Legionellen - Informationen für einen hygienisch sicheren Betrieb von Hausinstallationen
Zum hygienisch sicheren Betrieb von Warm- und Kaltwasseranlagen in Gebäuden sind insbesondere sanitärtechnische Aspekte zu beachten, aber auch einfache Maßnahmen durch den täglichen Nutzer können die Wasserqualität verbessern. Diese und allgemeine Informationen zum Thema Legionellen sind auszugsweise in unserem Informationsblatt zusammengestellt.
Vorkommen und Vermehrung von Legionellen
Legionellen sind natürlich vorkommende Bakterien, welche in Oberflächen-, Grund- und Quellwasser aber auch im Boden in
sehr geringen Konzentrationen vorzufinden sind. In ungünstig ausgeführten bzw. betriebenen Hausinstallationen, Beckenbädern, Whirlpools, Verdunstungsrückkühlanlagen, Autowaschanlagen, Luftbefeuchtern etc., können sich die Bakterien jedoch
stark vermehren, was zu einem erhöhten Erkrankungsrisiko führen kann. Legionellen vermehren sich in freilebenden Amöben (Wechseltierchen) und in Biofilmen (Schleimschichten) auf wasserbenetzten Oberflächen, beispielsweise in Rohren, im Brausekopf oder in Boilern. Ideale Wachstumsbedingungen finden sie in einem Temperaturbereich von 25°C bis 45°C und in Bereichen mit stehendem (stagnierendem) Wasser.
Gesundheitsgefährdung
Ein Erkrankungsrisiko besteht beim Einatmen feinster Wassertröpfchen (Aerosole) mit einem erhöhten Gehalt an Legionellen z.B. beim Duschen, bei Luftbefeuchtern oder in Whirlwannen. Das Trinken von mit Legionellen belastetem Wasser stellt kein Risiko dar und eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist derzeit ebenso nicht bekannt.
Der Verlauf der Erkrankung reicht von einer leichten, fieberhaften Form, dem Pontiac-Fieber, bis zu einer schweren Lungenentzündung, der Legionellose bzw. Legionärskrankheit, welche trotz Behandlung in etwa 10 % der Fälle tödlich endet. Die Legionellose zählt in Österreich laut Epidemiegesetz zu den meldepflichtigen Erkrankungen. Es gibt viele verschiedene Arten und Serogruppen von Legionellen. Rund 90 % der gemeldeten Erkrankungen werden jedoch durch Legionella pneumophila der Serogruppe 1 verursacht. Besonders gefährdete Personengruppen sind Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder mit Lungenschädigungen (z.B. durch chronische Lungenerkrankungen oder übermäßigem Nikotinkonsum).
Legionellenprävention
Die wirksamste Vorbeugung gegen Legionellen beginnt bereits in der Planungsphase. Durch die Einhaltung sanitärtechnischer Vorgaben (ÖNORM EN 806) und einschlägiger Normen wie z.B. der ÖNORM B 1921 sowie der ÖNORM B 2531, aber auch durch einfache Maßnahmen der täglichen Nutzer, kann das Risiko einer Vermehrung von Legionellen von Anfang an deutlich reduziert werden. Diese und allgemeine Informationen zum Thema Legionellen sind auszugsweise in unserem Informationsblatt zusammengestellt.
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