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Stimmen zum Gesundheitsprogramm "xsundblieba"

Univ.-Prof. Dr. Volker Amelung
Medizinische Hochschule Hannover und inav – Institut für angewandte Versorgungsforschung, Berlin

„Mit einem umfassenden Gesundheitsprogramm ist Vorarlberg gut beraten. Der Kompass muss daran ausgerichtet werden, wer welche Versorgung wirklich braucht. Ein zentrales Zukunftsthema ist Population Health, die gemeinsame Betrachtung von Gesundheits- und Sozialleistungen. Entscheidend ist dafür das Zusammenspiel von Spezialisierung und Regionalisierung. Denn Versorgung findet künftig wohnortnah statt. Das erfordert eine starke Zusammenarbeit zwischen den Gesundheitsberufen und auch neue Kooperationen mit Sozialdiensten.

Nicht Kostendämpfung, sondern Qualitätssteigerung sollte bei der Reform des Gesundheitswesens im Mittelpunkt stehen. Günstiger und besser sind dabei kein Widerspruch. Eine an den Bedürfnissen der Menschen orientierte Versorgung rechnet sich in Summe immer. Das beste Beispiel sind Diabetes-Patient:innen: Schlecht eingestellt verursachen sie hohe Kosten.

Entscheidend wird auch sein, wer das Gesundheitswesen in Zukunft tragen wird. Klassische Ordinationen mit ein, zwei, Mitarbeitenden werden immer mehr von neuen Versorgungsmodellen abgelöst. In diesem Zusammenhang finde ich die österreichischen Primärversorgungseinheiten (PVE) spannend, in der verschiedene Berufsgruppen ihr Know-how bündeln und zusammenarbeiten.“

Mag. Volker Knestel
GF NÖ Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS)

„Eine älter werdende und wachsende Bevölkerung verändert die Bedürfnisse in der Gesundheitsversorgung - in Vorarlberg ebenso wie in Niederösterreich. Der medizinisch-technische Fortschritt ermöglicht den Wandel von einer stationären zu einer ambulanten Versorgung. Die moderne Medizin schafft zudem gezielte Spezialisierungen, für eine qualitativ hochwertige und passgenaue Behandlung.“
 

Chefarzt Prim. Univ.-Prof. Dr. Christian Huemer
Primararzt der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde und Chefarzt am Landeskrankenhaus Bregenz

„Ich erhoffe mir vom Spitalscampus Vorarlberg, dass wir unseren Patient:innen in der Qualität das gewährleisten können, was in Vorarlberg dringender notwendig ist als in anderen Bundesländern. Denn wir haben keine Universitätsklinik. Das bedeutet, unsere einzelnen Abteilungsteams sind mehr gefragt, Expertise zu entwickeln, um den Patient:innen möglichst viel bieten zu können – und dadurch den Weg an die Uniklinik Innsbruck oder eine andere Klinik nicht zu früh planen zu müssen.

Wir haben sehr viele junge Mediziner:innen auszubilden und in das Fach einzuführen. Auch dafür müssen wir uns professioneller aufstellen: Damit wir ausreichend Zeit und Ressourcen haben, diese Kolleg:innen gut und hochspezialisiert auszubilden – und sie langfristig im Land zu halten.“

Martina Baumgartl, MSc
Pflegedirektorin der Landeskrankenhäuser Bregenz und Hohenems

„Der Spitalscampus Vorarlberg sorgt für eine gute Absprache zwischen den verschiedenen Disziplinen. Unsere Patient:innen profitieren davon, weil sie ideal behandelt werden. Indem Kräfte gebündelt werden, können wir außerdem die Ressourcen, die uns zur Verfügung stehen, bestmöglich nutzen, Doppelinvestitionen vermeiden und vorhandene finanzielle Mittel gezielt einsetzen.“

Armin Fidler
Public-Health-Experte

"Die moderne Medizin ist einem permanenten Wandel unterworfen. Wir haben aber eine Spitalslandschaft geerbt, die nicht mehr den zeitgemäßen, evidenzbasierten Anforderungen gerecht wird. Die Bündelung klinischer Kapazitäten im Kontext des Vorarlberger Spitalscampus ist entscheidend, um die Qualität medizinischer Leistungen nachhaltig zu sichern und den Zugang zu Spitzenmedizin weiterhin für die Bevölkerung sicherzustellen. 

Internationale Erfahrung und wissenschaftliche Evidenz zeigen klar, dass höhere Behandlungsvolumina mit besseren klinischen Ergebnissen, geringeren Komplikationsraten und höherer Patientensicherheit einhergehen. Nur durch die Konzentration komplexer Eingriffe an spezialisierten Standorten werden Mindestfallzahlen erreicht, Expertise gestärkt und Ressourcen – sowohl personell als auch ökonomisch effizient eingesetzt. Das ist kein Vorarlberger oder österreichisches Problem, sondern vielmehr eine globale Herausforderung, die gegenwärtig alle Industrieländer extrem fordert. Das über viele Jahre hinweg und mit heimischer und internationaler Expertise entwickelte Konzept des Vorarlberger Spitalscampus stellt sicher, dass unserer Bevölkerung ein leistungsfähiges, qualitätsorientiertes und zukunftssicheres medizinisches Versorgungssystem zur Verfügung steht." 

Bernd Schelling, MSc, MBA
Pflegedirektor Landeskrankenhaus Feldkirch

"Die Pflege ist und wird auch in naher Zukunft ein Mangelberuf bleiben. Umso entscheidender ist es, die Rahmenbedingungen für Pflegekräfte nachhaltig zu verbessern und den Beruf langfristig attraktiv zu gestalten.  Der Spitalscampus Vorarlberg ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung.

Wir nutzen Synergien, vermeiden Doppelgleisigkeiten und sorgen dafür, dass mehr pflegerische Expertise direkt in die Versorgung unserer Patient:innen fließen kann.  Durch eine gemeinsame Struktur können wir Fachlichkeiten gezielt vertiefen und Organisationseinheiten optimal auf die richtigen Größen abstimmen.  Das steigert nicht nur die Effizienz, sondern vor allem die Qualität der Pflege.

Besonders für junge Kolleg:innen schaffen wir ein Umfeld, in dem Weiterbildung, Spezialisierung und interdisziplinäre Teamarbeit selbstverständlich sind. Der Campus bietet moderne Arbeitswelten, klare Entwicklungsperspektiven und eine echte Kultur der Zusammenarbeit. Das macht Pflege nicht nur fachlich spannender, sondern stärkt auch die langfristige Bindung an den Beruf – und am Standort Vorarlberg.

Wir stehen vor großen Herausforderungen, den zukünftigen Personalbedarf zu decken. Die demographische Entwicklung lässt keinen Zweifel daran, dass wir neue Wege gehen müssen.  Mit dem Spitalscampus schaffen wir einen zukunftsorientierten Arbeitsplatz, der den Bedürfnissen unserer Mitarbeiter:innen gerecht wird und pflegerische Versorgung auf höchstem Niveau sicherstellt.

Unser Ziel ist klar: Pflege in Vorarlberg so zu gestalten, dass sie professionell, sinnstiftend und für kommende Generationen attraktiv bleibt" 

Prim. Univ.-Prof. Dr. Alexander de Vries
Chefarzt und Leiter der Abteilung für Radioonkologie und Strahlentherapie am Landeskrankenhaus Feldkirch

„Der Spitalscampus Vorarlberg ist für Vorarlberg wichtig. Aber ressourcenschonend zu arbeiten, ohne Nachteile für Patient:innen, ist für alle Bundesländer und für jedes Spital dringend notwendig. Wir brauchen eine Strukturreform, weil wir gar nicht mehr die Ressourcen haben, so weiterzumachen wie bisher – weder auf personeller noch auf finanzieller Seite.“

Priv.-Doz. Dr. Matthias Frick
Leiter der Abteilung Innere I am Landeskrankenhaus Feldkirch

„Aus meiner Sicht bietet der Spitalscampus die Möglichkeit, Ressourcen gut zu bündeln. Dass man im Schwerpunkt die hochkomplexen Themen behandelt und zugleich eine wohnortnahe Basisversorgung mit Spezialisierungen in wichtigen, häufigen Krankheitsbildern schafft. Das kommt den Patient:innen zugute. 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Wahl, sich zu spezialisieren oder auch in die Basisversorgung zu gehen. Das bietet interessante Optionen.“

Univ.-Doz. Dr.  Wolfgang J. Hofmann
Leiter der Gefäßchirurgie am Landeskrankenhaus Feldkirch

„Vorarlberg ist ein relativ kleines Bundesland mit 400.000 Einwohner:innen. Für die Bevölkerung die optimale Versorgung zu garantieren, wird uns nur gelingen, wenn wir unsere Ressourcen und unsere Energie bündeln. Das heißt, wenn wir viele Anstrengungen an nur wenigen Orten konzentrieren. Jeder Patient, jede Patientin wünscht sich eine hohe medizinische Expertise möglichst wohnortnah. Die Nähe zum Wohnort ist hier im Land üblicherweise gegeben. Durch die Bündelung unserer Kräfte wollen wir erreichen, dass wir zu jedem medizinischen Thema eine ganz hohe Expertise anbieten können.
Viele Mitarbeitende sehen Zufriedenheit am Arbeitsplatz darin, dass sie sich komplexen Themen mit hoher Expertise widmen können. Wenn wir spezielle medizinische Fragestellungen an einem Standort konzentrieren, werden wir genau dort diese zufriedenen Mitarbeiter:innen finden.“ 

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