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SUCHTHILFE

Auftrag, Ziele und Zielgruppe

 

Das Wirkungsziel der Suchtkrankenhilfe und Suchtprävention ist die nachhaltige Reduktion von suchtbedingten gesundheitlichen, sozialen und gesellschaftlichen Folgeschäden, sowie die sozialen Teilhabe Möglichkeiten für Menschen mit Abhängigkeitserkrankung in Vorarlberg in allen Lebensbereichen zu verbessern.

 

Durch frühzeitige Prävention, niedrigschwellige Hilfsangebote und langfristige Beratungs- und Behandlungsangebote sollen die Chancen der Entstehung einer Suchterkrankung reduziert, die Überlebenschancen verbessert und die selbstbestimmte Lebensführung und soziale Teilhabe unterstützt werden. Akzeptanzorientierung, Zieloffenheit und Methodenpluralismus stellen zentrale Haltungen in der Suchthilfe Vorarlberg dar. Die Entstigmatisierung von Suchterkrankungen in allen Funktionsbereichen der Gesellschaft stellt ein zentrales Wirkungsziel der Suchthilfe Vorarlberg dar.

 

Die Zielgruppe umfasst Betroffene aller Formen von Abhängigkeitserkrankungen (z.B. Alkohol, Drogen, Glücksspiel, digitale Medien, usw.), Angehörige von Menschen mit Suchterkrankung, sowie Organisationen und Institutionen des erweiterten Sozialbereiches, welche Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen betreuen (z.B. Pflegeversorgung, Wohnungslosenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe, usw.) und eine wesentlich in der Prävention von Suchterkrankungen spielen (z.B. Schulen, Vereine, Betriebe, Gemeinden, usw.).

 

 

Angebote und Leistungen

 

Niederschwellige Kontakt- und Anlaufstellen für Suchterkrankte

  • konsumfreie Aufenthaltsmöglichkeit
  • psychosoziale Beratung und Unterstützung in Krisen
  • Spritzentausch
  • niederschwellige Opioid-Substitutionstherapie
  • Gemeinwesenarbeit und aufsuchende Suchtarbeit im öffentlichen Raum
  • Naloxon-Schulungen

 

Ambulante Suchtberatung und -behandlung

  • psychosoziale Beratung und individuelle Therapieplanung für suchtkranke Menschen mit Veränderungsmotivation
  • psychotherapeutische und klinisch psychologische Behandlung
  • Opioid-Substitutionstherapie
  • Angehörigenberatung
  • Unterstützung von Pflegeeinrichtungen im Umgang mit BewohnerInnen mit Suchterkrankung
  • Krankenhausverbindungsdienst für intoxikierte Kinder- und Jugendliche

 

Wohnen

  • abstinenzorientierte Wohngemeinschaften nach stationären Entzugs- und Entwöhnungsbehandlungen
  • ambulante betreutes Wohnen in der eigenen Wohnung und in institutionellen Wohnformen (z.B. Pflegeheim)

 

Arbeit und Beschäftigung

  • niederschwellige Beschäftigungsangebote für Suchtkranke
  • naturnahe Arbeitsangebote zur Reintegration in den Arbeitsmarkt

 

Selbsthilfe

  • Förderung von Selbsthilfe und Peer-Angeboten

 

Prävention und Öffentlichkeitsarbeit

  • vielfältige und zielgruppenorientierte Suchtpräventionsangebote
  • Drug Checking für FreizeitkonsumentInnen und Eventbegleitung

Diese Leistungen werden in enger Zusammenarbeit mit sozialen Trägern, Gemeinden und zivilgesellschaftlichen Organisationen umgesetzt. Sie orientieren sich an den individuellen Bedürfnissen der Betroffenen und der aktuellen Rechtslage.

 

Kontakte

Niederschwellige Kontakt und Anlaufstellen 

Bezirk Bregenz - Dowas

Bezirk Dornbirn - Ex und Hopp

Bezirk Feldkirch - Caritas

Bezirk Bludenz - do it yourself

 

Ambulante Suchtberatung und -behandlung

Für Menschen mit Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit:
Caritas Suchtfachstellen mit Standorten in Bregenz, Dornbirn, Feldkirch, Bludenz, Egg, Kleinwalsertal

Für Menschen mit Drogen und stoffungebundene Suchterkrankungen:
Clean-Drogenberatungs und -behandlungsstellen mit Standorten in Bregenz, Feldkirch, Bludenz
Für den Bezirk Dornbirn: Die Fähre – Drogenberatung und -behandlung

Für Menschen mit Essstörungen:
Caritas Suchtfachstellen Take care - Fachstelle für Essstörungen

Für Menschen mit Drogenabhängigkeiten:
Drogenselbsthilfe Vorarlberg

 

Stationäre Einrichtungen

Landeskrankenhaus Rankweil
Krankenhaus Maria Ebene und Therapiestation Carina

 

Hilfeplanung des Landes Vorarlberg

Die Hilfeplaner:innen unterstützten insbesondere bei komplexen Problemen bei der Entwicklung individueller Unterstützungsmaßnahmen auf Basis persönlicher Ressourcen und Lebensziele. Es findet ein partnerschaftlicher Dialog zwischen Betroffenen, Fachkräften und Leistungserbringern statt.
 

Publikationen