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Coronavirus: Gesundheit - Maßnahmen zur Bekämpfung, Vorkehrungen, FAQs

Coronavirus: Gesundheit - Maßnahmen zur Bekämpfung, Vorkehrungen, FAQs

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Bildrechte: Land Vorarlberg
Gruppenbild der Landeswarnzentrale

Grenzen öffnen, Wirtschaft und Gesellschaft ankurbeln


Pandemie: Aktuelle Entwicklungen in Vorarlberg - Stand 8.6.2020


Nach den coronabedingten Einschnitten geht es jetzt darum, Wirtschaft, Gesellschaft und auch unser Gesundheitssystem wieder in den Normalmodus zu bringen, sagten Landeshauptmann Markus Wallner, Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher und Sicherheitslandesrat Christian Gantner im heutigen (Montag) Pressegespräch – „bei gleichbleibender Wachsamkeit“. Indes besteht nun ab sofort für jeden Interessierten und jede Interessierte die Möglichkeit, sich einem PCR- oder einem Antikörpertest zu unterziehen.


 Weitere Medien dazu finden Sie unter http://presse.vorarlberg.at/land/dist/vlk-61598.html 

Im Detail:

Seit Mai werden 14-tägig wesentliche Lockerungsschritte umgesetzt. Die nächsten Lockerungsmaßnahmen treten am 15. Juni in Kraft: Mund-Nasenschutztragepflicht besteht dann nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln, im Gesundheitsbereich sowie in Apotheken sowie bei Dienstleistungen, bei denen der Mindestabstand typischerweise nicht eingehalten werden kann (zB. Fußpflege, Friseur, in der Gastronomie für Bedienungspersonal). In der Gastronomie entfällt die "4-Personen-pro-Tisch-Regel". Ab Donnerstag, 11. Juni, sind Besuche in den Pflegeheimen wieder uneingeschränkt möglich. Eine Lockerung der Besuchsregelungen in den Spitälern ist in Ausarbeitung, kündigte Landesrätin Rüscher an. „Bei all diesen Maßnahmen ist es aber wichtig, wachsam zu bleiben“, betonte der Landeshauptmann: „Wir legen seitens des Landes ein verstärktes Augenmerk auf das rasche Erkennen und Reagieren auf Neuinfektionen und bitten die Bevölkerung um aktive Unterstützung durch das Einhalten der einfachen Hygienemaßnahmen.“
 

Infektionsteam in reguläre Strukturen überführt


Das behördliche Infektionsteam ist vergangene Woche von der Walgaukaserne nach Bregenz übersiedelt und wurde in reguläre Strukturen überführt. „Das Infektionsteam ist das Herz unserer Containment-Strategie. Es ist absolut notwendig, dass das Team bei einem positiven Fall schnell reagiert, sofort mit der Kontaktpersonenerhebung beginnt und Kontaktpersonen wiederum getestet und gegebenenfalls isoliert werden. Nur damit können wir sicherstellen, dass die Verbreitung des Virus unter Kontrolle bleibt und Infektionsketten schnell gestoppt werden“, erklärt Landesrätin Rüscher die wichtige Rolle des Infektionsteams.

Abbau des Notversorgungszentrums


Aufgrund der positiven Entwicklung der Fallzahlen wird das Notspital bei der Messe Dornbirn Ende Juni abgebaut und nur im Falle wieder steigender Fallzahlen mit einer Vorlaufzeit von rund acht Werktagen wieder reaktiviert. „Die angekauften Materialien und Anschaffungen wie Kojen, Möbel oder andere Utensilien für die Sauerstoffversorgung werden zum großen Teil eingelagert und für künftige Notfallsituationen eingelagert.“, betonte Landesrätin Rüscher. Für das Notversorgungszentrum wurden insgesamt rund 630.000 Euro investiert (incl. Abbau).

Die Einrichtung eines Notversorgungszentrums war wichtig und richtig, stellte Wallner fest: „Die Prognosen im März haben aufgezeigt, dass die Notwendigkeit sehr rasch gegeben sein könnte, deshalb mussten wir vorsorglich entsprechende Kapazitäten schaffen. Wir haben dadurch für jegliche künftigen Katastrophen- und Krisensituationen gelernt, wie wir innerhalb von wenigen Tagen ein Notversorgungszentrum für die Bevölkerung aufbauen können. Dieses Wissen und natürlich die getätigten Anschaffungen werden wir für die Zukunft vorhalten.“ 
 

PCR-Tests und Antikörpertests


Zusätzlich zu den Testungen für Personen mit Symptomen gibt es immer mehr Anfragen für Testungen von Einzelpersonen ohne Symptome oder Gruppenscreenings. Seitens des Landes wird daher für Interessierte ab heute, Montag, unter www.vorarlberg.at/coronatest ein Online-Zugang für Gruppen- und für Einzeltests auf Selbstzahler-Basis angeboten. Ein PCR-Test kostet 115 Euro inklusive Probenabnahme. Die Probenabnahmen für PCR-Tests erfolgen weiterhin in der offiziellen Abnahmestelle des Landes durch das Rote Kreuz in Röthis bzw. über die mobilen Teams. „So können die Ordinationen bestmöglich geschützt, die Informationsflüsse zu den getesteten Personen sowie zu den Gesundheitsbehörden auf Landes- und Bundesebene gesichert und die Laborkapazitäten vorarlbergweit mengenmäßig gesteuert werden“, sagte Landesrätin Rüscher. Die Testkosten für Personen mit Symptomen oder vom Infektionsteam angeordnete Tests übernimmt weiterhin das Land Vorarlberg.

   Ebenfalls ab heute, Montag, werden im Medizinischen Zentrallabor Antikörpertests angeboten. Dieser kostet 20 Euro inkl. Blutabnahme beim Hausarzt.
 

Testungen bei der 24-Stunden-Betreuung


Mittlerweile ist der Ablauf zur Anmeldung in den Quartieren und zu den Testungen routinemäßig eingespielt. Bei den 24-Stunden-BetreuerInnen wurden im Mai 265 Ersttestungen durchgeführt. 211 von diesen Personen haben dann auch eine Zweittestung gemacht. Im Juni (bis 07.06.) haben 67 24-Stunden-Personenbetreuerinnen eine Ersttestung gemacht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Vorarlberger Pflegeheime sind mittlerweile alle negativ auf den Virus getestet worden, dies soll nun in regelmäßigen Abstand wiederholt werden. Es ist geplant, pro Quartal alle Heime einmal durchzutesten.
 

Start der Testungen in der Pilotregion Montafon


Um den Urlaubsgästen in Österreich ihre Sorgen hinsichtlich der Coronavirus-Pandemie zu nehmen, ist es das Bestreben von Bund und Ländern, die Risiken so weit wie möglich zu reduzieren. Die Tourismusdestinationen wurden eingeladen, sich als Testregionen zur Verfügung zu stellen. Für Vorarlberg wurde vom Bund die Tourismusregion Montafon als Pilotregion ausgewählt. Seit 29. Mai 2020 werden 117 Mitarbeitende von 21 Beherbergungsbetrieben aus dem Montafon einmal wöchentlich durch das Rote Kreuz in Schruns bzw. St. Gallenkirch auf COVID-19 getestet, berichtete Landesrat Gantner. 

   Der Landesrat verwies auch auf die rasche Bearbeitung und Auszahlung der Sonderfördermittel des Landes für den Tourismus: „Innerhalb von drei Tagen werden die Anträge bearbeitet und innerhalb von sieben Tagen ausbezahlt“. Bis Ende vergangener Woche (5. Juni) wurden gut 2,7 Millionen Euro bewilligt und bereits über 1,8 Millionen Euro ausbezahlt.

 

Schutzmasken und Vorrichtungen

 

Infoblatt_verschiedene_Schutzmasken_72dpi.jpg
Bildrechte: Land Vorarlberg

Infoblatt_verschiedene-Schutzmasken-Vorrichtungen_A4NEU.pdf (2.09 MB)

 

Maßnahmen zur Bekämpfung der Verbreitung von COVID-19


Seit dem 1. Mai 2020 gelten unter anderem folgende Maßnahmen zur Bekämpfung der Verbreitung von COVID-19:


Im öffentlichen Bereich:

- Beim Betreten öffentlicher Orte im Freien ist gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten.

- Beim Betreten öffentlicher Orte in geschlossenen Räumen ist gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten und eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen.

- Im Massenbeförderungsmittel ist gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten und eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen. Ist auf Grund der Anzahl der Fahrgäste sowie beim Ein- und Aussteigen die Einhaltung des Abstands von mindestens einem Meter nicht möglich, kann davon ausnahmsweise abgewichen werden.


Bei Veranstaltungen:

- Veranstaltungen mit mehr als 10 Personen sind untersagt.

-  Bei Begräbnissen gilt eine maximale Teilnehmerzahl von 30 Personen.

-  Beim Betreten von Veranstaltungsorten ist gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten. Weiters ist in geschlossenen Räumen eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung

Weitere Verhaltensmaßnahmen für Kundenbereiche, den Arbeitsplatz, Fahrgemeinschaften, Ausbildungseinrichtungen, Gastgewerbe, Beherbergungsbetriebe, Sport, Sonstige Einrichtungen und alle Ausnahmen finden Sie im Bundesgesetzblatt (COVID-19-Lockerungsverordnung): https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2020_II_197/BGBLA_2020_II_197.html

An allen Schulen in Österreich herrscht außerhalb des Unterrichts (am Gang, in den Pausen, usw.) Maskenpflicht. Hier hat sich das Ministerium nochmals unentschieden.


Oft gestellte Fragen (FAQs)   
    

Wie vorgehen bei einem Verdacht auf Erkrankung?

Verdachtspersonen sollen keinesfalls eine Ordination oder ein Spital aufsuchen, sondern ihre/n HausärztIn oder die Gesundheitshotline 1450 anrufen. Nach ärztlicher Beurteilung wird ein Team zur Probenabnahme zur Person nach Hause geschickt. Mittels mündlichem Bescheid werden die Personen angewiesen, bis zum Ergebnis der Testung sich selbst zu Hause zu isolieren. ACHTUNG: Keine Testung ohne ärztliche Beurteilung. Getestet werden nur Verdachtspersonen (Symptome UND innerhalb der letzten 14 Tage in Risikogebiet oder Kontakt mit erkrankter Person).

       

Was passiert, wenn eine Person positiv getestet wird?

Die erkrankte Person wird mittels Bescheid für 14 Tage abgesondert, bei schlechtem Allgemeinzustand im Spital, ansonsten zu Hause. Der Gesundheitszustand wird täglich telefonisch kontrolliert. Die häusliche Absonderung wird stichprobenartig durch die Exekutive kontrolliert. Zusätzlich werden von der Behörde Kontaktpersonen ermittelt (Personen, die seit der Erkrankung direkten Kontakt mit der erkrankten Person hatten). Diese werden ebenfalls für 14 Tage zu Hause abgesondert, müssen sich selbst beobachten (Fragebogen) und bei Verschlechterung des Gesundheitszustands aktiv melden.

        

Wie können sich Personen vor Corona schützen?

Das Virus wird mittels Tröpfcheninfektion übertragen. Es gelten die allgemeinen Hygienemaßnahmen: Anniesen, Anhusten´vermeiden, häufiges Händewaschen, Reisen in Risikogebiete vermeiden.

         
https://vorarlberg.at/web/land-vorarlberg/contentdetailseite/-/asset_publisher/qA6AJ38txu0k/content/informationen-zum-coronavirus?article_id=554628
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Entsprechende Verhaltensmaßnahmen


Generell empfiehlt der Landessanitätsdirektor folgende Maßnahmen:

allgemeine Hygienemaßnahmen beachten (vergleichbar mit saisonaler Grippe)
Anniesen, Anhusten vermeiden,
Reisen in die Infektionsgebiete tunlichst vermeiden,
häufiges Händewaschen.
     

Personen, die nach einer Reise oder Kontakt mit einem Kranken Krankheitssymptome aufweisen, sollten:

• solange wie möglich zu Hause bleiben,
• keine Arzt- oder Spitalsambulanzen aufsuchen, da Gefahr der Ansteckung besteht,
• Anruf bei der Gesundheitshotline 1450 und Anweisungen abwarten.

Im Detail: Coronavirus - Empfehlungen für Personen, die vermuten, dass sie erkrankt sind


An folgende Hotlines können Sie sich wenden:

       

  • AGES Corona-Hotline +43 800 555 621: Expertinnen und Experten der AGES beantworten in einem 24h-Betrieb fachliche Fragen rund um das Corona-Virus.
  • Arbeiterkammer +43 50 258 4444für alle Fragen zum Thema Arbeitsrecht und Konsumentenschutz 
  • AMS Hotline Telefon +43 5574 691 E-Mail: ams.vorarlberg@ams.at
  • Die Wirtschaftskammer hat einen Infopoint eingerichtet: ExpertInnen informieren und beraten umfassend zu Außenwirtschaft, Arbeitsrecht, Tourismus sowie Verkehr & Logistik. Der Infopoint ist unter der Telefonnummer +43 5522 305 7755 oder der Mailadresse info-corona@wkv.at, Montag bis Freitag durchgehend von 8.00 bis 17.00 Uhr erreichbar.
  • Sozialversicherungsanstalt für Selbständige (SVS) +43 50 808 808: für Fragen zu Beitragszahlungen für Unternehmen. Montag bis Donnerstag von 7.30 bis 16.00 Uhr und Freitag von 7.30 bis 14.00 Uhr erreichbar.
  • Bildungsdirektion: für DirektorInnen bzw. SchulleiterInnen: +43 5574 4960
  • Gesundheitshotline 1450: Die telefonische Gesundheitsberatung „Wenn’s weh tut!“
  • Abteilung Landwirtschaft und ländlicher Raum: für alle Fragen zum Thema Land- und Forstwirtschaft: +43 5574 511 25120

      

Mehrsprachige Informationen finden sie unter:


 

• Infopaket „Risiken minimieren“ des Roten Kreuzes (Deutsch/Englisch/Arabisch/Farsi-Dari/Somali/Türkisch/Bosnisch-Kroatisch-Serbisch)
• Coronavirus - Informationsmaterial zum Download des Sozialministeriums (Deutsch/Englisch/Arabisch/Farsi/Türkisch/bosnisch-Kroatisch-Serbisch)
• Mehrsprachige Informationen finden Sie auch beim Österreichischen Integrationsfonds
• Handlungsanleitungen, wie Sie mehrsprachige Informationen weitervermitteln können, finden Sie bei okay.zusammen leben 
• Informationen des AMS in mehreren Sprachen -  Bitte beschriebene Kontaktaufnahme beachten! (in DeutschEnglischFarsi/Polnisch/Russisch/Türkisch/Arabisch Bosnisch- Kroatisch-Serbisch)



Weitere Informationen



"Empfehlungen für Personen, die vermuten, dass sie erkrankt sind"

Bundesministerium (Übersicht)

AGES Agentur für Gesundheit (allgemeine Fragen zur Erkrankung)

WHO (aktuelle Zahlen weltweit)

ECDC European Centre for Disease Prevention and Control (Risikoeinschätzung)

Aktuelle Hinweise des Außenministeriums hinsichtlich Sicherheitsrisiko und Reisewarnungen

Wirtschaftskammer – Allgemeine Infos und Telefonnummern und Mailadressen der Experten als Ansprechpartner für spezielle Probleme
Direkter Kontakt zum Wirtschaftskammer Infopoint: 05522 305-7755 und info-corona@wkv.at


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