Bürgerrat „Verwaltungsvereinfachung und Verfahrensbeschleunigung“
Wie kann Verwaltung in Vorarlberg einfacher, verständlicher und wirksamer werden?
Beim 17. landesweiten Bürgerrat wurde diese Frage von 25 Bürgerinnen und Bürgern diskutiert.
Am 23. und 24. Jänner 2026 diskutieren 25 zufällig ausgeloste Bürgerinnen und Bürger im Bürgerrat „Verwaltungsvereinfachung & Verfahrensbeschleunigung“ darüber, wie Verwaltung in Vorarlberg einfacher, verständlicher und wirksamer gestaltet werden kann – für alle, die mit ihr arbeiten oder sie in Anspruch nehmen.
Was bisher geschah:
Die Vorarlberger Landesregierung beauftragte, einen Bürgerrat zum Thema „Verwaltungsvereinfachung & Verfahrensbeschleunigung“ durchzuführen. Damit wird ein zentrales Ziel des Arbeitsprogramms 2024–2029 aufgegriffen: „Mehr Freiheit, weniger Bürokratie, Senkung von Abgaben.“
Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger aktiv in den laufenden Reformprozess einzubinden und ihre Alltagserfahrungen mit der Verwaltung sichtbar zu machen. Der Bürgerrat ergänzt so die politische und fachliche Arbeit um die Perspektive der Bevölkerung – und schafft neue Impulse für eine moderne, zugängliche und bürgernahe Verwaltung.
Online-Beteiligung
Von 24. November bis 14. Dezember 2025 brachten zahlreiche Interessierte ihre Ideen und Erfahrungen vorarlberg.mitdenken.online ein.
Die gesammelten Rückmeldungen fließen in den Bürgerratsprozess ein.
Bürgercafé – Verwaltung im Gespräch
Nach dem Bürgerrat fand am 18. Februar 2026 ein öffentliches Bürgercafé mit rund 80 Teilnehmenden statt. Dort wurden die Ergebnisse präsentiert, gemeinsam weitergedacht und mit Fachleuten, Verwaltung und Politik diskutiert.So entstand ein offener Raum, um über gute Lösungen zu sprechen – klar, praxisnah und im Dialog.
Im Austausch wurde deutlich, dass es gegenseitiges Verständnis zwischen Bürgerinnen und Amt braucht und dass Gespräche auf Augenhöhe geführt werden sollen. Betont wurde außerdem, dass die Kommunikation nach außen über bereits bestehende Angebote und Verbesserungen gestärkt werden sollte. Viele Beiträge unterstrichen den Wert einer bürgernahen Verwaltung, die im Alltag vor allem im direkten Kontakt von Mensch zu Mensch erlebbar wird. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Digitalisierung, insbesondere auf dem Prinzip „Once-Only“, sowie auf mehr Transparenz. Als wichtig wurden zudem Feedbackschleifen genannt, damit Rückmeldungen aufgenommen, nachvollziehbar ausgewertet und sichtbar in Verbesserungen übersetzt werden. Schließlich wurde auch die Motivation der Mitarbeitenden als zentraler Erfolgsfaktor angesprochen, um Veränderungen mitzutragen und dauerhaft wirksam zu machen.
Ziel des Bürgerrats
Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Nachdenken darüber, „Wie kann Verwaltung in Vorarlberg einfacher, verständlicher und wirksamer werden – für uns alle, die mit ihr arbeiten oder sie in Anspruch nehmen?“
Der Bürgerrat soll dazu beitragen, eine gemeinsame Position der Bevölkerung zu dieser Frage zu entwickeln – über Erfahrungen, Erwartungen und konkrete Ideen zum Bürokratieabbau.
Die Ergebnisse schaffen Orientierung für Verwaltung und Politik und fließen in die Arbeit der geplanten Kompetenz- und Anlaufstelle für Verwaltungsvereinfachung ein.
Wie kam es dazu?
Der Bürgerrat basiert auf einem Vorhaben des Regierungsprogramms 2024–2029, das den Abbau von Überregulierung sowie die Vereinfachung und Beschleunigung von Verfahren als zentrale Schwerpunkte definiert.
Vorgesehen ist die Einrichtung einer zentralen Kompetenz- und Anlaufstelle für Verwaltungsvereinfachung, die Gesetzgebung, Abläufe und Vollzug prüft, Rückmeldungen aus der Bevölkerung entgegennimmt und als Lotsenstelle zwischen Verwaltungsebenen fungiert.
Der Bürgerrat liefert dazu die Sicht der Bevölkerung – als Beitrag zu einem lernenden und offenen Modernisierungsprozess.
Hintergrund: Bürgerräte in Vorarlberg
Bürgerräte haben in Vorarlberg Tradition. Seit 2006 können sie von Gemeinden, Regionen, dem Landtag oder der Landesregierung einberufen werden.
Seit 2013 ist zudem geregelt, dass auch Bürgerinnen und Bürger selbst einen Bürgerrat initiieren können – wenn mindestens 1 000 Unterschriften von teilnahmeberechtigten Personen gesammelt werden.
Kontaktdaten
Verwaltungsinnovation und Organisationsentwicklung
Postanschrift: Landhaus, 6901 Bregenz
Standortanschrift: Landhaus, 6900 Bregenz
T +43 5574 511 20123
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