Asset-Herausgeber

Zurück Eine starke Landwirtschaft – Fundament für morgen

Eine starke Landwirtschaft – Fundament für morgen

Versorgungssicherheit stärken, regionale Wertschöpfung ausbauen, Betriebe entlasten

Die Vorarlberger Landwirtschaft steht aktuell vor großen Herausforderungen: Geopolitische Unsicherheiten, schwankende Agrarmärkte, steigende Produktionskosten und der Klimawandel beeinflussen das Umfeld der bäuerlichen Betriebe. In dieser Situation sind verlässliche Rahmenbedingungen, Planungssicherheit und eine enge Zusammenarbeit zwischen Politik und Interessenvertretung wichtiger denn je. Das betonten Landeshauptmann Markus Wallner, Landwirtschaftslandesrat Christian Gantner und LK-Präsident Josef Moosbrugger bei einem Arbeitsgespräch in der Landwirtschaftskammer Vorarlberg.

Vorarlbergs Landwirtschaft ist weit mehr als nur ein Wirtschaftszweig – sie sichert die regionale Versorgung, pflegt die Kulturlandschaft und schafft Wertschöpfung sowie Arbeitsplätze direkt vor Ort. Besonders in Zeiten internationaler Krisen zeigt sich, wie wichtig stabile regionale Strukturen und eine enge Partnerschaft zwischen Land und Landwirtschaft sind.

Im Rahmen der Gespräche mit den Sozialpartnern zu Jahresbeginn besuchte Landeshauptmann Wallner gemeinsam mit Landesrat Gantner den Bio-Bauernhof der Familie Lässer in Hard. Der Lässerhof steht exemplarisch für die landwirtschaftliche Praxis und die erfolgreiche Umsetzung regionaler Initiativen. Hier fand auch die Medienkonferenz statt, um die Nähe zur Landwirtschaft und die Bedeutung der regionalen Betriebe zu unterstreichen.

Drei zentrale Themen standen im Fokus:

Regionale Wertschöpfung und öffentliche Versorgung

Vorarlberg setzt konsequent auf den Ausbau regionaler Versorgungsketten. Mit Initiativen wie „Vorarlberg am Teller“ und „Kinder.Essen.Körig“ werden regionale Lebensmittel in Gemeinschaftsverpflegung und Bildungseinrichtungen gefördert. So profitieren nicht nur die Konsumentinnen und Konsumenten, sondern auch die heimischen Betriebe durch planbare Absatzmengen, stabile Lieferbeziehungen und höhere wirtschaftliche Sicherheit. Die Programme wachsen kontinuierlich – mittlerweile nehmen 74 Gemeinden und 183 Bildungseinrichtungen am Projekt „Kinder.Essen.Körig“ teil, und jährlich werden rund fünf Millionen regionale Mahlzeiten ausgegeben. Die Wertschöpfung bleibt in der Region und stärkt nachhaltige Wirtschaftskreisläufe.

Versorgungssicherheit und Resilienz

Die letzten Jahre haben gezeigt, wie anfällig internationale Lieferketten sein können. Vorarlberg setzt daher gezielt auf resiliente, regional verankerte Strukturen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Produktion über Verarbeitung bis zur öffentlichen Versorgung. Die kleinstrukturierte Landwirtschaft, hohe Qualitätsstandards und die starke Alpbewirtschaftung sind zentrale Stärken des Landes. Mit dem Neubau des Schlachthofs in Rankweil wird die regionale Fleischverarbeitung dauerhaft gesichert, Transportwege verkürzt und Tierwohlstandards gestärkt. Auch auf europäischer Ebene setzt sich Vorarlberg für eine verlässliche finanzielle Absicherung der Betriebe ein, insbesondere für die Berg- und Grünlandregionen.

Wettbewerbsfähigkeit und Bürokratieabbau

Steigende Auflagen und komplexe Verfahren erhöhen den Druck auf die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe. Die Landespolitik setzt daher auf gezielten Bürokratieabbau, praxistaugliche Lösungen im Wildtiermanagement und die Weiterentwicklung zentraler gesetzlicher Rahmenbedingungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Novellierung des Gesetzes über Naturschutz und Landschaftsentwicklung, um Naturschutz und landwirtschaftliche Nutzung besser zu verbinden. Auch die Bekämpfung von Tierseuchen wie TBC wird im Schulterschluss zwischen Land, Landwirtschaftskammer und Jagd konsequent vorangetrieben.

Landeshauptmann Wallner, Landesrat Gantner und LK-Präsident Moosbrugger halten abschließend fest: „Die Vorarlberger Landwirtschaft ist unverzichtbar für Versorgungssicherheit, Kulturlandschaft und hohe Lebensqualität. Diese Verantwortung nehmen wir als Land und Landwirtschaftskammer gemeinsam wahr – mit klaren Regeln, praktikablen Lösungen und einem engen Schulterschluss zwischen Politik und Interessenvertretung. Mehr dazu