Die Dornbirner Ach wird revitalisiert
Das Land Vorarlberg startet im Herbst 2026 ein umfangreiches Revitalisierungsprojekt an der Dornbirner Ach, das den Fluss ökologisch aufwertet und für kommende Generationen als natürlichen Lebensraum sichert.
Wie viele Gewässer wurde die Dornbirner Ach im Laufe des letzten Jahrhunderts begradigt und ausgebaut – mit Folgen für die Natur: Beschattung fehlt, die Ufer sind einheitlich verbaut, und der Fluss hat kaum noch natürliche Strukturen, die Fischen und anderen Tieren als Lebensraum dienen.
Auf einer Länge von knapp fünf Kilometern – vom Einlauf des Vorarlberger Rheintalbinnenkanals bis nahe zur Kläranlage Hard – wird die Ach nun revitalisiert. Konkret bedeutet das: Das Bachbett wird aufgeweitet, die Böschungen werden abgeflacht, eine natürlichere Gewässersohle eingebaut. Mehr als 200 Bäume und 1.000 Sträucher werden gepflanzt, und neue Strukturen wie Raubäume, Fischbuchten und Steinbuhnen schaffen vielfältige Lebensräume. Alle Maßnahmen finden ausschließlich auf öffentlichem Wassergrund statt – private Grundstücke werden nicht beansprucht.
Im Mittelpunkt steht die Verbesserung der Gewässerökologie. Die Dornbirner Ach soll das gute ökologische Potenzial gemäß der EU-Wasserrahmenrichtlinie erreichen. Davon profitiert unter anderem die Nase, eine bis zu 2 kg schwere Fischart, für die die Dornbirner Ach das größte Laichgebiet in der Region ist. Gleichzeitig soll das Projekt den Gewässerunterhalt erleichtern und den Erholungswert der Uferzone steigern. Der Hochwasserschutz bleibt dabei unverändert erhalten.
Die Bauarbeiten beginnen im Herbst 2026 und sind bis ins Frühjahr 2029 geplant. Da Arbeiten im Bachbett nur in der Niedrigwasserperiode von Oktober bis März erlaubt sind, wird das Projekt über mehrere Winter in zwei bis drei Etappen umgesetzt. Die Arbeiten beginnen am Rheintalbinnenkanal und werden schrittweise in Richtung Hard fortgeführt.
Während der Bauarbeiten sind die gewässerbegleitenden Wege gesperrt, genaue Informationen werden rechtzeitig vor Ort bekannt gegeben.
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