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032_Schulstatistik

Schulstatistik Vorarlberg

Im Schuljahr 2017/18 waren an Vorarlberg Schulen insgesamt 57.360 Schülerinnen und Schüler eingeschrieben.
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Schulstatistik im Schuljahr 2017/18

Im Schuljahr 2017/18 besuchten 31.894 Schülerinnen und Schüler in Vorarlberg eine allgemeine Pflichtschule. Im Alter von 6 Jahren setzt in Österreich die Schulplicht ein. In der vierjährigen Primarstufe besuchet die überwiegende Zahl der Schülerinnen und Schüler eine Volksschule. Dies sind im Schuljahr 2017/18 insgesamt 16.865 Kinder. Ein geringer Teil der schulpflichtigen Kinder besucht in den ersten vier Schuljahren eine Sonderschule. Dies waren im Schuljahr 2017/18 648 Schülerinnen und Schüler. Schulpflichtige Kinder die noch nicht schulreif sind, werden in Vorschulstufen einer Volksschule (772 Kinder) oder Sonderschule (35 Kinder) unterrichtet. Im Übergang von der vierjährigen Primarstufe zur Sekundarstufe I wechseln die Schüler  entweder an eine neue Mittelschule oder AHS-Unterstufe. Im Schuljahr 2017/18 besuchen 12.016 Schülerinnen und Schüler die Mittelschule oder Hauptschule (auslaufend) und 3.863 Schülerinnen und Schüler eine AHS-Unterstufe. Eine Ausnahme bildet die Sonderschule, die sowohl die Primarstufe (648 Kinder) als auch die Sekundarstufe I umfasst. Im Schuljahr 2017/18 werden 1.190 Schülerinnen in der 5. bis 8. Schulstufe unterrichtet.

Die Sekundarstufe I wird mit der 8. Schulstufe beendet. Im Anschluss daran folgt die Sekundarstufe II welche mit den allgemein bildenden höheren Schulen, den berufsbildenden höheren Schulen, den berufsbildenden mittleren Schulen, den Berufsschulen und den polytechnischen Schulen ein stark differenziertes Angebot bieten.

Betrachtet werden die Übertritte alle Schüler/innen der 8. Schulstufe mit Schulstandort in Vorarlberg im Schuljahr 2016/17 in die 9. Schulstufe im Schuljahr 2017/18 bzw. Wiederholer. Insgesamt waren im Schuljahr 2016/17 4.287 Schülerinnen und Schüler in einer 8. Schulstufe an Vorarlbergs Schulen an einer AHS, ASO oder NMS/HS. Davon wählten 1.167 Schüler/innen im 9. Schuljahr eine berufsbildende höhere Schule, 915 eine allgemein bildende höhere Schule, 884 eine Polytechnische Schule und knapp 500 eine berufsbildende mittlere Schule.

61% der Schüler/innen, die im 8. Schuljahr an einer AHS waren blieben im 9. Schuljahr an der AHS – das sind 589 Schüler/innen, 29% oder 275 Schüler/innen wechselten an eine BHS, 4% mussten wiederholen und 3% wählten eine BMS.

Von den NMS-Schüler/innen wechselten 29% oder 892 Schüler/innen an eine BHS, 28% oder 861 an eine Polytechnische Schule, 15% oder 458 an eine berufsbildende mittlere Schule und 11% oder 326 Schüler/innen an eine AHS.

37% oder 85 Sonderschüler/innen blieben auch in der 9. Schulstufe an der Sonderschule, 23% wiederholten die 8. Schulstufe und 15% oder 35 Schüler/innen wechselten in die Berufsschule.

Für die viele Kinder endet nach Absolvierung der 9. Schulstufe die Schulpflicht. Diese wird jedoch nicht unbedingt durch den Besuch der 9. Schulstufe erfüllt, da auch die Wiederholung einzelner Schuljahre auf die Schulpflicht angerechnet wird. Die einjährige polytechnische Schule hat innerhalb des österreichischen Schulsystems eine Art Brückenfunktion: Sie erlaubt einerseits die Erfüllung des letzten Jahres der Schulpflicht und geht andererseits oft dem Eintritt in das duale System der Berufsausbildung (Besuch der Berufsschule und Lehre in einem Betrieb) voraus.

Im Schuljahr 2017/18 besuchten 946 Schülerinnen und Schüler eine polytechnische Schule.

Berufsschulen

An den berufsbildenden Pflichtschulen werden 6.542 Lehrlinge, 4.413 Knaben und 2.129 Mädchen unterrichtet. Eine Besonderheit bei den Berufsschulen ist, dass hier Ausbildungen und nicht Schüler gezählt werden. 6.447 Schülerinnen und Schüler absolvieren 6.542 Ausbildungen. 87%  oder 3.835 der 4.413 Knaben bevorzugen gewerbliche Berufe, 50% der Mädchen streben kaufmännische Berufe an.

Nicht alle Lehrlinge, die in Vorarlberger Betrieben ausgebildet werden, besuchen Berufsschulen in Vorarlberg, sondern werden in anderen Bundesländern unterrichtet. Die Gesamtzahl der Lehrlinge betrug zum Stichtag 31.12.2017 7.026 Lehrlinge, gegenüber 6.974 im Vorjahr.

Berufsbildende mittlere Schulen

Die Besucherzahlen an den berufsbildenden mittleren Schulen sind im Schuljahr 2017/18 um 0,3% gesunken, und zwar von 2.425 im Schuljahr 2016/17 auf 2.418 Schülerinnen und Schülern. 664 Schülerinnen und Schüler besuchten eine Handelsschule, 510 eine gewerbliche technische Fachschule, 178 eine Fachschule für Tourismus. An den Fachschulen für Sozialarbeit absolvieren 344 Schülerinnen und Schüler diese Ausbildung. An den Fachschulen für wirtschaftliche Berufe werden 367 Schülerinnen und Schüler unterrichtet.

330 besuchte die landwirtschaftliche Fachschule in Hohenems und 25 werden an der Berufsvorschule Jupident  unterrichtet.

Allgemein bildende höhere Schulen

An den allgemein bildenden höheren Schulen sind seit dem Schuljahr 2007/08 die Besucherzahlen kontinuierlich von 8.159 auf 7.530 im Schuljahr 2017/18 gesunken. Dies ist vor allem auf schwächere Geburtsjahrgänge zurückzuführen. Die Besuchsquote an der Unterstufe ist mit rund 23% konstant geblieben (Neue Mittelschule 70%). Während bei den Oberstufengymnasien im Zeitraum 2007/08 die Schülerzahlen von 1.660 auf 1.730 um 4% gestiegen sind, war bei den Langformgymnasien der Trend umgekehrt. Die Schülerzahlen sanken von 6.486 auf 5.800 um 10,5%. Vergleicht man nur die Oberstufe der Langform mit den Oberstufengymnasien so ist das Verhältnis mit 53% zu 47% im Schuljahr 2017/18 nahezu ausgeglichen.

Berufsbildende höhere Schulen

An den berufsbildenden höheren Schulen sind die Schülerzahlen gegenüber dem Schuljahr 2016/17 um 128 Schüler bzw. 2,1% gesunken, und zwar von 6.240 auf 6.112.

An den Handelsakademien ist die Besucherzahl leicht gesunken. 2.079 Schülerinnen und Schüler sind im Schuljahr 2017/18 an den fünf Standorten registriert. An den höheren technischen, gewerblichen Schulen beträgt die Zahl der Studierenden im Schuljahr 2017/18 2.079 Personen. Die Fachrichtungen Wirtschaftsingenieurwesen, insbesondere Betriebsinformatik  in Dornbirn, Maschinenbau in Bregenz und Bautechnik in Rankweil sind die am meisten gewählten Ausbildungszweige. Elektrotechnik wird in Bregenz und Rankweil angeboten. An der höheren Lehranstalt für Tourismus in Bludenz und Bezau werden im Schuljahr 2017/18 423 Schülerinnen und Schülern unterrichtet. Die Schülerzahlen an den höheren Lehranstalten für wirtschaftliche Berufe sind im Schuljahr 2017/18 um 5,2% gesunken. Derzeit besuchen 1.112 Schülerinnen diesen Ausbildungszweig.

Die Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik in Feldkirch  wird im Schuljahr 2017/18 von 338 Besucherinnen und Besuchern frequentiert. An der landwirtschaftlichen Schule in Hohenems wurde im Schuljahr 2015/16 eine höhere Lehranstalt eingerichtet. Dieser wird von der Privatschule Marienberg angeboten und wurde in den ersten drei Jahrgängen von 81 Schülerinnen und Schüler besucht.

Pädagogische Hochschule

Mit dem Beschluss des Parlaments vom 12.6.2013 wurden die gesetzlichen Grundlagen für die neuen Lehramtsstudien geschaffen. Im Verbund Lehrerinnen- und Lehrerausbildung West arbeiten die Pädagogische Hochschule Vorarlberg, die Pädagogische Hochschule Tirol, die Universität Innsbruck, die kirchliche Pädagogische Hochschule – Edith Stein und die Universität Mozarteum Salzburg zusammen. Jede Partnereinrichtung übernimmt die Koordination über die Entwicklung des Studienangebots in einem bestimmten Bereich. Die PH Vorarlberg ist für das Studienangebot Primarstufe zuständig. Die Trennung in „inskribierte“ und am Studienort Feldkirch studierende Studentinnen und Studenten ist recht schwierig. Für die Auswertung werden die am Studienort Feldkirch Studierenden berücksichtigt.

Im Wintersemester 2017/18 studieren an der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg in Feldkirch 365 Personen, die eine Bachelorausbildung  zum Lehramt Volksschule bzw. Neue Mittelschule anstreben. 193 entschieden sich für die Bachelorausbildung Lehramt Primarstufe ehemals Volksschule und 172 für die Bachelorausbildung für die Sekundarstufe ehemals Mittelschule. Die Zahl der Studierenden, die mit der Ausbildung zum Lehrer oder zur Lehrerin ins erste Semester starteten war mit 100 auf dem Niveau des Vorjahres. Für den Bereich Sekundarstufe Berufsausbildung studierten weitere 54 Studenten (PH Tirol) an der PH Vorarlberg. Weitere 425 belegten andere Hochschullehrgänge zu Fortbildungszwecken.

                                      

Frauen sind an der Pädagogischen Hochschule deutlich stärker vertreten als Männer. Von den insgesamt 844 Studierenden sind 635 Frauen, ein Anteil von 75%. Im Bereich der Ausbildung für die Primarstufe/Volksschule ist die Quote der Frauen noch höher, der Anteil beträgt 87%.

Fachhochschule

Die Fachhochschule Vorarlberg in Dornbirn wird im Wintersemester  2017/18 von insgesamt 1.287 Studierenden besucht; gegenüber 1.223 im Vorjahr, ein Plus von 5,2%. 695 Vollzeitstudierende (418 Männer und 277 Frauen), 539 berufsbegleitende Studierende (335 Männer und 204 Frauen) und 53 verlängert berufsbegleitende Studierende (22 Männer und 31 Frauen) waren immatrikuliert. An der Fachhochschule Vorarlberg werden sieben Bachelor Studiengänge  und sechs Master Studiengänge angeboten.  Nach der Studienart besuchen 73% oder 938 Studierende Bachelor-Studiengänge und 27% bzw. 349 Master Studiengänge.

Den Studiengang Internationale Betriebswirtschaft (BA)/Betriebswirtschaft (MA) belegen 384 Studenten/innen bzw. 30% aller Fachhochschüler,  Soziale Arbeit (BA+MA)  206 bzw. 16%. Mechatronik (BA)/Mechatronics (MA) studieren 171, InterMedia (BA+MA) 165,  Informatik (BA+MA) 163. Dies entspricht jeweils einem Anteil von 13%. Wirtschaftsingenieurswesen (BA) inskribierten 111 bzw. 9%, Energietechnik/Energiewirtschaft (MA) 47 bzw. 4% und Elektrotechnik Dual (BA) 40 bzw. 3%.         

Schulen im Gesundheitswesen

Die Schulen für Gesundheitswesen werden im Schuljahr 2017/18 von 733 Personen besucht. Die Ausbildung für die Gesundheits- und Krankenpflege-Diplomberufe erhalten insgesamt 722 Personen, 564 Schülerinnen und 158 Schüler. Die Frauenquote in diesem Ausbildungszweig beträgt 78%. Den Lehrgang für Ordinationsassistentin beim WIFI Vorarlberg besuchen 11 Frauen.

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Weitere Informationen

Kennzahlen zum formalen Bildungswesen

Bezugsebene: Land Vorarlberg

Zeitraum: Jahr

Datenquelle: Landesstelle für Statistik, Statistik Österreich