, die erst 2020 gegründet haben und Unternehmer, die die Einkommenskriterien bisher nicht erfüllten, anspruchsberechtigt sind. Die Mindestauszahlung wurde zudem auf 500 Euro erhöht.
  • ► Mehr Informationen und Antragstellung

       
COVID-19 Unterstützungsfonds

  • Der Vorarlberg-Soforthilfefonds richtet sich an jene Personen und Unternehmen, die beim Härtefallfonds des Bundes aufgrund der dort geltenden Bestimmungen nicht berücksichtigt werden oder die sich trotzdem weiterhin in einer existentiellen Notlage befinden. Anträge können bis 30. Juni 2021 gestellt werden.
  • Arbeitnehmer:
    Antragsberechtigt sind etwa Arbeitnehmer mit gravierenden Einkommenseinbußen, die coronabedingt eingetreten sind. Für sie sind pro Einzelpersonen für drei Monate Unterstützungsgelder in Höhe von bis zu 750 Euro (250 Euro pro Monat) vorgesehen. Für Paare können bis zu 350 Euro pro Monat zur Auszahlung kommen, für jedes im gemeinsamen Haushalt lebende Kind noch einmal 50 Euro. Die Förderabwicklung erfolgt über die Arbeiterkammer Vorarlberg (www.ak-vorarlberg.at).
  • Arbeitgeber:
    Unternehmer sind dazu angehalten, zuerst die Mittel aus dem Härtefonds des Bundes zu beantragen. Wenn trotz dieser Unterstützung weiterhin eine existenzielle Notlage besteht, können Mittel aus dem Soforthilfefonds angefragt werden. Diese Anträge sind an die Wirtschaftskammer zu richten. Bei dieser werden die eingereichten Anträge anschließend von einer Kommission in Einzelfallbetrachtung bearbeitet.

Infos dazu:

Zuschuss für Reisebüros

Vorarlberger Reisebranche war und ist von den Folgen der Coronapandemie besonders hart betroffen. Durch Corona sind die Umsätze für diese Unternehmen komplett weggebrochen und für das Wiederhochfahren sind zusätzliche Marketingmaßnahmen notwendig. Die weltweit gültigen Reisebeschränkungen und die weitgehenden Einschränkungen aus den Covid-19-Sicherheitsvorschriften im weltweiten Reiseverkehr und in den Zielländern tragen zudem dazu bei, dass es eine längere Zeit dauern wird, bis an die Umsätze des Vorjahres angeschlossen werden kann. Es sind daher in der jetzigen Phase des Wiederbeginnes Unterstützungen seitens des Landes notwendig.

  • Förderbar sind Unternehmungen der Fachgruppe Reisebüros Vorarlberg, die im Bereich der Reiseveranstaltung und Vermittlung von Linienflügen und Flugpauschalreisen tätig sind und die ihren Hauptbetrieb und ihre Betriebsstätte in Vorarlberg haben.
  • Gefördert werden 50 % der Kosten für Marketingmaßnahmen im Zusammenhang mit der Vermittlung von Linienflügen und Flugpauschalreisen (z.B. Inserate, Prospekte, Werbekampagnen, Digital Marketing, PR, Directmailings usw.), die im Zeitraum 15.3.2020 bis 30.06.2021 anfallen.
  • Die Höhe der Förderung beträgt maximal € 40.000 pro Unternehmen.
  • Die Förderung für Betriebe, welche im Rahmen der Förderung für Unternehmungen im Gelegenheitsverkehr mit Autobussen gefördert wurden, wird angerechnet.
  • Die Mindestkosten für Marketingmaßnahmen müssen € 5.000,- betragen.
  • Die Einreichung hat bis 30.06.2021 und ausschließlich elektronisch per E-Mail an folgende Mailadresse zu erfolgen: wirtschaft@vorarlberg.at


4. Betriebe absichern

Der mit 15 Mrd. Euro dotierte Corona-Hilfs-Fonds soll mit einer Mischung aus Krediten und Zuschüssen für Unternehmen, deren Umsätze plötzlich wegbrechen, Liquidität in Unternehmen sichern. Mit dem Wirtshaus-Paket und der Mehrwertsteuersenkung für Gastronomie und Kultur soll zudem besonders jenen Branchen nachhaltig geholfen werden, die auch nach einem Lockdown noch mit Restriktionen zu kämpfen haben. Der Beratungszuschuss des Landes und der Wirtschaftskammer hilft Unternehmen in Schieflage durch ein professionelles Beratungsangebot. Mit dem Lockdown im November und Dezember wurden schließlich neue Hilfsmaßnahmen notwendig. Der Umsatzersatz soll den Ausfall der Unternehmen kompensieren.
    

Corona-Hilfs-Fonds

Geschaffen für Unternehmen und Branchen, die durch Maßnahmen wie Betretungsverbote, Reisebeschränkungen oder Versammlungsbeschränkungen besonders betroffen sind oder/und in Folge der Corona Krise mit großen Umsatzeinbußen und der Gefährdung ihrer Geschäftsgrundlage konfrontiert sind. Der Corona-Hilfs-Fonds besteht aus Kreditgarantien der Republik, dem Umsatzersatz sowie aus dem Fixkostenzuschuss und dem Verlustersatz des Bundes. 


Lockdown-Umsatzersatz ab 7. bzw. 26. Dezember

Zur Unterstützung der österreichischen Wirtschaft stellt die Bundesregierung im Rahmen des Corona Hilfsfonds einen neuerlichen Lockdown-Umsatzersatz als Hilfsmaßnahme bereit, der zeitlich bis zum Ende der behördlichen Schließung bis 31. Dezember 2020 erweitert wurde. Es können jene direkt betroffenen Unternehmen einen Lockdown-Umsatzersatz beantragen, die nach dem 7. Dezember weiterhin behördlich geschlossen bleiben mussten (z.B. Gastronomie und Hotellerie). Nachträglich wurde der Lockdown-Umsatzersatz um die ab 26. Dezember 2020 zusätzlich betroffenen Branchen (z.B. Einzelhandel, körpernahe Dienstleistungen, Museen) erweitert.

  • Anspruch haben Unternehmen, die zwischen 7. Dezember 2020 und 31. Dezember 2020 bzw. zwischen 26. Dezember 2020 und 31. Dezember 2020 direkt von den verordneten Einschränkungen der 2. oder der 3. COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung oder der 2. COVID-19-Notmaßnahmenverordnung betroffen sind und
  • die im jeweiligen Betrachtungszeitraum in direkt betroffenen Branchen tätig sind.
  • Für direkt betroffene Unternehmen, die ab 24. Dezember 2020 wiedereröffnen konnten (Seil- und Zahnradbahnen) gilt ein abweichender Betrachtungszeitraum vom 7. Dezember 2020 bis zum 23. Dezember 2020.
  • Die Höhe des Lockdown-Umsatzersatzes ergibt sich aus dem ermittelten vergleichbaren Vorjahresumsatz.
  • Direkt vom Lockdown betroffene Unternehmen (z.B. Gastgewerbe, Friseure) erhalten 50% des Lockdown-Umsatzausfalles.
  • Bei Handelsunternehmen wird der Lockdown-Umsatzersatz gestaffelt mit 12,5%, 25% oder 37,5% vergütet.
  • Der maximale Auszahlungsbetrag pro Unternehmen ist gemäß Genehmigung der EU-Kommission mit 800.000 Euro gedeckelt, wobei bestimmte Corona-Hilfen (z.B. ein bereits für den November erhaltener Lockdown-Umsatzersatz, 100%-Haftungen über das aws oder die ÖHT) gegengerechnet werden müssen. Der Fixkostenzuschuss 1 muss nicht gegengerechnet werden, ebenso wenig wie die Kurzarbeit.
  • Neue Umsätze beispielsweise durch Umstieg auf Lieferung bei Restaurants und Umsätze aus Geschäftsreisen bei Hotels müssen nicht berücksichtigt werden.
  • Unternehmen, die im Zeitraum 7. Dezember bis 31. Dezember 2020 betroffen sind, und die in diesem Zeitraum gegenüber Mitarbeitern eine Kündigung aussprechen, sind vom Lockdown-Umsatzersatz ausgeschlossen.
  • Der Lockdown-Umsatzersatz für Dezember (ab 7. Dezember 2020) ist neu zu beantragen, auch wenn bereits der Umsatzersatz für November beantragt wurde.


Lockdown-Umsatzersatz für indirekt betroffene Unternehmen

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie treffen aufgrund der geschlossenen Betriebe auch zahlreiche indirekt betroffene Unternehmerinnen und Unternehmer wie Zulieferer der Gastronomie- und Tourismusbetriebe und viele Betriebe der Veranstalterbranche. Damit den finanziellen Folgen aufgrund der Betretungsverbote auch für diese Betroffenen im November und Dezember entgegengewirkt wird, hat die Bundesregierung ein Kompensationsmodell vorgestellt:

  • Anspruchsberechtigt ist jedes Unternehmen, das mindestens 50% Umsatzzusammenhang mit einem oder mehreren im Lockdown geschlossenen Betrieben nachweisen kann.
  • Im Betrachtungszeitraum muss mindestens 40% Umsatzeinbruch im Vergleich zum Vorjahr (November/Dezember 2019) vorliegen.
  • Berechnungsgrundlage sind jene Umsätze aus dem November und Dezember 2019, die mit direkt betroffenen Unternehmen erzielt wurden.
  • Es gelten grundsätzlich die gleichen Kriterien wie beim Umsatzersatz: demnach erhält ein indirekt betroffenes Unternehmen aus dem Handel den gleichen Prozentsatz an Umsatz ersetzt, der auch für direkt betroffene Handelsunternehmen im selben Zeitraum gegolten hat.
  • Ab einer Fördersumme von 5.000 Euro müssen diese Angaben von einem Steuerberater oder Bilanzbuchhalter bestätigt werden.
  • Um diese Hilfen treffsicher auszuzahlen, muss zunächst die Abrechnung für den Umsatzersatz für den Dezember abgewickelt sein. Daher wird die Beantragung für die Hilfen für die indirekt betroffenen Unternehmen ab Ende Jänner über FinanzOnline möglich sein.
  • Aufgrund der europäischen Beihilfenregeln beträgt die maximale Auszahlungssumme 800.000 Euro, die Mindestauszahlungssumme beträgt 1.500 Euro, in Einzelfällen 2.300 Euro.


Garantie der Republik mit bis zu 100% Haftung für die Kreditsumme

Mit den Garantien sollen Betriebsmittelkredite von Banken an Unternehmen mit bis zu 120 Millionen Euro besichert werden. Die Laufzeit beträgt maximal 5 Jahre, der Kreditzinssatz höchstens 1 Prozent. Die Garantieentgelte bewegen sich je nach Größe des Unternehmens, Laufzeit der Haftung und Garantiehöhe zwischen 0 und 2 Prozent. Voraussetzung für die Beantragung der Garantie ist eine Geschäftstätigkeit und ein entsprechender Liquiditätsbedarf in Österreich, zudem dürfen nur stark begrenzte Boni an Vorstände ausgeschüttet und keine Dividendenzahlungen von 16.3.2020 – 16.3.2021 aus dieser Liquiditätshilfe getätigt werden. Ansprechpartner für die Unternehmen ist die Hausbank, diese kümmert sich in weiterer Folge um die Abwicklung. Je nach Unternehmen wird der Antrag dann an die Oesterreichische Kontrollbank (Großunternehmen), an die Austria Wirtschaftsservice GmbH (Klein- und Mittelbetriebe) oder an die Österreichische Hotel- und Tourismusbank GmbH (Tourismusunternehmen) weitergeleitet, die ihr bisheriges Haftungsangebot entsprechend erweitern. Über diese drei Förderstellen werden von der neugegründeten COFAG (Covid-19 Finanzierungsagentur) Kreditgarantien für von Banken an Unternehmen vergebene Kredite ausgestellt. Näheres zu den Angeboten unter Punkt 1 „Liquidität sichern“.
 

Fixkostenzuschuss - Phase 1

  • Steuerfreier, nicht rückzahlbarer Zuschuss zu den angefallenen Betriebskosten
  • Gestaffelt nach der Höhe des Umsatzausfalls: 25 Prozent Fixkostenzuschuss (max. 30 Mio) bei Umsatzausfall von 40 bis 60 Prozent, 50 Prozent Fixkostenzuschuss (max. 60 Mio) bei Umsatzausfall von über 60 bis 80 Prozent, 75 Prozent Fixkostenzuschuss (max. 90 Mio) bei Umsatzausfall von über 80 bis 100 Prozent
  • kann für bis zu 3 zusammenhängende Monate geltend gemacht werden
  • Abrechenbare Fixkosten sind beispielsweise Geschäftsraummieten und Pacht, betriebliche Versicherungsprämien, Zinsaufwendungen, Zahlungen für Strom / Gas / Telekommunikation, etc., aber auch Wertverlust von verderblicher oder saisonaler Ware, sofern diese aufgrund der COVID-19-Krise mindestens 50% des Wertes verliert.
  • Ausgeschlossen sind Unternehmen mit aggressiver Steuerplanung und über die rechtskräftig eine Finanzstrafe verhängt wurde sowie Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeiter, die im Betrachtungszeitraum mehr als 3 % der Mitarbeiter gekündigt haben, statt die Kurzarbeit in Anspruch zu nehmen (Eine Ausnahme kann auf begründeten Antrag gewährt werden)
  • Bisherige Unterstützungen von Gebietskörperschaften im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise werden mit dem Fixkostenzuschuss gegengerechnet. Dies gilt auch für etwaige Entschädigungen nach dem Epidemiegesetz. Ausgenommen davon sind nur Zahlungen aus den Härtefallfonds. Zahlungen im Zusammenhang mit Kurzarbeit sind ebenfalls nicht in Abzug zu bringen.
  • Der Fixkostenzuschuss ist nicht zu versteuern und muss vorbehaltlich korrekter Angaben betreffend Umsatz und Höhe der Fixkosten nicht zurückgezahlt werden. Er reduziert jedoch die abzugsfähigen Aufwendungen im betreffenden Wirtschaftsjahr, soweit diese durch den Fixkostenzuschuss abgedeckt sind.
  • Die Auszahlung des Fixkostenzuschusses muss spätestens bis 31. August 2021 beantragt werden.

Weitere Informationen

► Fixkostenzuschuss-Richtlinie
         

Fixkostenzuschuss - Phase 2 - 800.000 Euro Deckel

Phase 2 ist eine Verlängerung und Verbesserung des Fixkostenzuschusses Phase 1, um besonders betroffenen Branchen weiterhin bei der Überbrückung von Liquiditätsengpässen sowie Umsatzeinbußen unterstützen zu können.

  • Es werden Zuschüsse zur Deckung von Fixkosten für Unternehmen gewährt, die auf Grund der Corona-Krise einen Umsatzausfall von mindestens 30 Prozent verzeichnen. Der Zuschuss steigt linear mit dem Prozentsatz des Umsatzausfalles und kann bis zu 100 Prozent betragen.
  • Die Corona-Beihilfe ist pro Unternehmen betragsmäßig mit 800.000 Euro begrenzt. Der Höchstbetrag ist um sonstige Zuwendungen zu vermindern, die auf Basis des befristeten EU-Beihilferahmens genehmigt werden (z.B. 100-%-Garantien).
  • Es können Zuschüsse für bis zu zehn Betrachtungszeiträume im Zeitraum 16. September 2020 bis 30. Juni 2021 gewährt werden. (16.–30. September 2020, Oktober 2020, November 2020, Dezember 2020, Jänner 2021, Februar 2021, März 2021, April 2021, Mai 2021, Juni 2020.)
  • Für November 2020 und Anfang Dezember wird der Fixkostenschuss unterbrochen, wenn das Unternehmen einen Umsatzersatz für diesen Zeitraum erhalten hat. Der Umsatzersatz muss vor dem Fixkostenzuschuss beantragt werden.
  • Für Unternehmen mit einem Umsatz von weniger als 120.000 Euro wurde die Möglichkeit (Wahlrecht) einer pauschalen Berechnung geschaffen, die den Zuschuss mit 30% des Umsatzausfalls bemisst – dazu ist keine Steuerberatung erforderlich.
  • Die Definition der Fixkosten wird um AfA, fiktive Abschreibungen für bewegliche Wirtschaftsgüter und frustrierte Aufwendungen ergänzt. Personalaufwendungen, die für den Erhalt des Mindestbetriebes notwendig sind, können angesetzt werden. Leasingraten werden zur Gänze übernommen.
  • Betriebe können die Auszahlung der Phase 2 in zwei Tranchen beantragen:
    1. Tranche (ab sofort bis 30.6.2021) umfasst bis zu 80% des voraussichtlichen Fixkostenzuschusses
    2. Tranche (1. Juli bis 31.12.2021) umfasst bis zu 20%, wobei der Wertverlust saisonaler Ware ebenfalls erst in Tranche 2 geltend gemacht werden kann.
  • Technische Schnittstelle für die Einbringung der Anträge ist ausschließlich FinanzOnline.

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Fixkostenzuschuss-Richtlinie  
 

Verlustersatz bis zu 3 Millionen Euro

Neben dem Fixkostenzuschuss Phase 1 und dem Fixkostenzuschuss 800.000 können Antragsteller im Rahmen des Corona Hilfs-Fonds seit 16. Dezember einen Verlustersatz beantragen:

  • Die Höhe des Verlustersatzes entspricht 70% der Bemessungsgrundlage. Bei Klein- oder Kleinstunternehmen erhöht sich die Ersatzrate auf 90% der Bemessungsgrundlage.
  • Die Verluste müssen im Zeitraum zwischen dem 16. September 2020 und längstens bis zum 30. Juni 2021 entstanden sein.
  • Anspruchsberechtigt sind alle Unternehmen, die durch die Corona-Krise im Zeitraum zwischen 16. September 2020 und 30. Juni 2021 Umsatzausfälle von mindestens 30 Prozent haben.
  • Anträge können für bis zu zehn Betrachtungszeiträume, die zeitlich zusammenhängen, gestellt werden (ausgenommen ist allenfalls eine Lücke im Nov/Dez durch Beantragung eines Lockdown-Umsatzersatzes).
  • Der Verlustersatz ist pro Unternehmen mit höchstens EUR 3 Millionen begrenzt.
  • Die Auszahlung erfolgt in 2 Tranchen, die separat beantragt werden.
  • Der Antrag muss durch einen Vertreter (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter) eingebracht werden. Kleine Unternehmen können hierfür bis zu 1.000 Euro dafür verlusterhöhend anrechnen.
  • Wichtig: Ein Verlustersatz darf nicht gewährt werden, wenn der Antragsteller einen Fixkostenzuschuss – Phase 2 – 800.000 Euro in Anspruch nimmt (außer der Fixkostenzuschuss wird vor Beantragung zurückgezahlt oder auf den Verlustersatz angerechnet). Notwendige Korrekturen zwecks Einhaltung dieser Regelung haben im Zuge der Auszahlung der ersten oder spätestens der zweiten Tranche zu erfolgen.
  • Für denselben Zeitraum kann kein Umsatzersatz bezogen werden. Ein Umstieg vom Fixkostenzuschuss 800.000 ist einmalig möglich, um den Unternehmen die Möglichkeit zu geben die günstigste Variante zu wählen.

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Verlustersatz-Richtlinie


Beratungszuschuss

Für Unternehmen gibt es zudem ein Beratungsangebot durch einen von der Wirtschaftskammer Vorarlberg namhaft gemachten Unternehmensberater. Dieses vom Land Vorarlberg und der Wirtschaftskammer zu gleichen Teilen getragene Angebot umfasst acht Stunden Beratung durch einen Experten und inkludiert eine Analyse, die Erstberatung und die Erarbeitung von individuellen Lösungsvorschlägen für Unternehmen in Schieflage. Darauf aufbauend werden zudem die passenden Unterstützungsmaßnahmen abgeklärt. Weitere Beratungen werden bis zu einem Ausmaß von 16 Stunden mit 50 Prozent, unterstützt.

► Antragstellung
► Richtlinien

  

Wirtshaus-Paket

Die Gastronomie ist besonders durch die Folgen der Coronakrise betroffen. Einerseits mussten die Betriebe sehr lange geschlossen bleiben und andererseits werden die Wirtinnen und Wirte die Auswirkungen noch länger stark spüren. Mit dem Wirtshaus-Paket wurde ein Maßnahmenbündel bestehend aus steuerlichen Entlastungen, Unterstützungen sowie Anreizen zur Steigerung des Konsums geschnürt.

Die Maßnahmen im Detail:

  • Pauschalierung: Die Obergrenze für pauschalierte Betriebe wurde von bislang EUR 255.000,- pro Jahr auf nunmehr EUR 400.000,- pro Jahr angehoben.
  • Grundpauschale: Die Grundpauschale wurde außerdem von 10 Prozent auf 15 Prozent angehoben, der Mindestpauschalbetrag wurde statt bislang EUR 3.000,- auf EUR 6.000,- erhöht.
  • Mobilitätspauschale: Die Erhöhung der Mobilitätspauschale von 2 Prozent auf 6 Prozent für Gasthäuser in Gemeinden bis 5.000 Einwohner und 4 Prozent für Gasthäuser in Gemeinden bis 10.000 Einwohner brachte eine steuerliche Entlastung insbesondere für Dorfwirtshäuser.
  • Abzugsfähigkeit von Geschäftsessen: Im Rahmen des Wirtshaus-Pakets wurde auch die ertragsteuerliche Abzugsfähigkeit von Geschäftsessen von bisher 50 Prozent auf 75 Prozent erhöht. Die erhöhte Absetzbarkeit soll zeitlich befristet von 1.7.2020 bis 31.12.2020 gelten.
  • Anhebung der Höchstgrenze für Essensgutscheine: Ohne Befristung angehoben wurde die Höchstgrenze für steuerfreie Essensgutscheine, die Betriebe an Mitarbeiter ausgeben. Gutscheine für Mahlzeiten bleiben seit 1.7.2020 bis zu einem Wert von acht Euro pro Arbeitstag und Mitarbeiter steuerfrei (bisher EUR 4,40). Gutscheine, die auch zur Bezahlung von Lebensmitteln verwendet werden können, sind nun bis zu einem Betrag von zwei Euro pro Arbeitstag und Mitarbeiter steuerfrei (bisher EUR 1,10).
  • Schaumweinsteuer (Sektsteuer): Diese Steuer wurde ersatzlos abgeschafft.
  • USt-Steuersenkung auf alkoholfreie Getränke: Die Umsatzsteuer auf alkoholfreie Getränke sollte bis Jahresende 2020 von bislang 20 Prozent auf 10 Prozent gesenkt werden. Mit der am 30.6.2020 beschlossenen Umsatzsteuersenkung für Tourismus, Bücher und Kulturbetriebe wurde jedoch eine darüberhinausgehende Regelung beschlossen.
         

Mehrwertsteuersenkung für Gastronomie und Kultur

In der Nationalratssitzung vom 30. Juni wurde eine Novelle des Umsatzsteuergesetzes beschlossen, die insbesondere die Gastronomie sowie die Kultur- und Medienbranche entlasten soll.
Demnach wird der Steuersatz unter anderem für Getränke und Speisen in der Gastronomie, Theater- und Kinokarten, aber auch für Kunstwerke, Bücher, Zeitungen, Zoos und Naturparks bis Jahresende auf 5% reduziert. Der Anwendungsbereich wurde mittels einer Abänderung auf die Beherbergung bzw. Nächtigungen, auf andere gewerbliche Gastronomietätigkeiten, etwa von Fleischern, Bäckern oder Buschenschanken, sowie für Schausteller und E-Publikationen ausgedehnt. Außerdem wurde eine Entschließung gefasst, um sicherzustellen, dass das Auslaufen der Regelung nicht zu einer Preiserhöhung für die Konsumenten führt. Im Rahmen der Plenarsitzung des Nationalrats am 11.12. wurde eine Verlängerung der befristeten Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie, die Hotellerie und den Kulturbereich bis Ende 2021 beschlossen. Demnach ist u.a. für Speisen und Getränke in Restaurants, Hotelübernachtungen und Eintrittstickets bis 31.12.2021 nur ein Steuersatz von 5% abzuführen.


Insolvenzabsicherung für Kundengelder der Reisebranche

Nach geltender Pauschalreiseverordnung sind Anbieter von Pauschalreisen und verbundenen Reiseleistungen zu einer Absicherung von erhaltenen Vorauszahlungen verpflichtet bzw. muss eine solche Absicherung gegenüber dem Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort nachgewiesen werden. Ohne Insolvenzschutz für Kundengelder dürfen Reiseveranstalter oder Reisebüros keine Pauschalreisen bzw. die Hotellerie keine Package-Angebote anbieten. Um den Eintritt des Ausübungsverbots ab 1. Jänner 2021 zu verhindern, soll den Betrieben ein zeitlich befristetes Haftungsmodell für die abzusichernden Kundengelder angeboten werden. Das Modell wird im Rahmen der 100%igen COFAG-Haftungen durch die ÖHT abgewickelt. Gedeckt werden diese Haftungen durch einen eigens gewährten Haftungsrahmen des Bundes i.H.v. von EUR 300 Mio. Im Einzelfall können bis zu EUR 20 Mio. pro Unternehmen abgesichert werden. Antragsberechtigt sind kleine, mittlere und große Unternehmen, die als Reiseveranstalter oder Vermittler von verbundenen Reiseleistungen auftreten und die Kundengelder gemäß der Pauschalreiseverordnung für den Fall einer Insolvenz abzusichern haben. Die Antragstellung erfolgt über das ÖHT-Kundenportal.

  • Die Entgegennahme der Haftungsansuchen erfolgt unter Vorbehalt der beihilfenrechtlichen Genehmigung durch die Europäische Kommission und des Inkrafttretens der Novelle des KMU-Förderungsgesetzes.
  • Haftungserklärungen können erst ausgestellt werden, wenn diese Voraussetzungen vorliegen und der Beauftragte gemäß § 7 Abs. 2b KMU-Förderungsgesetz (neu) der Haftungsübernahme im Einzelfall zugestimmt hat.
  • Weitere Informationen

       
5. Sonderprojekte

Trotz eines engmaschigen Netzes gibt es dennoch Maßnahmen, die nicht durch Richtlinien abgebildet werden können, aber dennoch einen wertvollen und wichtigen Beitrag leisten. Innovative Projekte mit F&E-Charakter und/oder hohem technologischem Anspruch, können als Sonderprojekte beim Land Vorarlberg eingebracht und damit Innovationen wie „Schutzmasken made in Vorarlberg“ und der Abstandswarner „SAFEDI“ unterstützt und rasch umgesetzt werden können.


Überblick über Kontakte und Hotlines


Wirtschaftskammer Vorarlberg: Coronavirus Infopoint
T: 05522 305 
Mo - Do 08:00 - 16:30 Uhr
Fr: 08:00 - 16:00 Uhr
E-Mail: info-corona@wkv.at  


AMS Vorarlberg
T: 05574 691
E-Mail: ams.vorarlberg@ams.at


Finanzministerium
Auskünfte zu steuerrechtlichen Erleichterungen (wie z.B. Stundungen und Gebührenbefreiungen), Kurzarbeit, Härtefallfonds & Corona Hilfs-Fonds, Fixkostenzuschuss und Umsatzersatz: T: 050 233 770
Montag - Donnerstag: 07:30 - 15:30 Uhr; Freitag: 07:30 - 12:00 Uhr
E-Mail: corona.hotline@bmf.gv.at 


Fixkostenzuschuss und Verlustersatz

Hotline: T: 01 890 78 00 11
Montag – Freitag: 08:00 – 18:00, Samstag: 08:00 – 15:00 (ausgenommen an Feiertagen)


Umsatzersatz

Hotline: T: 01 890 78 00 88
Montag – Freitag: 08:00 – 18:00, Samstag: 08:00 – 15:00 (ausgenommen an Feiertagen)


aws - Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft
Hotline für Überbrückungsgarantien: T: +43 1 501 75-500
E-Mail: coronagarantie@aws.at


ÖHT - Österreichische Hotel- und Tourismusbank
Covid-19 Hotline: T: +43 720 301 355
E-Mail: hotline@oeht.at


Sozialversicherungsanstalt für Selbständige (SVS) 
Für Fragen zu Beitragszahlungen für Unternehmen: T: +43 50 808 808
Montag - Donnerstag: 07:30 - 16:00 Uhr; Freitag: 07:30 - 14:00 Uhr


Vorarlberger Gemeindeverband
T: 05572 55450
E-Mail: vorarlberg@gemeindeverband.at


OeKB – Österreichische Kontrollbank
T +43 1 53127-2600
E-Mail: exportservices@oekb.at


Arbeiterkammer Vorarlberg
T: 050 258 4444
E-Mail: kontakt@ak-vorarlberg.at


AGES - Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit
Corona-Hotline T: +43 800 555 621
Expertinnen und Experten der AGES beantworten in einem 24h-Betrieb fachliche Fragen rund um das Corona-Virus.


Abteilung Landwirtschaft und ländlicher Raum des Landes Vorarlberg:
Für alle Fragen zum Thema Land- und Forstwirtschaft: T: +43 5574 511 25120           


Mehrsprachige Informationen finden sie unter:


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