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Sicher unterwegs: Respekt und Rücksicht auf Vorarlbergs Alpen

LR Gantner: „Unsere Alpen sind Erholungsraum, vor allem aber Arbeitsplatz und Lebensraum für Menschen und Tiere“

Die Alpen in Vorarlberg sind im Sommer ein beliebtes Ziel für Wanderer, Mountainbiker und Familien. Doch sie sind weit mehr als nur eine Freizeitkulisse: Sie dienen rund 1.000 Älplerinnen und Älplern als Arbeitsplatz und bieten etwa 40.000 Weidetieren einen Lebensraum. Landesrat Christian Gantner betont, dass die Alpen ein wichtiger Teil der regionalen Landwirtschaft und Kulturlandschaft sind und ruft zu respektvollem Verhalten auf.

Die Bewirtschaftung der Alpen ist essenziell für die Erhaltung der offenen Berglandschaft und unterstützt die landwirtschaftlichen Betriebe im Tal. Die charakteristische Landschaft Vorarlbergs ist das Ergebnis jahrhundertelanger Arbeit und bildet die Basis für Erholung und Tourismus.

Für ein sicheres Miteinander gilt: Weidetiere brauchen Ruhe und Abstand. Sie sind zwar an Menschen gewöhnt, reagieren aber empfindlich auf Lärm, schnelle Bewegungen oder Hunde. Besonders Mutterkühe schützen ihre Kälber und können bei Bedrohung aggressiv werden. Hunde sollten immer an der kurzen Leine geführt werden; in Gefahrensituationen ist es besser, den Hund abzuleinen, damit er ausweichen kann. Mehr dazu 

Das Land Vorarlberg und die Verantwortlichen der Alpwirtschaft empfehlen folgende zehn Verhaltensregeln für den Umgang mit Weidevieh:

  1. Kontakt vermeiden: Weidetiere nicht streicheln oder füttern und immer ausreichend Abstand halten. 
  2. Ruhig verhalten: Nicht schreien, laufen oder Tiere durch schnelle Bewegungen erschrecken. 
  3. Mutterkühe besonders beachten: Mutterkühe beschützen ihre Kälber. Herden mit Jungtieren großräumig umgehen. Begegnungen von Mutterkühen und Hunden vermeiden.
  4. Hunde kontrollieren: Hunde an der kurzen Leine führen. Bei einem unmittelbar drohenden Angriff den Hund sofort ableinen. 
  5. Markierte Wege nutzen: Gekennzeichnete Wander- und Radwege nicht verlassen und gesperrte Bereiche beachten. 
  6. Tieren ausweichen: Versperren Tiere den Weg, mit möglichst großem Abstand umgehen oder abwarten. Fahrräder gegebenenfalls schieben. 
  7. Ruhe bewahren: Kommen Tiere näher, nicht davonlaufen und ihnen nicht den Rücken zukehren. Ruhig ausweichen und Abstand gewinnen. 
  8. Warnzeichen ernst nehmen: Bei zunehmender Unruhe der Tiere die Weidefläche ruhig, aber zügig verlassen.
  9. Zäune und Gatter beachten: Vorgesehene Durchgänge verwenden und Gatter nach dem Passieren zuverlässig schließen. 
  10. Menschen, Tiere und Natur respektieren: Den Anweisungen des Alppersonals folgen und auf die landwirtschaftliche Arbeit, Natur und Tiere Rücksicht nehmen.