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Zurück Jahrhunderthochwasser 2005

Von Katastrophen lernen, in die Zukunft investieren

20 Jahre Jahrhundert-Hochwasser 2005 – aktualisierte Broschüre zeigt Maßnahmen und Strategien für mehr Hochwasserschutz auf

Das Jahrhundert-Hochwasser vom August 2005 hat nahezu im gesamten Land Vorarlberg schwere Schäden in Gesamthöhe von 190 Millionen Euro verursacht. Diese Katastrophe jährt sich heuer zum 20. Mal. „Es ist schon lange keine Frage mehr, ob wir etwas tun, sondern was und wie wir es tun“, betonen Landeshauptmann Markus Wallner und Landesrat Christian Gantner: „Der Schutz vor Naturgefahren endet nie – er beginnt jeden Tag aufs Neue.“ Landesweit wurden im Durchschnitt jährlich rund 30 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert.

In einer aktualisierten Broschüre werden die Maßnahmen und Strategien für mehr Hochwasserschutz dokumentiert. Sie zeigt auch auf, welche Projekte seither umgesetzt wurden. „Dieses einschneidende Ereignis vor 20 Jahren hat uns eindrücklich gezeigt: Einen absoluten Schutz vor Naturgefahren kann es nicht geben – aber es gibt die Möglichkeit, Risiken zu minimieren und vorausschauend Vorsorge zu treffen. Genau das wurde in den vergangenen zwei Jahrzehnten konsequent getan.“, führt  Landesrat Gantner aus. Gemeinden, Städte und Wasserverbände haben gemeinsam mit Unterstützung von Land und Bund rund 593 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert. So wurden etwa an der Bregenzerach 56 Millionen Euro und an der Ill 64 Millionen Euro investiert. Ebenso wurden alle strategischen Maßnahmen des „Integralen Hochwasserschutz“ konsequent weiterverfolgt. 

Auch heuer stehen wichtige Investitionen im gesamten Bereich der Wasserwirtschaft an. Die Gesamtsumme der Investitionen der Gemeinden und Städte in der Wasserversorgung, der Abwasserentsorgung, im Schutzwasserbau und in der Wildbach- und Lawinenverbauung liegt bei 90 Millionen Euro. Davon trägt das Land rund 16,5 Millionen Euro bei.

Alpenrhein – Projekt RHESI steht vor der UVP-Einreichung

Das wichtigste Hochwasserschutzprojekt für das Land Vorarlberg ist das Projekt zum Ausbau des Alpenrheins (RHESI), das von der Internationalen Rheinregulierung (IRR) betrieben wird. Nach der Unterzeichnung des Staatsvertrags und den erfolgreichen Abstimmungen in den Parlamenten in Österreich und in der Schweiz ist der Vertrag Anfang Juli 2025 in Kraft getreten. „Die Umsetzung des Projektes ist von sehr großer Bedeutung für den Schutz der Bevölkerung und die Sicherung unseres Lebens- und Wirtschaftsraumes in Vorarlberg. Wir hoffen nun nach dem Abschluss des Staatsvertrages auf die rasche Einreichung zum UVP-Verfahren und dann auf eine rasche Genehmigung“, hält Landeshauptmann Wallner einmal mehr fest. Die UVP-Einreichung ist Anfang des Jahres 2026 vorgesehen.
 

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