Groß werden mit Bildung
Landesbildungs- und -elementarpädagogikreferentInnenkonferenz 2026
in Feldkirch
Unter Vorarlberger Vorsitz tagte am 2. Oktober in Feldkirch die Landesbildungs- und -elementarpädagogikreferentInnenkonferenz. Im Mittelpunkt stand die Reformpartnerschaft von Bund, Ländern und Gemeinden: Die Länder pochen darauf, dass die Verantwortung für Kindergärten bei ihnen bleibt; der Bund soll lediglich bundesweite Mindestqualitätsstandards (etwa zweites verpflichtendes Kindergartenjahr, Sprachförderung, Übergang in die Schule, Gruppengrößen und Betreuungsschlüssel) definieren dürfen, während die Länder darüber hinausgehen können. Wien trägt diese Position nicht mit. Voraussetzung für neue Bundeskompetenzen sind eine verfassungsgesicherte, dynamische Kostenabgeltung durch den Bund ohne Nachteile für bereits fortgeschrittene Länder sowie eine verbindliche Einbindung und Zustimmung der Länder zu Gesetzesvorhaben; andernfalls soll die bestehende 15a‑Vereinbarung verlängert werden.
Weitere Schwerpunkte waren ein aktualisierter, länderübergreifender Bildungsrahmenplan und die Absicherung inklusiver Pädagogik durch genügend Personal und multiprofessionelle Teams. Für die Schulen fordern die Länder eine effiziente Personalsteuerung über die Bildungsdirektionen, bessere Bundesfinanzierung inklusiver Settings und mehr Ausbildungswege; Niederösterreich betonte Wahlfreiheit zwischen inklusiven Modellen und Sonderschulen und die Rückkehr zur Sonderpädagogik-Ausbildung. In der „School of Education“ soll die Rolle der Pädagogischen Hochschulen als Kompetenzzentren gestärkt und durch Kooperationen sowie zusätzliche Mittel (u. a. für MINT, Quereinstieg, flexible Formate) ausgebaut werden. Zudem werden der qualitative Ausbau ganztägiger Schulformen, attraktivere Schulleitungen und bessere Bedingungen für die Sommerschule eingefordert. Die Bilanz fällt positiv aus, das Ziel bleibt mehr Qualität und Chancengerechtigkeit für alle Kinder und Jugendlichen. Mehr dazu